Hamburg

Neues Szene-Restaurant zieht in die Elbphilharmonie

Gastronom Christoph Strenger (l.) mit Liam Tomlin, Gründer von Chefs Warehouse in Kapstadt, auf der Plaza der Elbphilharmonie.

Gastronom Christoph Strenger (l.) mit Liam Tomlin, Gründer von Chefs Warehouse in Kapstadt, auf der Plaza der Elbphilharmonie.

Foto: Strenger

Das Konzept aus Kapstadt verspricht ein besonderes Geschmackserlebnis. Wann das Chefs Warehouse at Störtebeker starten soll.

Hamburg. Drei Monate im Jahr verbringt der Hamburger Christoph Strenger in seiner zweiten Heimat Südafrika. Der Unternehmer, der unter anderen das east Hotel an der Simon-von-Utrecht-Straße und das clouds in den Tanzenden Türmen an der Reeperbahn betreibt, lebt dann in Kapstadt. Diese pulsierende Metropole ist bekannt für kreative Küche und neue Gastrotrends. Das Restaurant Chefs Warehouse & Canteen hat es Strenger ganz besonders angetan.

Das Szene-Restaurant liegt an der Gastromeile Bree Street: „Die Küche ist international, gekocht wird vor allem mit regionalen Produkten und viel Liebe zum Detail. Die Köche zaubern ein Acht-Gänge-Menü mit kleinen raffinierten Gerichten. Das Essen wird in die Mitte des Tisches zum Teilen serviert“, sagt Strenger. Der Gründer von Chefs Warehouse ist Liam Tomlin. Der gebürtige Ire, der mit dem Banc Restaurant in Sydney eines der besten Restaurants in Australien betrieben hat, führt inzwischen drei Chefs Warehouse Restaurants in Kapstadt und Umgebung – die Kultstatus genießen – und es gibt einen Ableger in Barcelona.

Elbphilharmonie bekommt kulinarisch internationales Flair

Wie das Abendblatt exklusiv erfuhr, soll das Konzept bald auch in die Hamburger Elbphilharmonie einziehen. Die Störtebeker Gastronomie in dem Konzerthaus wird auch von Christoph Strenger, gemeinsam mit Jürgen Nordmann, betrieben. „Aus dem Störtebeker Restaurant Beer&Dine wird das Chefs Warehouse at Störtebeker. Demnächst werden wir die Fläche ein wenig umgestalten“, bestätigte Strenger auf Abendblatt-Anfrage.

Das Ziel: „Wir wollen diesem Hamburger Wahrzeichen auch kulinarisch internationales Flair verleihen. Das Restaurant soll aber auch für die Hamburger Anlass sein, gezielt hier zum Essen vorbeizukommen und ein besonderes Geschmackserlebnis zu haben“, sagt Strenger.

Köche aus Südafrika schulen Team in der Elbphilharmonie

Auch in Hamburg soll jeweils nur ein Menü auf der Speisekarte stehen. „Natürlich wird es eine vegetarische Variante auf Anfrage geben. Demnächst kommen die Köche aus Südafrika und werden unser Team entsprechend schulen“, sagt Strenger.

Unterdessen hat Liam Tomlin bereits die Elbphilharmonie besucht und sich das Restaurant angeschaut. Das befindet sich auf der fünften Ebene, hat rund 100 Sitzplätze und bietet einen Panoramablick über die Elbe. Südafrika-Fan Strenger ist sicher: „Wir haben hier eine der spektakulärsten Locations in Hamburg und das ist der passende Rahmen für das Chefs Warehouse at Störtebeker.“

Wissenswertes zur Elbphilharmonie:

  • Die Elbphilharmonie ist ein Konzerthaus, das als neues Wahrzeichen von Hamburg gilt
  • Sie wurde im Januar 2017 offiziell eröffnet
  • Das 110 Meter hohe Gebäude liegt in der HafenCity in Hamburg und soll mit seiner Form an Wellen, Segel und Eisberge erinnern
  • Wo heute die Elbphilharmonie steht, befand sich früher der Kaiserspeicher A
  • Das Konzept der Elbphilharmonie stammt von Projektentwickler Alexander Gérard und wurde bereits 2001 vorgestellt. Der Bau dauerte von 2007 bis Ende 2016
  • Die Baukosten betrugen 866 Millionen Euro

Chefs Warehouse at Störtebeker soll im März oder April starten

Was erwartet die Gäste?: „Wir werden auch großen Wert auf regionale Produkte legen. Die Menüs werden Fleisch und Fisch beinhalten, natürlich von bester Qualität. Als Starter können zusätzlich marinierte Austern geordert werden“, verrät Strenger.

Die Weinkarte soll durch die ein oder anderen guten Tropfen aus Südafrika erweitert werden. Chefs Warehouse at Störtebeker soll voraussichtlich im März oder April starten. „Die große Herausforderung ist, dass passende Personal für Küche und Service zu finden. Da brauchen wir auf jeden Fall noch gute Leute und sind für Bewerbungen offen“, sagt Strenger.