Osterbräuche

Weshalb Sie in der Karwoche kein frisches Hemd tragen sollen

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Drei klassische Bräuche zum Osterfest

Drei klassische Bräuche zum Osterfest

Eierfärben, Eiersuche und Co. An Ostern gibt es verschiedene Traditionen. Der Ursprung dieser Bräuche liegt meist viele Jahre zurück.

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Osterfeuer, Ostereier und Osterhase zählen zu den bekannten Traditionen an den Feiertagen. Doch auch unbekanntere Bräuche halten sich.

Berlin. 
  • An den Kar- und Ostertagen gibt es viele Bräuche
  • Die meisten davon sind bekannt, andere jedoch eher nicht
  • Warum Sie etwa in der Karwoche kein frisches Hemd tragen sollen

Am Gründonnerstag wird an das letzte Abendmahl Jesu erinnert, Karfreitag seines Todes am Kreuz. Karsamstag ist Grabesruhe, und Ostersonntag die Auferstehung – das ist die Bedeutung der Tage rund um Ostern.

Einige Traditionen wie Osterhase, Ostereier oder Osterfeuer sind bekannt. Doch es gibt auch unbekanntere Bräuche. Weshalb darf man etwa in der Karwoche auf keinen Fall ein frisches Hemd tragen, und wieso ist das Graben von Löchern tunlichst zu vermeiden?

Ostern: In der Karwoche nicht in der Erde graben

Die Zeit vor und an den Feiertagen nutzen, um endlich den Garten aus dem Winterschlaf zu erwecken? Besser nicht. Eine Tradition besagt, dass das Wühlen in der Erde in der Karwoche und besonders an Karfreitag die Totenruhe stirbt – und somit die Grabruhe Jesu. Vor allem das Pflügen und Graben ist daher dem Brauchtum zufolge tabu.

Der Karfreitag ist in Deutschland ein stiller Feiertag. Daher gilt auch vielerorts das immer wieder diskutierte Tanzverbot. Wer etwa in Baden-Württemberg an Karfreitag in der Öffentlichkeit tanzt, riskiert ein saftiges Bußgeld.

Verbot von frischen Hemden in der Karwoche

Im Mittelelbischen Wörterbuch ist festgehalten, dass dem Volksglauben zufolge besonders bei der Kleiderwahl in der Karwoche Obacht geboten ist: Wer ein in der Karwoche gewaschenes Hemd trägt und dann krank wird, muss "mit dem baldigen Tod" rechnen, heißt es in dem Lexi

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Eine genaue Begründung dafür gibt es nicht – es könnte hier einen Zusammenhang zwischen Buße in der Karwoche und dem Konzentrieren auf das Gebet (anstatt auf Hausarbeit und Körperpflege) geben. Denn so war es laut dem Wörterbuch ebenso strengstens verboten, in der Karwoche Wäsche zu waschen. Aber auch wer in der Karwoche Erbsen kochte, konnte laut dem Mittelelbischen Wörterbuch mit baldigem Tod rechnen.

Karfreitag und Gründonnerstag: Backen und Brezeln essen

Im Handwörterbuch des Aberglaubens gibt es noch einige weitere Regeln für die Karwoche. So ist immerhin "am Karfreitag gut backen. Das dann gebackene Brot ist heilig; wer davon isst, wird selig." Wer am Karfreitag oder Gründonnerstag Brezeln isst, der soll zudem das ganze Jahr von Fieber verschont bleiben – ob das auch bei einer Corona-Infektion hilft, ist allerdings unbekannt.

"Die Mädchen müssen nüchtern von den Bretzeln essen, die ihnen die Burschen nachts um 12 Uhr ins Fenster reichen, dann bekommen sie das Fieber nicht. So lange die Karfreitagsbretzel nicht schimmelt, bleibt der Geber treu", heißt es im Wörterbuch des Aberglaubens. (raer/bef)