DNV GL

Norweger wird neuer Chef für Schiffs-TÜV

Die Niederlassung der Prüf- und Klassifizierungsgesellschaft DNV GL in Hamburg

Die Niederlassung der Prüf- und Klassifizierungsgesellschaft DNV GL in Hamburg

Foto: DNV GL

Remi Eriksen rückt an die Spitze des norwegischen Konzerns DNV GL. Von weltweit 16.000 Mitarbeitern arbeiten 1450 in Hamburg

Oslo/Hamburg. Die norwegische Prüf- und Klassifizierungsgesellschaft DNV GL bekommt einen neuen Vorstandschef: Der Aufsichtsrat des Konzerns ernannte den 47-Jährigen Remi Eriksen zum Nachfolger von Henrik O. Madsen, der nach neun Jahren an der Spitze Anfang August wie geplant in den Ruhestand geht.

DNV GL ist aus dem Zusammenschluss der Prüfgesellschaft Det Norske Veritas und des Hamburger Schiffs-TÜVs Germanischer Lloyd hervorgegangen und beschäftigt weltweit rund 16.000 Mitarbeiter. Etwa 1450 von ihnen arbeiten in Hamburg, wo sich auch das Hauptquartier der Schifffahrtssparte befindet.

Der Konzern überprüft weltweit nicht nur die Sicherheit von Containerschiffen oder Massengutfrachtern, sondern berät auch die Öl- und Gasindustrie sowie die Betreiber von Windparks.

Eriksen kündigt Investitionen an

Mit dem neuen Konzernchef Eriksen setzt DNV GL vor allem auf Kontinuität. Der Norweger ist schon seit 22 Jahren für die Gruppe tätig und hat in führenden Positionen in den Bereichen Öl & Gas, im maritimen Sektor und im Bereich Erneuerbare Energien gearbeitet.

Begonnen hat Eriksen seine Karriere beim norwegischen Militär, studierte im Anschluss Computerwissenschaften. Neben seiner Muttersprache spricht er auch Dänisch, Norwegisch und Englisch. Seine Deutschkenntnisse werden im Lebenslauf als „konversationssicher“ angegeben.

Direkte Auswirkungen auf Hamburg dürfte der Führungswechsel nicht haben. Der neue Chef kündigte allerdings generell Investitionen in allen Bereichen an: „Mir ist es sehr wichtig, dass wir weiterhin in unsere Mitarbeiter, Forschung & Entwicklung und Innovation investieren, um neue Denkansätze und Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden und der Gesellschaft zugutekommen.“

Aktuell stehen nach Eriksens Worten vor allem die maritime Branche und die Öl- und Gasindustrie vor großen Herausforderungen. Das werde auch DNV GL zu spüren bekommen. Selbst in einem schwierigen Marktumfeld bestehe aber ein Bedarf nach Expertenrat und Service. Positiv würden sich der Energiesektor und das Zertifizierungsgeschäft entwickeln.