Menschlich gesehen

Im Heimathafen

Als die "Columbus" gestern in den Hamburger Hafen einlief, hatte Kristin Wolter Tränen in den Augen. Freudentränen, weil sie nach fünfeinhalb Monaten auf See endlich wieder in ihrer Wahlheimat angekommen war, aber auch ein paar schmerzliche: Denn um von Bord zu gehen und endlich ihren Freund Christian in die Arme zu schließen, fehlte der Weinstewardess die Zeit. An Deck hatte die 31-Jährige viele Gäste zu bewirten, darunter auch rund 90 Gewinner einer Abendblatt-Aktion .

"Jetzt bin ich endlich wieder hier und muss direkt wieder weg", sagt die gebürtige Indonesierin. "Aber in 18 Tagen kommen wir zurück - und dann bleibe ich erst einmal an Land."

Um die halbe Welt ist die gelernte Hotelfachfrau in den vergangenen Monaten gefahren, über Dubai, die Malediven, Singapur, Vietnam, Thailand, Norwegen und England führte die Route. Heute ist Kristin Wolter bereits wieder Richtung Nordkap unterwegs.

Doch so sehr es die stets fröhliche junge Frau, die schon mit der "MS Europa" unterwegs war, in die Ferne zieht, so gern ist sie auch im Heimathafen. Dann entspannt sie mit ihrem Freund in der gemeinsamen Wohnung in Wandsbek und serviert ihren Bekannten typische indonesische Gerichte wie die Reis-Tafel. Und an den Wochenenden widmet sich die HSV-Anhängerin ihrem liebsten Hobby: dem Karaoke-Singen.