Der Angeklagte soll von Prominenten private Informationen und Fotos gestohlen haben. Er plädierte vor Gericht auf “nicht schuldig“.

Los Angeles. Ein Amerikaner, dem dutzende Cyberattacken auf Hollywoodstars vorgeworfen werden, hat am Dienstag auf "nicht schuldig“ plädiert. Der 35-Jährige, der Mitte Oktober in Florida festgenommen worden war, muss sich vor Gericht in Los Angeles in einer Anklage wegen Computer-Hacking, Identitätsbetrug und illegaler Telefonüberwachung verantworten. Das Verfahren soll Ende Dezember beginnen, berichtete das Internetportal "Eonline.com“.

Laut Anklageschrift zählen Scarlett Johansson, Christina Aguilera, Mila Kunis und Renee Olstead zu den Opfern. Die Ermittlungen der Bundespolizei FBI liefen unter dem Namen "Operation Hackerazzi“. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Punkten drohen dem Mann 121 Jahre Gefängnis.

Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft hat der Mann über Monate hinweg die E-Mail-Konten und Handys der Stars angezapft. Dabei war es dem mutmaßlichen Hacker gelungen, an Nacktfotos heran zu kommen, von denen einige ins Internet gelangten. Im September waren Nacktfotos von Johansson im Netz aufgetaucht. Die Schauspielerin hatte die Bilder angeblich selbst zu Hause vor einem Spiegel mit einer Handykamera aufgenommen. (dpa)