Betrug

Facebook: „CamperT6“-Fake-Gewinnspiel täuscht VW-Fans

Ein Fake-Gewinnspiel auf Facebook weckt falsche Hoffnungen mit mehreren VW Camper T6.

Ein Fake-Gewinnspiel auf Facebook weckt falsche Hoffnungen mit mehreren VW Camper T6.

Foto: EIBNER/EXPA/Juergen_Feichter / imago/Eibner Europa

Angeblich gibt es auf Facebook mehrere VW Camper T6 zu gewinnen. Doch Vorsicht: Das Gewinnspiel ist ein Fake. Woran man das erkennt.

Berlin. Es klingt verlockend, ist aber fiese Täuschung: Auf Facebook teilen derzeit wieder Zehntausende Nutzer ein Fake-Gewinnspiel, das fünf VW Camper T6 als vermeintlichen Preis verspricht. Doch zu gewinnen gibt es absolut nichts – außer für den Seitenbetreiber.

„Wir feiern unseren Jahrestag! Deshalb besteht die Chance fünf(5x) VW T6 Camper im Wert von je 74.999 Euro zu Gewínnen!“, heißt es dort in schlechter Orthografie. Alles, was man dafür tun müsse, sei den Beitrag zu teilen und das Wort „Danke“ als Kommentar zu hinterlassen.

Volkswagen ist nicht verantwortlich für das Gewinnspiel, es geht den Machern wohl einzig und allein um das Sammeln von Daten. In der Vergangenheit wurden viele große Konzerne Opfer solcher „Fake-Gewinnspiele“. Reisen ins Disneyland, überschüssige iPhone von Apple, einen Porsche – ständig kann man alles gewinnen.

„VW Camper T6“-Gewinnspiel auf Facebook ist ein Fake

„Das Gewinnspiel ist nicht seriös und täuscht die Teilnehmer“, urteilt das Aufklärungsportal „Mimikama“. Es entspreche nicht den Kriterien von Facebook und nutze gefälschte Elemente. Schon die Aufforderung des Teilens verstoße gegen die Richtlinien des Netzwerks.

„Mimikama“ erklärt außerdem, woran man sonst noch erkennt, dass Gewinnspiele Fakes sein könnten:

  • Nutzer werden zum Teilen und Liken gezwungen
  • Keine Adresse oder Telefonnummer angegeben
  • Es gibt kein (glaubwürdiges) Impressum
  • Fotos tauchen andernorts im Netz bereits auf
  • Seite existiert erst sehr kurz
  • Keine Teilnahmebedingungen

Wie schützt man sich davor, auf Fakes reinzufallen?

Immer genau prüfen, wer dahinter steckt. Bei Facebook, Twitter und Instagram haben offizielle Accounts einen Haken hinter dem Namen – so weiß jeder, dass Posts auch wirklich von Britney Spears, Angela Merkel, Opel, Sony oder dem ADAC kommen – für alle Firmen und Prominenten gibt es diese Verifizierungsmöglichkeit.

Auch ist auffällig, wenn die Qualität der Fotos schlecht ist oder die Seiten keine oder nur wenige Fans haben. Denn das weist darauf hin, dass sie erst kürzlich gegründet worden sind.

Warum gibt es Fake-Gewinnspiele?

Während die Teilnehmer leer ausgehen, lohnen sich Fake-Gewinnspiele für die Seitenbetreiber auf vielfache Weise. Eine vergleichsweise harmlosere Variante sei das sogenannte Likefarming, bei dem die Fans einer Seite künstlich in die Höhe getrieben werden, um sie später heimlich weiterzuverkaufen.

Einige Fake-Gewinnspiele fordern auch dazu auf, Adressdaten preiszugeben und per Link zu bestätigen. Dahinter versteckt sich dann ein Partnerprogramm, das einen anschließend entweder mit Werbung bombardiert oder – im schlimmsten Fall – in eine Abo-Falle gelockt hat. Der Betreiber des Fake-Gewinnspiels kassiert dafür Provision.

Immer wieder Ärger mit Fake-Gewinnspielen

Dass Facebook-Nutzer auf solche Tricks reinfallen, passiert immer wieder. So täuschte etwa die Seite „Caravan Liebhaber“ User mit einem Fake-Gewinnspiel. Auch ein „Tiny Home“ wurde in einem Fake-Gewinnspiel auf Facebook als Lockmittel verwendet.Ebenso täuschten die „Campingfreunde“ Facebook-User.

Hier hat „Mimikama“ alle Fake-Gewinnspiele aufgelistet.

(cho)