Wetter

Sturmtief rollt auf Hamburg und den Norden zu

Ein rot glühender Mond geht am 31 August 2015 in Hamburg über dem Hafen auf.

Ein rot glühender Mond geht am 31 August 2015 in Hamburg über dem Hafen auf.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Orkanartige Böen sind an der Nordseeküste möglich. Ein starkes Unwetter in Frankreich hat bereits Tote gefordert.

Offenbach/Hamburg. In Hamburg wird das Wetter Richtung Wochenende eigentlich etwas angenehmer mit höheren Temperaturen und geringerer Regenwahrscheinlichkeit, auch wenn der Donnerstag meteorologisch gesehen noch durchhängen wird. Allerdings rollen auf Norddeutschland auch Stürme und orkanartige Böen zu, die es deutlich ungemütlicher werden lassen können. Schon an diesem Abend dürfte es in Niedersachsen nass-forsch werden. Ein Sturmtief mit orkanartigen Böen wird hier in diesen Stunden erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem aus Richtung Frankreich kommenden Unwetter, dessen Ausläufer voraussichtlich abends über Norddeutschland ziehen sollen.

Über den Brocken im Harz könnten sogar orkanartige Böen hinwegfegen, berichteten die Meteorologen. Auch auf die Nordseeküste sollen Sturmböen von bis zu 95 Kilometern pro Stunde treffen. Regional kann es zu kräftigen Gewittern mit Starkregen kommen. Im Laufe der Nacht zum Donnerstag sollte sich die Lage wieder etwas beruhigen.

Diese Sturmböen haben drei Menschen in der Osthälfte Frankreichs getötet. Ein etwa 60-Jähriger wurde am Mittwoch in der Nähe der Stadt Mâcon nördlich von Lyon von einem losgerissenen Dach erschlagen, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Behörden meldete. Ein weiteres Opfer starb im Umland von Lyon, als ein Baum auf sein Auto krachte.

Beim Einsturz einer Scheune in einem Ort zwischen Dijon und Reims kam ein 92-Jähriger ums Leben. Die Windstöße hatten Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde, für weite Teile Frankreichs gab es Unwetterwarnungen.

Der DWD berichtete aber auch: "Ein Sturmtief über Südengland lenkt vorübergehend feuchtwarme Luft zu uns, bevor heute Abend seine Kaltfront mit wieder etwas kühlerer Luft auf den Nordwesten übergreift." Die Gewitter würden "lokal eng begrenzt" von Starkregen, Hagel und Sturmböen begleitet. "Dabei sind punktuell schwere Gewitter mit schweren Sturm- bis Orkanböen möglich".