U-Boot

Mordverdächtiger Kapitän lässt psychische Untersuchung zu

Peter Madsen hat selbst ein U-Boot gebaut, auf dem die Journalistin Kim Wall ums Leben kam.

Peter Madsen hat selbst ein U-Boot gebaut, auf dem die Journalistin Kim Wall ums Leben kam.

Foto: SCANPIX DENMARK / REUTERS

Der Tüftler und U-Boot-Kapitän Peter Madsen will sich psychologisch untersuchen lassen. Gegen den Dänen läuft ein Prozess wegen Mordes.

Kopenhagen.  Der dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen ist wegen des Mordes an der Journalistin Kim Wall angeklagt. Nun hat der Kapitän einer psychischen Untersuchung zugestimmt.

Die Untersuchung könne damit ambulant und ohne Zwangseinweisung geschehen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen am Montag dem Fernsehsender TV2. Vor Gericht hatte Madsen eine solche Untersuchung Anfang September noch verweigert. Sie besteht unter anderem aus Gesprächen mit Psychologen, Ärzten und Sozialarbeitern.

Dem Erfinder wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall in seinem selbstgebauten U-Boot getötet, ihre Leiche dann zerstückelt und sie ins Wasser geworfen zu haben. Madsen selbst spricht von einem Unglück: Wall sei das schwere Luk des U-Boots beim Aussteigen auf den Kopf gefallen. Er gab zu, die Leiche ins Wasser geworfen, nicht aber, Arme, Beine und Kopf abgetrennt zu haben. (dpa)