Covid-19-Pandemie

Sommerwetter und Corona-Krise: Was wir am Wochenende dürfen

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Kontaktsperren in der Corona-Krise: Diese Regeln gelten jetzt

Kontaktsperren in der Corona-Krise- Diese Regeln gelten jetzt

Abstand halten und Kontakte weiter reduzieren: Auf diese Regeln haben sich Bund und Länder geeinigt, um Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen.

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In Deutschland wird das Wochenende frühsommerlich, viele Menschen dürfte es trotz Corona ins Freie ziehen. Die Behörden sind alarmiert.

Offenbach. Hoch „Keywan“ bringt milde Luft aus dem Süden und beschert Deutschland das erste frühsommerliche Wochenende des Jahres. Entlang des Rheins erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag Höchstwerte von bis zu 22 Grad. Fast überall im Land dürfte die Sonne scheinen und Menschen ins Freie locken – trotz Beschränkungen wegen der Corona-Krise.

„Der Zustrom der kalten Luft hat inzwischen nachgelassen, und an diesem Wochenende verlagert sich das Hoch von Westeuropa nun Richtung Mitteleuropa“, so eine DWD-Meteorologin in Offenbach. Während es am Samstag in der Osthälfte Deutschlands mit 8 bis 14 Grad noch verhältnismäßig kühl ist und sich die Sonne erst im Laufe des Tages gegen die Wolken durchsetzt, steigt in der Westhälfte die Temperatur bereits auf 13 bis 17 Grad.

Sonnenschein und Coronavirus: Behörden sind alarmiert

Am Sonntag und vor allem am Montag wird in vielen Regionen die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Am Montag können es bei viel Sonne sogar 23 Grad werden. Nur ganz im Nordosten bleibt das Thermometer bei 14 Grad stehen. Selbst nachts gibt es ab Dienstag zunächst keinen Frost mehr. In den meisten Regionen gehen die Temperaturen gerade einmal auf 9 bis 2 Grad zurück.

Politiker, Behörden und Kommunen mahnen jedoch eindringlich, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen einzuhalten und auf Aufenthalte im Freien zu verzichten. Vielerorts wurden die Parkplätze beliebter Ausflugsziele und Naherholungsgebiete daher gesperrt.

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Corona-Krise: Polizei sperrt Sehenswürdigkeiten am Rhein

Um mögliche Ausflügler fernzuhalten, riegelt beispielsweise die Polizei im Rheingau die Zufahrten zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten ab. Geschlossen sind das Kloster Eberbach, die Schlösser Vollrads und Johannisberg sowie das Niederwalddenkmal oberhalb der Stadt Rüdesheim, wie das zuständige Polizeipräsidium in Wiesbaden mitteilte. Zudem werden sämtliche öffentlichen Parkplätze gesperrt.

In den engen Gassen der Touristen-Hochburgen und an den Ausflugszielen am Rhein könnte andernfalls der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden, begründete die Behörde die Maßnahme. In Frankfurt/Main will die Polizei mit einer Drohne kontrollieren, dass sich in den Parks nicht zu viele Menschen aufhalten und das schöne Frühlingswetter genießen.

Covid-19-Pandemie: Was wir noch dürfen – und was nicht

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet appellierte an die Menschen, das Kontaktverbot weiter einzuhalten. „Lassen Sie jetzt nicht nach. Lassen Sie uns gemeinsam weiter durchhalten. Nur so können wir Leben retten und schützen“, sagte der CDU-Politiker auf Twitter.

Aber welche Auflagen gelten eigentlich im Freien? Ein Überblick zu den bundesweiten Regelungen wie der Kontaktsperre:

Ansammlungen von mehr als zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten sind untersagt
• Im Freien mindestens 1,5 Meter Abstand halten zu anderen Menschen.
Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind untersagt, ebenso in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften.
Erlaubt sind weiterhin die Fahrt zur Arbeit, Sport alleine draußen (Joggen zum Beispiel), Spaziergänge mit dem Hund sowie die Betreuung Hilfsbedürftiger. (küp/dpa)