Burchardkai

Hapag-Lloyd und HHLA beenden Streit im Hamburger Hafen

Das 400 Meter lange Containerschiff Barzan am Burchardkai  im Hamburger Hafen (Archiv)

Das 400 Meter lange Containerschiff Barzan am Burchardkai im Hamburger Hafen (Archiv)

Foto: Thorsten Ahlf

Einigung über Abfertigungsgebühren gefunden. Neuer Fünf-Jahres-Vertrag. Wirtschaftssenator mischt sich ein.

Hamburg. Am Ende musste ein Spitzengespräch der beiden Vorstandsvorsitzenden den Durchbruch bringen. HHLA-Chefin Angela Titzrath und Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen haben einen Schlusspunkt unter den wochenlangen Streit zwischen dem Hamburger Terminalbetreiber und der Reederei gesetzt.

Es ging um die Abfertigungsgebühren der HHLA am Burchardkai, die Hapag-Lloyd als vollkommen überzogen abgelehnt hatte. Die Reederei am Ballindamm drohte sogar mit dem Abzug von Ladung aus Hamburg. Nun hat man eine Einigung gefunden.

Westhagemann schaltete sich in den Disput ein

In der gemeinsamen Pressemitteilung heißt es recht allgemein: Die beiden Unternehmen würden „ihre enge Zusammenarbeit in Hamburg für weitere fünf Jahre fortsetzen“. Über Details schweigen beide Seiten.

Nach Abendblatt-Informationen soll sich Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) persönlich in den Disput eingeschaltet haben. Schließlich ist die Stadt sowohl Anteilseigner bei der HHLA wie bei Hapag-Lloyd. Und ein Abzug von Ladung aus Hamburg wäre ein schwerer Schlag für den rot-grünen Senat gewesen. Westhagemann und Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sollen darauf hingewirkt haben, dass es möglichst noch vor dem Wahltermin am 23. Februar zu einer Einigung kommt.

HHLA und Hapag-Lloyd wollen sich Thema Nachhaltigkeit widmen

Das ist nun gelungen. „Wir freuen uns sehr, unsere langjährige vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit fortsetzen zu können. Der Hamburger Hafen ist und bleibt damit ein maritimer Knotenpunkt mit hoher Bedeutung für die weltweiten Logistikströme“, werden Titzrath und Habben Jansen in der Pressemitteilung gemeinsam zitiert.

Nun wollen sich beide Unternehmen neben ihren geschäftlichen Aktivitäten auch noch stärker dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Dabei dürfte es um den Ausbau von Landstromanlagen und neue Hinterlandanbindungen per Schiene gehen.