Gastronomie

Café Schmidt & Schmidtchen kommt nach Bergedorf

Falk Hocquél, Inhaber der Bäckerei und Konditorei Schmidt & Schmidtchen, vor der Backstube auf dem Fleischgroßmarkt

Falk Hocquél, Inhaber der Bäckerei und Konditorei Schmidt & Schmidtchen, vor der Backstube auf dem Fleischgroßmarkt

Foto: Michael Rauhe

Bäckerei und Konditorei übernimmt Geschäftsräume der Pâtisserie Andreas. Eine weitere Eröffnung ist geplant.

Hamburg.  Die Hamburger Bäckerei und Konditorei Schmidt & Schmidtchen baut das Filialnetz weiter aus. Am 1. November will Inhaber Falk Hocquél den ersten Standort in Bergedorf eröffnen. Er zieht in die Räume der Pâtisserie Andreas am Kupferhof, die im Zuge einer Insolvenz seit Juli geschlossen ist. „Wir übernehmen den Laden so, wie er ist, und führen ihn als Schmidtchen Bergedorf weiter“, sagte Hocquél dem Abendblatt. Erst Ende Juni hatte er das Caféhaus Rahlstedt übernommen, nachdem der Traditionsbetrieb nach einem Rechtsstreit vor der Schließung stand. Aktuell gehören zu dem Café-Imperium zehn Standorte.

In diesem Jahr hat Hocquél, der 2014 in den Gastronomiebetrieb mit Wurzeln im Othmarscher Traditionscafé Schmidt eingestiegen war, zwei Cafés in der Speicherstadt und in der HafenCity eröffnet. Das Schmidtchen Ahrensburg wurde geschlossen. Für Bergedorf hat der umtriebige Geschäftsmann noch mehr Pläne. Er will auch den Betrieb des Cafés im neuen KörberHaus übernehmen. Das Kultur- und Veranstaltungshaus soll 2020 am historischen Binnenhafen fertig gestellt werden.

Bäckerei will auf Bio-Qualität umsteigen

Um den steigenden Bedarf an Brötchen, Broten, Kuchen und den feinen Schmidtchen-Törtchen zu decken, war die zentrale Backstube im Juni auf eine größere Fläche aus dem Stammhaus an der Großen Elbstraße in ein Gebäude auf den Fleischgroßmarkt gezogen. Bis Jahresende soll die Bäckerei auf Bio-Qualität umgestellt werden. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen etwa 150 Mitarbeiter.

2018 lag der Umsatz bei 3,4 Millionen Euro. In Vorbereitung sind weitere Neueröffnungen, etwa in der Zentralbibliothek und in den Jenischpark-Gewächshäusern. Großes Ziel in den nächsten Jahren ist der Umzug in eine Gläserne Manufaktur, die auf dem Fleischgroßmarkt geplant ist.