Immobilien

Preise für Altbauten in Hamburg sind um 26 Prozent gestiegen

Ein Altbau in der Haynstraße in Eppendorf.

Ein Altbau in der Haynstraße in Eppendorf.

Foto: Marcelo Hernandez

Prächtige Fassaden und hohe Stuckdecken haben ihren Preis: Im Schnitt zahlen Käufer 5150 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Hamburg.  Repräsentative Altbauten sind wegen prächtiger Fassaden, hoher Decken mit Stuck und großzügiger Raumschnitte bei Immobilienkäufern gefragt. Das schlägt sich auch in einer überdurchschnittlichen Preisentwicklung nieder. So stiegen die geforderten Kaufpreise in Hamburg in diesem Segment innerhalb von nur drei Jahren um 26 Prozent, wie aus einer Studie des Maklerunternehmens Homeday hervorgeht. Analysiert wurde die Preisentwicklung in den Jahren 2015 bis 2018 in den 80 größten Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Dazu wurden mehr als 100.000 veröffentlichte Verkaufsangebote für Altbauten in den untersuchten Großstädten ausgewertet. So stieg in Hamburg der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Altbauten, die vor 1950 errichtet wurden, von 4091 auf 5150 Euro an. Hier liegen die Preise für Altbauten um 29 Prozent höher als für die übrigen Immobilien.

Nur München und Heidelberg sind noch teurer

Hamburg liegt damit im bundesweiten Vergleich auf dem dritten Rang hinter München (9370 Euro je Quadratmeter Wohnfläche) und Heidelberg (5230 Euro). „In guten Lagen von München sind fünfstellige Beträge zudem keine Seltenheit“, sagt Steffen Wicker, Gründer und Geschäftsführer des Maklerunternehmens Homeday. Der Immobilienexperte rechnet mit weiter steigenden Preisen für Altbauten. „Mit Blick auf die historisch niedrigen Bauzinsen steigt die Bereitschaft sowie die Möglichkeit der Käufer, immer höhere Summen in Wohneigentum zu investieren.

Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Verkäufer gefragter Altbauten, die sich häufig durch eine besonders gute Lage in Innenstadtnähe mit einer hervorragend ausgebauten Infrastruktur auszeichnen”, sagt Wicker. Auch in Frankfurt am Main müssen neben den drei anderen Städten knapp über 5000 Euro pro Quadratmeter für einen Altbau bezahlt werden.

In Lübeck gibt es noch günstige Altbauten

Die höchsten prozentualen Steigerungsraten bei Altbauten verzeichnen allerdings andere Städte. Dazu gehören Düsseldorf mit einem Plus von 45,2 Prozent auf 3960 Euro – und Kassels Altbauten verzeichneten einen Wertzuwachs von 45,7 Prozent auf 1840 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. In Berlin lag der Anstieg bei 32 Prozent. Käufer von Altbauten müssen im Schnitt in der Hauptstadt 4100 Euro bezahlen.

In Norddeutschland gehören Lübeck und Rostock zu den Städten mit dem stärksten Preiserhöhungen. Lübeck verzeichnete einen Anstieg der Quadratmeterpreise zwischen 2015 und 2018 um 41,1 Prozent. Dennoch ist dort der Einstieg in Wohneigentum bei Altbauten eher günstig. Pro Quadratmeter Wohnfläche müssen 2122 Euro bezahlt werden. 2015 waren es aber erst 1504 Euro. In Rostock sind die Preise der Altbauten um 38,6 Prozent auf 2800 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Erheblich günstiger kommen Käufer dagegen in Bremerhaven, Chemnitz, Salzgitter, und Gelsenkirchen in den Altbau. Hier kostet der Quadratmeter in der Regel weniger als 1100 Euro.