Pandemie

Schweiz: Hunderte Briten flüchten heimlich aus Quarantäne

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Bundesweiter Impfstart gegen Corona

Bundesweiter Impfstart gegen Corona

Am Sonntag nach Weihnachten hat das erste von sechs Impfzentren in Berlin eröffnet. Wie viele Menschen man gegen SARS-Cov-2 impfen kann, hängt davon ab, wie viel Impfstoff demnächst zur Verfügung steht. Es wird keine Impfpflicht geben, betonte die Berliner Gesundheitssenatorin.

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Britische Touristen in der Schweiz müssen in eine zehntägige Quarantäne – doch manche ließen sich die Maßnahme nicht gefallen.

Verbier. In der Schweiz haben sich Hunderte Briten kurz nach ihrer Ankunft der angeordneten Quarantäne widersetzt und sind stattdessen heimlich abgereist. Vor Weihnachten seien in Verbier 420 Gäste aus Großbritannien, darunter auch dort lebende Schweizer, registriert worden. Etwa 50 hätten das Land umgehend wieder verlassen. Von den 370 anderen sei am Sonntag weniger als ein Dutzend noch da gewesen.

Wie Jean-Marc Sandoz, Sprecher der Gemeinde Bagnes, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag berichtete, hätten Hoteliers in dem Skiort Verbier im Kanton Wallis die Flucht der Touristen bemerkt, weil vor den Zimmertüren abgestellte Frühstückstabletts nicht angerührt worden seien.

Aus Quarantäne geflohene Briten meldeten sich aus Frankreich

„Wir verstehen ihre Wut“, kritisierte auch Sandoz selbst die plötzliche Quarantänepflicht für Anreisende aus Großbritannien. "Da saßen Familien mit kleinen Kindern plötzlich auf 20 Quadratmetern fest“, sagte Sandoz. „Das war nicht auszuhalten.“ Die Gemeinden hätten keine Hilfe bekommen, um die Bestimmungen umzusetzen.

Einige der abgereisten Gäste hätten sich daraufhin aus Frankreich gemeldet. Im Nachbarland seien die Skistationen zwar geschlossen - allerdings sei es den britischen Touristen zumindest gestattet, sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten. Die Gemeindeverwaltung habe sich für die Gäste anfangs auch um Rückflüge bemüht, aber als klar war, dass nur einsteigen darf, wer nachweislich zehn Tage Quarantäne absolviert hat, hätten die Betroffenen abgewunken.

Hotspot? Skiort Verbier leidet unter aktueller Situation

Die Flüge aus Großbritannien waren erst ab dem 20. Februar gestoppt worden. Aufgrund einer neuen Anordnung müssen allerdings alle seit dem 14. Dezember Eingereisten rückwirkend für zehn Tage ab Ankunftsdatum in Quarantäne. Nach Angaben der Behörden gab es seit dem 14. Dezember 92 Flüge aus Großbritannien mit geschätzt 10.000 Menschen an Bord. Laut Sandoz seien viele davon heimkehrende Schweizer gewesen, die gar nicht in den Skistationen zu finden waren.

Traditionell kommen rund ein Fünftel der Touristen in Verbier aus Großbritannien - deshalb war der 9000 Einwohner große Ort plötzlich als vermeintlicher Corona-Hotspot verschrien. „Viele Schweizer haben ihren Urlaub dann abgesagt“, sagte Sandoz. Momentan hätten die Hotels nur eine Auslastung von 30 bis 40 Prozent - normalerweise habe Verbier in dieser Woche 50.000 Gäste.

Sandoz fürchtet allerdings langwierige Folgen: Zum einen sei er nicht sicher, ob britische Gäste überhaupt zurückkehren werden - zum anderen seien bereits Anfeindungen gegenüber Schweizern mit britischer Abstammung bemerkbar.