Klimaschutz-Gegner

Autofans gründen Facebook-Gruppe „Fridays For Hubraum“

Klima-Demo: Deshalb streiken mehr als eine Million Deutsche
Beschreibung anzeigen

Die Klimaschutz-Gegner sammeln in kurzer Zeit Hunderttausende Mitglieder. Ihre Gruppe wimmelt von rechtspopulistischen Posts.

Berlin. Auf Facebook hat eine Gruppe, die sich als Gegenbewegung zu den Klimaaktivisten von Fridays for Future versteht, in wenigen Tagen Hunderttausende Mitglieder gesammelt: Sie nennt sich „Fridays For Hubraum“.

Nach Aussage der Administratoren will die Gruppe, die laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ von Autofans gegründet wurde, „dem überhand nehmenden Klima-Wahn mit Spaß entgegentreten“. Deutschland könne nicht „auf Kosten von tausenden Arbeitsplätzen die Welt retten“, schrieben sie.

„Fridays For Hubraum“ sammelt 290.000 Mitglieder

Das erste Ziel sei, mehr Mitglieder zu haben als die offizielle Facebook-Seite von Fridays for Future Deutschland. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, wurde dieses Ziel schnell erreicht. Die Mitgliederzahl der Gruppe sei bis Mittwochmittag auf knapp 290.000 Mitglieder gewachsen.

Das sagen die Klima-Demonstranten zu höheren Flugpreisen
Das sagen die Klima-Demonstranten zu höheren Flugpreisen

Einer der Administratoren schrieb laut „Bild“ in einem Beitrag, er wolle mit Hilfe der Gruppe „diese Klimahysterie beenden“. Und weiter: „Wir wollen unsere Autos weiter fahren. So wie wir das möchten. Ohne CO2 Steuer (sic), Fahrverboten (sic), Umweltzonen oder sonstigen Kopflosen (sic) Entscheidungen.“

Facebook-Gruppe geht nach rechtspopulistischen Posts und Morddrohungen offline

Die geschlossene Gruppe, die Mitglieder nur nach Prüfung des Facebook-Accounts aufnimmt, ging allerdings wenig später offline. Denn die Diskussionen in der Gruppe seien zunehmend von Rechtspopulisten und AfD-Anhängern dominiert worden, es habe sogar Aufrufe zum Mord an der Ikone der Klimaschutzbewegung Greta Thunberg gegeben, wie die „Bild“ berichtet.

In einem Post schrieben die Administratoren demnach, die Gruppenregeln würden von vielen Mitgliedern nicht berücksichtigt. „Unter anderem werden Morddrohungen ausgesprochen, fragwürdige Texte gepostet. (...) Von Rechtem Gedankengut (sic) mal ganz abgesehen. Deshalb räumen wir auf! So geht das nicht.“

Mittlerweile sind mehrere geschlossene und öffentliche „Fridays For Hubraum“-Gruppen bei Facebook online. Ob sie mit den Gründern der ursprünglichen Gruppe im Zusammenhang stehen, ist unklar.

Was den Klimaschutz-Gegnern bitter aufstoßen dürfte: Am Mittwoch teilte die Right-Livelihood-Stiftung in Stockholm mit, der Alternative Nobelpreis gehe in diesem Jahr an Greta Thunberg. (mbr)