Pandemie

Corona-Impfung: Was es mit #allesindenArm auf sich hat

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Ein Mitarbeiter der Corona-Impfaktion bereitet Biontech Dosen vor. (Archivbild).

Ein Mitarbeiter der Corona-Impfaktion bereitet Biontech Dosen vor. (Archivbild).

Foto: dpa

Auf Twitter trendet der Hashtag #allesindenArm. Dahinter steckt eine Pro-Impf-Aktion, bei der Nutzer persönliche Erfahrungen schildern.

Berlin. Die Impfquote in Deutschland ist zu niedrig: Noch immer haben viele Menschen Bedenken, sich gegen Corona impfen zu lassen. Angesichts steigender Infektionszahlen mahnen Expertinnen und Experten an, die Impflücke möglichst schnell zu schließen, um die vierte Welle noch brechen zu können. Auf Twitter ist nun eine Pro-Impf-Aktion gestartet: Unter dem Hashtag #allesindenArm berichten Nutzerinnen und Nutzer, weshalb sie sich gegen Corona haben impfen lassen.

Auch zahlreiche Prominente, Politikerinnen und Politiker beteiligen sich an der Aktion. Die Beweggründe, die in den Tweets genannt werden, sind zum Teil sehr eindringlich.

"Vor zwei Jahren bin ich schwer an Krebs erkrankt und konnte nur Dank guter medizinischer Versorgung überleben", schrieb Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) unter dem Hashtag. "Ich möchte, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet und weiter allen Menschen helfen kann."

Eine Assistenzärztin schilderte unmittelbare persönliche Erfahrungen mit Covid-19: "Ich [...] habe mich im Dienst mit Corona infiziert, bevor es Impfstoffe gab." Trotz jungen Alters sei sie zwei Wochen lang mit Sauerstoff stationär behandelt worden. "ich will das nie wieder erleben! Lasst euch impfen!"

Smudo von den Fantastischen Vier verlieh seinem Tweet wiederum einen lockeren Anstrich - und gestand: "Ich habe mir schon krasseres Zeug als dieses Biontech reingepfiffen."

Auch der Pianist Igor Levit, der Wetterexperte Jörg Kachelmann und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) berichteten unter dem Hashtag von ihrer Impfung:

Der Name der Kampagne erinnert an die Aktionen #allesdichtmachen und , welche die Corona-Politik der Bundesregierung kritisierten und zum Teil impfkritische Positionen vertraten. Auch dabei waren viele prominente Gesichter vertreten, wie beispielsweise der Schauspieler Jan-Josef Liefers, Wotan Wilke Möhring und Volker Bruch.

(raer/mit dpa)