Provinzhauptstadt Pekanbaru

Siamesische Zwillinge in Indonesien gestorben

Die beiden indonesischen Brüder wurden nur fünf Tage alt. Sie hatten einen Körper mit zwei Köpfen und zwei Herzen.

Pekanbaru. „Meine Babys sind weg. Meine Frau hat die Babys nie in ihren Armen gehalten, und nun sind sie weg“, sagte der 33 Jahre alte Mann aus Indonesien, der erst vor fünf Tagen Vater von siamesischen Zwillingen geworden ist. Er und seine Frau hatten neun Jahre lang auf eigene Kinder gewartet.



Ihre beiden Söhne wogen 3,2 Kilogramm und hatten einen Körper mit zwei Köpfen, zwei Herzen, zwei Armen und zwei Beinen. Sie waren erst am Donnerstag in einer Klinik in der Provinz Riau per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Wegen des schlechten Gesundheitszustandes kamen sie in eine Klinik der Provinzhauptstadt Pekanbaru.


Doch nun versagten lebenswichtige Organe wie Herz und Lunge, sagte der behandelnde Arzt Tubagus Odhi. Die Babys hätten Atemschwierigkeiten gehabt. Der Klinikdirektor hatte schon vor einigen Tagen gesagt, dass es medizinisch unmöglich sei, die Kinder zu trennen. Die Jungen hatten noch keine Namen bekommen.


Siamesische Zwillinge sind äußerst selten. Da etwa drei von zehn siamesischen Zwillingspaaren kurz nachdem sie zur Welt gekommen sind, sterben, gibt es weltweit nur etwa eine Million lebende Paare dieser Art. Die Kinder kommen fast immer per Kaiserschnitt zur Welt, da eine natürliche Geburt zu viele Risiken birgen würde.

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