Kinderspielzeug

Ohne Geschlecht: Diese Barbie soll Kinder schützen

Diese Puppen tragen lange oder kurze Haare, Rock oder Hose.

Diese Puppen tragen lange oder kurze Haare, Rock oder Hose.

Foto: Mattel

Blond und Minirock? So sieht die neue Barbie nicht mehr aus. Matell verfolgt mit den geschlechtsneutralen Puppen ein besonderes Ziel.

El Segundo. Der Spielzeughersteller Mattel hat geschlechtsneutrale Barbies auf den Markt gebracht. Das Ziel sei es, Kinder von Stereotypen zu lösen, sagte das Unternehmen. Seit Donnerstag sind die Puppen für rund 40 Euro online bestellbar.

Die sogenannten Creatable-World-Puppen haben abnehmbare Perücken. Die Kinder können somit entscheiden, ob eine Barbie langes oder kurzes Haar haben soll. Auch die Outfits bestehen sowohl aus Kleidern als auch aus Hosen.

Nachfrage nach geschlechtsneutralem Spielzeug ist gestiegen

„Wir haben gehört, dass Kinder nicht möchten, dass ihre Puppen von Geschlechtsnormen bestimmt werden“, sagte Kim Culmone, verantwortlich für Modepuppendesign bei Mattel.

barbie wird 60- eine schönheitsideal feiert geburtstagEinige Eltern und feministische Anhänger argumentierten, dass die geschlechtsspezifische Vermarktung von Kinderspielzeug die Ambitionen von Mädchen einschränkt und traditionelle Stereotypen verstärkt. Die wachsende Zahl von Kindern, die sich als Transgender identifizieren, hat auch die Nachfrage nach geschlechtsneutralem Spielzeug erhöht.

Die geschlechtsneutralen Puppen würden allen Kindern erlauben, sich frei zu fühlen, erklärte Culmone. „Spielzeug ist ein Spiegelbild der Kultur. Und da die Welt die positiven Auswirkungen der Inklusivität feiert, war es für uns an der Zeit, eine Puppenlinie zu entwickeln, die in keine Schublade gehört“, sagte sie weiter.

92 Prozent der US-Mädchen besitzen eine Barbie

Die Barbie-Puppe, die im Jahr 1959 zum ersten Mal im Badeanzug und mit hohen Absätzen auf den Markt kam, wurde in der Vergangenheit regelmäßig als Beispiel für ungesunde weibliche Stereotypen angeführt. Nicht zuletzt wegen der unnatürlichen Körperproportionen.


Das Unternehmen reagierte in den letzten Jahrzehnten bereits und brachte Barbies mit verschiedenen Hauttönen auf den Markt sowie übergroße und hijabtragende Modelle. Die neuen Puppen kosten knapp 40 Euro. Heute besitzen 92 Prozent der US-Mädchen zwischen drei und zwölf Jahren eine Barbie. (rtr)