Bahn

Kein Personal: Züge auf der Ahrensburg-Strecke fallen aus

 Fahrgäste von und nach Hamburg müssen sich auf Ausfälle einstellen.

Fahrgäste von und nach Hamburg müssen sich auf Ausfälle einstellen.

Foto: Birgit Schücking

Am Sonntag fuhren nur wenige Regionalbahnen. Am Montagmorgen gibt es weitere Ausfälle. Probleme auch von und nach Pinneberg.

Hamburg. Pendler zwischen Hamburg und Ahrensburg hatten am Sonntag schlechte Karten: Etliche Züge auf der Strecke fielen aus. Betroffen waren die Bahnen der Linie RB 81, seit dem Nachmittag. Insgesamt hat die Bahn acht Verbindungen gestrichen, in beide Richtungen.

Die Bahn gab am Sonntag als Grund einen "kurzfristigen Personalausfall" an. "Wir konnten so schnell keinen Ersatz finden", sagte ein Sprecher.

Bis zum späten Abend würden sich die Ausfälle hinziehen, die Bahn gibt die gestrichenen Verbindungen auf Twitter bekannt. Am Montag sollen die Bahnen aber wieder wie gewohnt fahren, sagte der Sprecher.

Doch dieses Versprechen konnte die Bahn nur bedingt einhalten. Am Morgen fielen mehrere Verbindungen zwischen Hamburg und Bad Oldesloe aus, bei anderen am es zu längeren Verspätungen. Grund diesmal: eine Fahrzeugstörung.

Probleme auch zwischen Hamburg und Pinneberg

Auch auf der Strecke von und nach Pinneberg hat es am Sonntag Probleme gegeben. Die Gleise waren nach einem Polizeieinsatz am Nachmittag zwischenzeitlich gesperrt. Dadurch kam es zu erheblichen Verspätungen, die sich bis zum Abend hinzogen. Die Behinderungen betrafen auch Sylt-Reisende.

Schon in der Vergangenheit war die Strecke nach Ahrensburg wiederholt zur Nervenprobe für Fahrgäste geworden. Nachdem sich im Winter die Beschwerden auf der Verbindung gehäuft hatten, schaltete sich im Februar sogar das schleswig-holsteinische Landesverkehrsministerium ein, kündigte für die Zukunft härtere Vertragsstrafen an.

Technische Störungen bei der Bahn

„In den meisten Fällen gab es technische Störungen, die leider nicht kurzfristig vor Ort behoben werden konnten, sodass ein Ausfall unvermeidlich war“, sagt Egbert Meyer-Lovis, Leiter des DB-Regionalbüros Hamburg.

Grundsätzlich werde versucht, dass bei Ausfällen der Regionalbahn (RB 81) der jeweils nächste Regionalexpress (RE 8/RE 80) auch in Ahrensburg und Bargteheide stoppe. „Halte an weiteren Bahnhöfen sind nicht möglich, da zum Teil die Bahnsteiglängen für Sieben-Wagen-Züge nicht ausreichen und die Züge so viel Verspätung aufbauen würden, dass wichtige Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen Lübeck, Bad Oldesloe, Hamburg nicht gewährleistet wären“, so der Bahnsprecher.

Bei der Pünktlichkeit schneidet die RB 81 zwar nicht unterdurchschnittlich ab. Seit Januar lagen die Monatsquoten zwischen 94 und 96 Prozent. Im Juni waren es allerdings nur noch 92,1 Prozent und beim schnellen RE 80 lediglich 86,3 Prozent.