Enthüllungsdoku

In TV-Doku: Peter Madsen gesteht U-Boot-Mord an Journalistin

Der Däne Peter Madsen in seinem U-Boot „Nautilus". Er wurde für den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Däne Peter Madsen in seinem U-Boot „Nautilus". Er wurde für den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt.

Foto: Hougaard Niels / dpa

In einer neuen Fernsehdokumentation hat der U-Boot-Bauer den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall gestanden.

Berlin. Der wegen der Ermordung der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hat erstmals seine Schuld eingestanden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. In einer am Mittwoch ausgestrahlten TV-Dokumentation antwortete der 49-Jährige am Telefon auf die Frage, ob er die junge Frau im August 2017 getötet habe, mit „Ja“. „Es gibt nur einen Schuldigen, und das bin ich“, fügte er hinzu, nachdem er während des gesamten Verfahrens die Tat bestritten hatte.

Die 30-jährige Kim Wall war am 11. August nach einem Treffen mit Madsen auf dessen selbstgebautem U-Boot „Nautilus“ als vermisst gemeldet worden. Madsen behauptete zunächst, er habe sie nach einer Havarie sicher an Land gebracht.

Mord an Journalistin: Gericht erklärt Peter Madsen für schuldig

Als ihre Leichenteile in der Ostsee gefunden wurden, sagte er, Wall sei bei einem Unfall an Bord ums Leben gekommen und er habe ihre Leiche im Meer entsorgt. Später änderte er seine Version nochmals und sagte, Wall sei nach einem plötzlichen Druckabfall an Bord gestorben.

Das Gericht in Kopenhagen befand jedoch den dänischen Erfinder schuldig, Wall sexuell missbraucht, ermordet und zerstückelt zu haben, und verurteilte ihn im April 2018 zu einer lebenslänglichen Haftstrafe. Ein Antrag auf Berufung scheiterte. (afp/ba)