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Allergien: Gefährliche Ambrosia-Saison hat begonnen

Die Ambrosia-Hochsaison ist im August und September.

Die Ambrosia-Hochsaison ist im August und September.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Die Ambrosia-Pflanze breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Sie hat ein hohes Allergiepotenzial und kann zu Asthma führen.

Berlin. Wer zurzeit mit Allergien zu kämpfen hat und sich fragt, warum es gerade jetzt besonders schlimm ist, könnte hier eine Antwort finden: Die Ambrosia-Saison hat begonnen. Das Kraut hat wesentlich mehr Allergiepotenzial als Gräserpollen und breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Die Blütezeit von Ambrosia ist von Mitte Juli bis zum ersten Frost. Saisonhöhepunkte sind August und September.

In dieser Zeit klagen Allergiker über typische Allergiesymptome wie Heuschnupfen, aber auch Bindehautreizungen und sogar Asthma. Bei dem Genuss von Lebensmitteln wie Bananen, Melonen, Paprika und Petersilie kann es zu Kreuzallergien kommen. Bei einem direkten Kontakt mit der Pflanze besteht die Gefahr von Hautentzündungen.

Allergien und Ambrosia: Brandenburg und Bayern besonders betroffen

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Bekannt ist sie auch unter „Aufrechtes Traubenkraut“, „Beifußblättriges Traubenkraut“ und im englischen Sprachraum als „Ragweed“. Das Kraut kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen.

Es stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht. Heute kommt es besonders in Ungarn, Italien, der Schweiz und Frankreich vor. In Deutschland ist die Pflanze lange nur unbeständig aufgetreten. Seit einige Zeit ist sie jedoch besonders in städtischen Gebieten vermehrt zu finden. In Brandenburg und Bayern gibt es besonders große Ambrosia-Bestände.

Ambrosia: Das sind die charakteristischen Merkmale

Laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sind folgende Merkmale charakteristisch für die Beifuß-Ambrosie:

  • Keimblätter und erste Laubblätter in kreuz-gegenständiger Blattstellung
  • doppelt fiederteilige Blätter, die an der Ober- sowie an der Unterseite grün gefärbt sind
  • behaarter Stängel, der sich im Herbst rötlich verfärben kann
  • die männlichen Blütenstände befinden sich traubenartig am Ende der Triebe (daher der Name: Traubenkraut)
  • Stängel sind oft stark verzweigt, abhängig von der Konkurrenzsituation

Pflanzen nur mit Handschuhen entfernen

Bei der Entfernung von Ambrosia sollte darauf geachtet werden, die Pflanzen nur mit Handschuhen anzufassen. Die sicherste und einfachste Methode ist das Ausreißen der Pflanzen mitsamt der Wurzel. Wird die Wurzel nicht mitentfernt, können sich in kurzer Zeit neue Blüten und Samen bilden.

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Blüht die Pflanze bereits, sollte bei der Entfernung eine Feinstaubmaske getragen werden, damit keine Pollen eingeatmet werden. Während kleinere Bestände, von bis zu hundert Pflanzen, selbst entfernt werden können, sollte bei größeren Beständen das Landratsamt bzw. die Stadtverwaltungen kontaktiert werden. (msb)