Pandemie

Biontech: Booster nötig? So lange schützt die Impfung

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Biontech: So lange schützt die Impfung – Wann Booster nötig?

Biontech: So lange schützt die Impfung – Wann Booster nötig?

Foto: Sven Hoppe / dpa

Wie lange hält der Schutz des Corona-Impfstoffs von Biontech? Firmen-Gründer Uğur Şahin bezieht klar Stellung – und macht Hoffnung.

Berlin. 
  • Egal bei welchem Corona-Impfstoff: Der Schutz vor einer Infektion nimmt mit der Zeit ab
  • So auch beim Vakzin der Firma Biontech
  • Auf Dauer ist daher eine Booster-Impfung nötig – doch wann lässt der Schutz eigentlich nach?

Auch die vierte Corona-Welle hat Deutschland schwer getroffen. Täglich infizierten sich zum Teil mehr als 100.00 Menschen neu mit dem Virus, die Inzidenz erreichte nie gekannte Höchstwerte.

Die Wucht der vierten Welle, sie lässt sich nur zum Teil darauf zurückführen, dass nach wie vor rund ein Viertel der Bevölkerung nicht geimpft ist. Denn längst stecken sich nicht mehr nur Ungeimpfte mit Corona an, auch wenn die Gruppe noch immer den Löwenanteil an Neuinfektionen bestreitet. Auch die Erkrankungen unter Geimpften nehmen wieder zu.

Biontech-Impfung: Wann der Impfschutz nachlässt

Das liegt nicht etwa daran, dass die Impfstoffe von Moderna, Biontech und Co. nicht schützen würden. Vielmehr ist es so, dass der Impfschutz – wie bei vielen Impfungen üblich – mit der Zeit nachlässt. Die Firma Biontech kann inzwischen auch sagen, ab wann das der Fall ist.

"Daten aus der klinischen Prüfung zeigen, dass Antikörperspiegel etwa ab dem siebten, achten oder neunten Monat nach der Impfung beginnen, zu sinken, sodass es auch zu einer Ansteckung kommen kann", sagte Biontech-Chef Uğur Şahin der "Bild am Sonntag" über seinen Impfstoff. Lesen Sie dazu auch: Biontech – So drastisch senkt der Booster das Corona-Risiko

Biontech-Chef: Booster stellt Imfpschutz wieder her

Wer nun als Biontech-Impfling hektisch durch den Kalender blättert, kann noch einmal innehalten. Denn sinkender Antikörperspiegel bedeutet nicht, dass der Impfschutz abrupt von einem auf den anderen Tag verschwindet. "Wir beobachten auch, dass bei einer Ansteckung die Krankheitsverläufe bei Geimpften in der Regel moderat sind und es selten zu schweren Verläufen kommt", so Şahin in der "Bams".

Zudem zeigten Studiendaten, dass ein Booster den Impfschutz wieder erhöht. Das gelte auch gegen die hochansteckende Omikron-Variante. Tatsächlich hatten zuletzt Studien aus Israel, wo der überwiegende Teil der Bevölkerung mit Biontech-Impfstoff geimpft beziehungsweise geboostert wird, dass die Auffrischungsimpfung relativ schnell den Impfschutz erhöht und vor Hospitalisierung, schwerem Covid-19-Verlauf oder gar Tod schützt.

Da Omikron aber viel ansteckender ist, als alle bisherigen Corona-Varianten, ist der Impfschutz bereits vor Ablauf der von Biontech angegebenen sieben bis Monate nicht mehr ausreichend. Booster-Impfungen sind daher inzwischen deutlich früher möglich. (pcl)

Dieser Artikel ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.