Airbus

Zweitgrößter A380-Kunde will Leasingvertrag nicht verlängern

Ob Singapore Airlines auch die Leasingverträge seiner weiteren Superjumbos auslaufen lassen will, ist noch nicht entschieden.

Berlin/Hamburg.  Der Flugzeugbauer Airbus muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Singapore Airlines kündigte am Mittwoch an, den im Oktober 2017 auslaufenden Leasingvertrag für seinen ersten Airbus A380 nicht zu verlängern. Über die Verträge der anderen vier A380-Maschinen, die SIA als Erstkunde 2007 übernahm, werde man später entscheiden, sagte ein SIA-Sprecher.

Singapore Airlines hat derzeit insgesamt 19 Maschinen des Typs in seiner Flotte. Airbus hatte im Juli die Produktion des Großraumflugzeugs gedrosselt, sich aber optimistisch zu dessen langfristigen Aussichten geäußert. Ein Airbus-Sprecher kommentierte die SIA-Pläne nicht, zeigte sich aber zuversichtlich für die Marktchancen von gebrauchten A380-Maschinen.

Airbus hatte zuletzt mit einer Pannenserie des Militärfrachters A400M sowie neuen Verzögerungen beim Langstreckenjet A350 zu kämpfen. Dies sorgte für Sonderlasten von fast 1,4 Milliarden Euro.

In Hamburg werden nicht nur Teile des A380 gefertigt, hier erfolgt auch die Lackierung und die Montage der Innenausstattung. Für einen Teil der Airbus-Kunden ist Hamburg auch Standort für die Übergabe des größten Passagierflugzeugs der Welt.