Seenot

Spektakuläre Hilfsaktion: Fallschirmspringer retten Segler

Fallschirmspringer des 920. Rescue Wing machen sich zum Absprung über dem Atlantik bereit.

Fallschirmspringer des 920. Rescue Wing machen sich zum Absprung über dem Atlantik bereit.

Foto: Mark Borosch

Hunderte Kilometer vom Festland geraten zwei deutsche Segler in Seenot. Die Air Force der USA rettet sie in einer spektakulären Aktion.

Cocoa Beach.  Zwei deutsche Segler in Seenot sind von amerikanischen Fallschirmspringern mitten im Atlantik gerettet worden. Vater und Sohn waren am Wochenende 800 Kilometer vor dem amerikanischen Festland, als ihre Segeljacht in Brand geriet, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) berichtet. Der 48-jährige Sohn trug schwere Brandverletzungen davon.

Per Satellitentelefon hatten die beiden Segler Angehörige in Bremerhaven angerufen. Diese alarmierten die Feuerwehr. Die Seenotleitung Bremerhaven leitete den Notruf schließlich an Kollegen in Miami weiter. Dort ging gleichzeitig ein automatisierter Notruf ein.

Die Luftwaffe muss helfen

Wegen der großen Entfernung zum Festland bat die Küstenwache Miami die US-Luftwaffe um Hilfe. Soldaten der 920. Rescue Wing, einer Such- und Rettungsabteilung, flogen zur Unglücksstelle. Mit medizinischer Ausrüstung und einem Rettungsboot sprangen dort fünf Fallschirmspringer der Einheit in den Atlantik.

Die „Nord Nightingale“, ein Containerschiff aus Singapur, das in die Nähe der Schiffbrüchigen umgeleitet worden war, schickte ein Rettungsboot. Die Fallschirmspringer brachten die beiden Segler mit dem Boot zum Schiff. Per Helikopter wurden sie in ein Krankenhaus in Orlando gebracht.

Insgesamt waren 80 Menschen an der Rettungsaktion beteiligt. „Es ist immer besorgniserregend, wenn jemand über dem Atlantik abspringt“, sagte Captain Dan Morgese, Kommandeur des Flugzeugs. „Wir trainieren dafür, es hat alles gut funktioniert.“ Wenn es einen Tag für eine solche Aktion gegeben habe, sei es dieser gewesen. „Das Wetter war perfekt“, sagte Morgese.

Die Ursache des Feuer ist noch unklar. Laut den Seglern könnte der Brand im Maschinenraum ausgebrochen sein. (tma)