Osram

Glühbirnen-Hersteller will an die Börse

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Osram bereitet sich auf Börsengang vor. Siemens-Tochter will zukünftig in der ersten Liga der deutschen Unternehmen spielen.

München. Der Börsengang ist für den Herbst geplant. Da dürfen Dehen, sein Chief Operating Officer (COO), wie die ehemalige Nummer eins bei Osram, Martin Goetzeler, nun heißt, und Finanzchef Klaus Patzak vor der Veröffentlichung des Börsenprospekts praktisch nichts zu Zahlen und Strategien erzählen.

Die selbstbewusste Aussage macht deutlich, dass der frühere Chef der Energiesparte bei Siemens an etwas anderes als Deutschlands erste Unternehmensliga für Osram gar nicht gedacht hat. Börsenexperten halten dies auch durchaus für ein realistisches Ziel. Der weltweite Lichtmarkt stehe „sicher vor einem dramatischen und disruptiven Wandel, den man in den letzten 30 Jahren nicht gesehen hat“, räumte Dehen ein. Er spielte damit sowohl auf den technischen Umbruch von der Glühlampe zur immer weiter verbreiteten hochmodernen LED-Technik an, als auch auf die Konkurrenz vor allem aus Asien, die auf diesen stark wachsenden Markt drängt. „Es wird eine neue Marktstruktur geben“, weiß Dehnen. Osram habe aber „schon immer mit solchen Themen umgehen können“, betont Goetzeler.

Wenn es technisch wird oder die Sprache auf die Osram-Geschichte kommt, überlässt Dehen seinem COO das Wort. Der 49-jährige Betriebswirt Goetzeler leitete seit 2005 die Geschäftsführung der Osram GmbH. In die zweite Reihe hinter Dehen zurückzutreten, sei „keine leichte Entscheidung“ gewesen, räumte er ein. Der Börsengang sei aber „eine spannende Aufgabe, bei der ich dabei sein wollte“

(dpa)