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Die Zocker: MobileBits möchte die Spielebranche aufmischen

Sie wollen nur spielen. Das war schon in der Schulzeit so. Damals zogen sich Karsten Wysk, Benjamin Nitschke, Boje Holtz und Leif Griga stundenlang in den elterlichen Keller zurück, um sich am Computer zu messen - beim Programmieren. 1996, mit knapp 18 Jahren, brachten die Freunde ihr erstes Spiel heraus. Ein "Jump-and-Run", ähnlich wie "Super Mario". Es wurde direkt in den Vertrieb aufgenommen.

Die Leidenschaft für das Zocken am Computer blieb, doch machten sie daraus ihre Profession. 2009 gründeten sie MobileBits mit Hauptsitz in der Schanze. Neben Spielen mit Titeln wie "Zombie Party" oder "Soulcraft", die mit bis zu vier Leuten wie eine Art Brettspiel auf dem iPad gespielt werden können, hat sich das Unternehmen vor allem auf die Entwicklung einer Multiplattformtechnologie spezialisiert: der Delta-Engine. Sie soll es ermöglichen, dass Spiele auf allen Betriebssystemen anwendbar sind. Egal, ob man das iPhone mit iOS4 oder ein anderes Smartphone mit dem sich rasant verbreitenden Android-System besitzt. Dabei arbeiten sie mit Microsoft zusammen und wurden in deren Gründerinitiative "Unternimm was" aufgenommen.

Auf der Cebit feiern die Spielmacher von MobileBits eine doppelte Premiere. Zum einen ist es ihr erster Messeauftritt, zum anderen werden sie dort Delta-Engine vorstellen. Ein Heimspiel wird es allemal, schließlich sind sie in Hannover aufgewachsen. Ein Standortwechsel kommt für sie aber nicht infrage. "Hamburg bietet uns das perfekte Umfeld", sagt Geschäftsführer Karsten Wysk. "Die Stadt ist in jedem Fall das deutsche, wenn nicht sogar das europäische Zentrum der Spieleszene." Das soll sie bleiben. Dafür, ist sich Wysk sicher, wird auch MobileBits sorgen.