Übernahme MS Deutschland

Geschwister Deilmann geben Mehrheit an Reederei ab

Die Münchner Familienholding Aurelius hat die Mehrheit am ZDF-Traumschiff „MS Deutschland" übernommen.

Neustadt. Die Aurelius Industrieholding AG aus München übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der Reederei Peter Deilmann . Die Münchner Familienholding hält damit auch die Mehrheit am ZDF-Traumschiff „MS Deutschland", die der Reederei gehört.

Man sei froh, nach stürmischen Monaten einen sicheren Hafen bei einem langfristigen Investor gefunden zu haben, sagte Reederin Hedda Deilmann . Wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation und den Folgen eines Brandschadens auf dem Kreuzfahrtschiff „Deutschland“ benötigte das Familienunternehmen zusätzliches Kapital. Die Aurelius AG werde die Kapitalbasis von Deilmann mit einem zweistelligen Millionenbetrag stärken. Der langfristige Betrieb der „MS Deutschland“ als Traumschiff im Luxussegment sei gesichert, sagte der Vorstandsvorsitzende der Aurelius AG, Dirk Markus.

Die Reederei Deilmann hatte im Sommer 2009 für ihre Flusskreuzfahrtsparte Insolvenz anmelden müssen, weil die Buchungen aus Großbritannien und den USA als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise ausgeblieben waren. Durch die Insolvenz hatte das Unternehmen rund die Hälfte seines Umsatzes verloren. Im Sommer 2010 mussten mehrere Reisen des Hochseekreuzfahrtschiffes „Deutschland“ abgesagt werden, nachdem ein Feuer im Maschinenraum einen Schaden in Höhe von rund zwei Millionen Euro angerichtet.

Das Familienunternehmen Deilmann erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Das Unternehmen wird seit dem Tod von Firmangründer Peter Deilmann im November 2003 von seinen Töchtern, den Zwillingsschwestern Gisa und Hedda Deilmann geführt.