Nach Tod des Entertainers

Abschied von Udo Jürgens: Erste Details zu Trauerfeier

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Der am Sonntag verstorbene Udo Jürgens bekommt eine Feuerbestattung. Diese hatte sich der Entertainer gewünscht. Seine Fans müssen sich noch etwas gedulden, bis sie öffentlich Abschied nehmen können.

Berlin/Zürich. Mehr als acht Millionen Fernseh-Zuschauer haben sich bei ARD und ZDF am Montagabend von Entertainer Udo Jürgens verabschiedet. 4,51 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 14,3 Prozent) verfolgten ab 20.15 Uhr die Wiederholung der zwei Monate alten ZDF-Geburtstagsgala zum 80. Geburtstags des Sängers, der am Sonntag in der Schweiz an Herzversagen gestorben war.

Im „Ersten“ sahen zeitgleich 4,18 Millionen (12,7 Prozent) die Wiederholung der Dokumentation „Der Mann, der Udo Jürgens ist“. Auch dieser Film gehörte zu den Programmen, die rund um den 80. Geburtstag der Musikerlegende am 30. September zu sehen gewesen waren.

Unterdessen sind erste Einzelheiten zur Bestattung des Entertainers bekannt geworden. Wie Jürgens Sprecher Thomas Weber am Dienstag ankündigte, werde eine öffentliche Trauerfeier frühestens Mitte Januar stattfinden. „Das muss alles ohne Hektik vorbereitet werden“, sagte Weber. Jürgens‘ Leiche soll eingeäschert werden. Der Künstler habe eine Feuerbestattung verfügt, sagte Weber. Sie solle im engsten Familienkreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Dieser Wunsch möge respektiert werden, sagte Weber.

Es gibt Spekulationen, dass die Urne von Jürgens einen Ehrenplatz am Zentralfriedhof in Wien erhalten könnte. „Das ist eine Option“, sagte Weber dazu.

Jürgens war gebürtiger Österreicher und hatte in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz gelebt. Auch Klagenfurt, der Geburtsort von Udo Jürgens, überlegt, dem Entertainer ein Denkmal zu setzen und den örtlichen Flughafen oder zumindest eine Gasse nach dem wohl berühmtesten Sohn der Kärntner Landeshauptstadt zu benennen.

Biografie bereits in wenigen Wochen auf dem Markt

Eine Biografie des Sängers und Entertainers soll bereits in wenigen Wochen erscheinen. Paul Sahner (70), langjähriger Promi-Reporter der Zeitschrift „Bunte“, ist der Autor. Der Verlag Herder kündigte an, Sahner mache die „menschliche Seite des Mannes sichtbar, der scheinbar nur für die Bühne lebte“. Das Buch mit dem Titel „Merci, Udo!“ soll am 22. Januar 2015 erscheinen.

„Er war ganz anders als die meisten seiner Zunft“, erklärte der Journalist, der Udo Jürgens den Angaben zufolge seit einem halben Jahrhundert begleitete. Der Sänger Peter Kraus (75) würdigte Jürgens am Dienstag und bedauerte zugleich: „Rückblickend gesehen haben wir viel zu wenig Zeit miteinander verbracht, obwohl wir so viel gemeinsam hatten.“

Das Erbe des Entertainers, das in Medien auf 120 Millionen Euro geschätzt wird, dürfte vor allem zwischen seinen zwei ehelichen Kindern Jenny (47) und John (50) sowie die beiden unehelichen Kindern Sonja (49) und Gloria (20) aufgeteilt werden. „Alle vier Kinder sind gleichberechtigt gesetzliche Erben. Die geschiedenen Ehefrauen haben kein Erbrecht“, sagte der Erbrechts-Experte Anton Steiner „Focus Online“.