Unfall

Familie muss nach Gülle-Unfall ihr Cabrio verkaufen

„Shit happens“: Nach dem Gülle-Unfall hat der Besitzer sein Cabrio nicht sauber bekommen. Obwohl er Profi-Wagenreiniger ist.

„Shit happens“: Nach dem Gülle-Unfall hat der Besitzer sein Cabrio nicht sauber bekommen. Obwohl er Profi-Wagenreiniger ist.

Foto: Polizei Dachau / dpa

Nach einem Gülle-Unfall ist das Cabrio nicht wieder sauber geworden. Den Dreck musste der Besitzer mit dem Schraubenzieher wegkratzen.

Altomünster.  Vom Bauern gab es eine volle Ladung Gülle, von der Polizei die süffisante Bemerkung „Shit happens“: Gilbert Mezhrahid und seine Tochter haben sich von ihrem stinkenden Bad noch nicht erholt.

Beide waren vor einer Woche in einem Cabrio unterwegs, als ihnen ein entgegenkommender Landwirt mit einem Güllefass auswich – und die stinkende Gülle im Wagen verteilte. Jetzt muss Mezhrahid sein geliebtes Auto verkaufen, wie er dem „Münchner Merkur“ erzählte.

Landwirt soll Gülle-Opfer angeschrien haben

„Im ersten Moment dachte ich, es sei Wasser“, berichtet Gilbert Mezhrahid. „Sekunden später habe ich realisiert, dass wir in Gülle gebadet wurden.“ Der Landwirt habe sie nach dem Unfall nur angeschrien und gesagt, dass sie sich wegen den paar Spritzern Gülle „nicht so haben sollten“, zitiert die Zeitung Mezhrahids Tochter.

Tatsächlich leidet sie dem „Merkur“ zufolge aber eine Woche später immer noch unter Kopfschmerzen. Auch die Haare würden immer noch stinken.

Familie bekam Cabrio nicht mehr sauber

Laut Polizei war der Deckel des Güllefasses nicht ordnungsgemäß verschlossen. Fotos zeigen, wie dreckig das Auto nach der Gülle-Dusche war. Fahrer und Tochter waren „gebräunt und brauchten eine Dusche“, sagte ein Polizeisprecher am Montag: „Shit happens.“

Dem Wagen half eine Dusche allerdings nicht weiter. „Die Gülle ist so hart, die müsste ich mit dem Schraubenzieher wegkratzen“, erzählte Gilbert Mezhrahid der Zeitung. Er bekam das Cabrio nicht mehr sauber – obwohl er professioneller Wagenreiniger ist.

Ein Austausch der betroffenen Fahrzeugteile kann sich die Familie nicht leisten. Sie wird das Auto nun verkaufen müssen, sehr zum Kummer von Mezhrahid: „Wenn ich den Wagen sehe, weine ich.“ (jha)