Neue Serie

Hamburg maritim: Viele Wege führen zum Strom

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Das Hamburger Abendblatt unternimmt mit Ihnen die längste Hafenrundfahrt der Welt und stellt Ihnen in der neuen Serie „Hamburg maritim" unsere Stadt von der Wasserseite aus vor

Es müssen nicht immer Tränen fließen, wenn man nah am Wasser gebaut ist. Für die Stadt Hamburg ist es ein Grund zur Freude. Elbe und Alster umfließen die Stadtteile wie ein maßgeschneidertes Seidenkleid. Und der Hafen ist sowieso der schickste von allen. Die Touristen kommen vor allem seinetwegen, aber auch Einheimische entdecken hier jede Woche Neues. Denn Deutschlands größter Port mit seiner unschlagbar zentralen Lage (Motto: „Mittendrin statt nur dabei“) befindet sich in einem ständigen Wandel. Rund um den Großen Grasbrook, ein ehemals unwichtiges Marschgebiet, wo 1400 der legendäre Pirat Klaus Störtebeker enthauptet wurde, wächst jetzt das modernste Stadtviertel Europas, die HafenCity. Was manche als überdimensionale Baustelle beschimpfen, loben andere als eine städteplanerisch einmalige Vision. Und in der Speicherstadt, wo früher Arbeiter säckeweise Kaffee, Gewürze und Kakao stapelten, trinkt man heute einen Soja Latte to go bei seinem Weg in wahlweise die Agentur, die Galerie oder die Musical-Schule.

Unsere neue Serie „Hamburg maritim“ zeigt Ihnen das neue, moderne Gesicht des Hafens. Erklärt, wo Neues aus Altem hervorgeht. Stellt die modernsten Unternehmen, interessantesten Schiffe, Hafenberufe, Werften und Terminals vor. Verrät versteckte Ecken und schöne Plätze in der Natur. Empfiehlt Restaurants, Geschäfte, Wassersportmöglichkeiten sowie kulturelle Events und beschreibt die Geschichte und die Zukunft des Hafens. Das alles in insgesamt 13 Teilen. Die ersten sieben lesen Sie ab 31. Juli täglich, dann folgen sechs weitere Folgen an jedem Sonnabend - die wahrscheinlich längste Hafenrundfahrt der Welt.

Rekordverdächtig auch die Zahl der Schiffsankünfte: Gut 12000 Schiffe pro Jahr kommen vorbei. „Hier weht die Luft von fernen Erdteilen“ erkannte der Schriftsteller Gerhart Hauptmann schon 1888. Eigentlich komisch, dass gerade dieses internationale Areal, das permanent die ganze Welt zu Gast hat, so typisch hamburgisch ist. Dass man sich als Hanseat nirgends mehr zu Hause fühlt als an diesem Ort des Kommens und Gehens. Dass ein ehemaliges Industriegebiet mit Blick auf Öl-Raffinerien plötzlich zur teuersten Wohngegend wird.

Klar, der Hafen ist laut. Das Baggern und Klappern von Koberern und Industriemaschinen mischt sich mit dem Geschrei von Möwen, Fischmarkt-Verkäufern und Elbphilharmonie-Gegnern. Gleichzeitig kann diese schwimmende Panoramatapete das Gefühl von Urlaub erwecken, und zwar bei Premierenbesuchern als auch bei alten Seebären gleichermaßen. Der Hafen hat überall Fans, auch unter Prominenten. In unserer Serie wird in jeder Folge eine andere bekannte Persönlichkeit ihre „Ode an Hafen“ vortragen. Und Käpt’n Jörg Pollmann, der oberste Hafenkapitän und somit ein Herr der Gezeiten, berichtet exklusiv für die Abendblatt-Leser im „Hafenschnack“ Spannendes und Kurioses aus der Welt der Seefahrt. Der Kapitän weiß beispielsweise, warum man Kielschweine nicht füttern darf, wie Rührei Mexiko schmeckt und wo sich Schiffsgeister am liebsten verstecken. Das wollen Sie wissen? Kommen Sie an Bord.