Bank of America und Goldman Sachs

Aktien von US-Großbanken fallen nach Wikileaks-Drohung

Foto: dpa

Die Börse zeigt, wie heikel die Ankündigung von Wikileaks-Chef Julian Assange ist, Geheimdokumente zu einer US-Bank zu veröffentlichen.

New York. Nach den jüngsten Wikileaks-Drohungen gegen eine ungenannte US-Großbank sind die Aktien der Bank of America und von Goldman Sachs stark unter Druck geraten. Die Papiere der Bank of America, der größten US-Bank, standen in der Nacht zum Mittwoch bei Börsenschluss in New York mit mehr als drei Prozent im Minus.

Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hatte in einem am Montag veröffentlichten Interview Enthüllungen über eine US-Großbank für Anfang des kommenden Jahres angekündigt. 2009 hatte er in einem Interview gesagt, Wikileaks besitze massenhaft Dokumente der Bank of America. Ob ein Zusammenhang zwischen beiden Aussagen besteht, ist bisher aber unklar.

Die Aktien von Goldman Sachs verloren bis Börsenschluss in New York 1,75 Prozent. Assange hatte in dem Interview am Montag die US-Investmentbank namentlich erwähnt.

Der gebürtige Australier bestätigte aber nicht, dass der neue Enthüllungscoup die Bank betreffen werde. Assange hatte in dem Interview gesagt, die Enthüllungen könnten „eine oder zwei Banken in die Tiefe reißen“. Zudem könnten Ermittlungen und Reformen im Bankensektor angestoßen werden.