Gute Praktika, schlechte Praktika - die Kriterien

Was macht ein gutes Praktikum aus? Und wann ist ein Praktikum nicht zielführend? Gerhard Winkler , Berliner Bewerber-Berater und freier Journalist, zählt sieben wichtige Punkte auf, die ein gutes Praktikum ausmachen, und nennt sieben Kriterien, bei denen man aus gutem Grund das Praktikantenhandtuch werfen sollte.

Was ein gutes Praktikum ausmacht

1. Das Praktikum ist als ständiges Programm eingebettet in betriebliche Prozesse.

2. Dein Einsatzbereich ist genau definiert.

3. Du hast einen zuständigen Betreuer/ Ansprechpartner, der Fragen beantwortet.

4. Die Aufgaben wechseln und decken deine Interessensschwerpunkte ab. Du wirst mit echten Aufgaben aus dem betrieblichen Alltag beschäftigt.

5. Es erfolgt eine aufgabengerechte Beurteilung während des Praktikums.

6. Am Ende wird dir ein umfangreiches und aussagefähiges Praktikumszeugnis ausgestellt, in dem deine Leistungen, Erfolge und Fähigkeiten aufgeführt sind.

7. Die Vergütung ist dem Arbeitsaufwand und den Aufgaben angemessen.

Und nein sagen solltest du, wenn . . .

1. . . . du mehr lernen würdest, wenn du bei "Won Ton" zwei Monate Wokpfannen scheuerst.

2. . . . du auf dem Stuhl von jemandem sitzt, den man sonst für den Job regulär entlohnt hätte.

3. . . . man sich dort nach fünf Tagen immer noch wundert, daß du um 8.59 Uhr auftauchst und um neue Aufgaben bettelst.

4. . . . deine Arbeitgeber entdeckt haben, daß du dich nicht wehren kannst.

5. . . . drei Tage genug waren, um dir zu beweisen, daß du durchhältst.

6. . . . du das Sylt-Wochenende oder eine Einladung abgesagt hast, weil du schon wieder das ganze Wochenende arbeiten mußt und du den Gesichtsausdruck von Familie und Freunden nicht mehr ertragen kannst.

7. . . . Steve Jobs von Apple Computers auf deine Voice Box gesprochen hat: "Du hast den Job in Cupertino!"

Auf www.jova-nova.com gibt Gerhard Winkler viele Tips rund um Bewerbungen, Lebenslauf und Vorstellungsgespräche für Praktikanten und Jobsuchende.