Ruhestand

Fast jeder zweite Hamburger ohne private Altersvorsorge

Viele Hamburger sorgen nicht für das Alter vor, weil ihnen das Geld dafür fehlt.

Viele Hamburger sorgen nicht für das Alter vor, weil ihnen das Geld dafür fehlt.

Foto: Stephan Scheuer / dpa

Umfrage zeigt, dass in teuren Großstädten Altersarmut droht. In der Hansestadt sehen 47 Prozent keine Möglichkeit für Rücklagen.

Hamburg.  Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat immer gravierende Auswirkungen auf die Finanzen der Bundesbürger: Drei von zehn Deutschen machen sich aufgrund der Niedrig- und Negativzinsen finanzielle Sorgen um ihren Ruhestand.

Bei Haushalten mit Kindern sind es sogar noch zehn Prozentpunkte mehr. Schließlich geben mehr als 31 Prozent an, dass ihre Altersvorsorge unter Niedrig- und Negativzinsen leidet – jeder zwanzigste Deutsche (4,6 Prozent) ist schon von Strafzinsen auf sein Vermögen betroffen. Das geht aus einer neuen Studie des Anlageportals Weltsparen hervor.

Fünf Großstädte wurden verglichen

Aus einem Vergleich der fünf größten Städte ergibt sich, dass nur rund jeder zweite Hamburger zusätzlich für die Rente vorsorgt. 47 Prozent sehen offenbar keine Möglichkeit dafür und 53 Prozent gaben an, zusätzlich zur gesetzlichen Rente oder Pension für ihr Alter vorzusorgen.

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Lediglich in Berlin fällt die Bilanz noch deutlich schlechter aus

Damit liegt die Hansestadt etwa gleichauf mit den anderen untersuchten Großstädten Frankfurt, Köln und München. Lediglich in Berlin fällt die Bilanz deutlich schlechter aus. 60 Prozent betreiben dort keine zusätzliche Altersvorsorge. „Die Befragung zeigt sehr eindrücklich, wie sehr die Altersvorsorge in Deutschland inzwischen bedroht ist“, sagt Alexander Rihm, Rentenexperte von Weltsparen.

Betriebliche Altersvorsorge beliebt

Die drei beliebtesten Finanzprodukte der Hamburger für die private Altersvorsorge sind nach Angaben aus der Umfrage die betriebliche Altersvorsorge (24,7 Prozent), die Kapitallebensversicherung, was auch eine private Rentenversicherung sein kann (21,3 Prozent) und die Riester-Rente (19,7 Prozent).

Mit einer Immobilie sorgen nur 12,3 Prozent der Befragten für ihr Alter vor. Anlagen in Wertpapieren wie Aktien oder Investmentfonds werden von 16 Prozent der Hamburger für die Altersvorsorge bevorzugt. Die betriebliche Altersvorsorge ist in allen fünf Metropolen der Favorit für die Altersvorsorge.