FBI ermittelt

Hacker stellen brisante Fotos von Johansson und Timberlake ins Netz

Schauspielerin Scarlett Johansson ist wie Sänger Justin Timberlake und Schauspielerin Mila Kunis Opfer von Hackern geworden. Von Johansson kursieren sogar angeblich Nacktfotos im Internet. Der US-Geheimdienst fahndet jetzt nach den Tätern.

Los Angeles. Mit nachbearbeiteten Nacktfotos respektive montierten Erotikbildern mit eigenem Antlitz müssen sich Prominente seit Anbeginn des Internets auseinandersetzen. Jetzt beschäftigt eine Reihe von US-amerikanischen "Celebrities" eine neue Art von Eingriff in die Privatsphäre, die sogar das FBI auf den Plan ruft.

Eines der prominenten Opfer ist die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Scarlett Johansson, von der Hacker angeblich Nacktfotos ins Internet gestellt haben. Schon im März ermittelte die US-Bundespolizei gegen einen Ring von Hackern, die in Handys oder E-Mail-Accounts von rund 50 prominenten Frauen eingedrungen sein sollen, um Fotos und Videos zu stehlen.

"Ich kann bestätigen, dass das FBI eine Serie von Computerzugriffen untersucht, die auf bekannte Persönlichkeiten abzielten“, sagte FBI-Sprecherin Laura Eimiller am Mittwoch der "Los Angeles Times“. Zuvor berichteten mehrere US-Medien, dass die 26-jährige Johansson Opfer von Hackern geworden sei.

Laut der Promi-Website tmz.com zirkulierten im Netz zudem freizügige Fotos der Schauspielerin Mila Kunis und des Sängers und Schauspielers Justin Timberlake. Die Bilder seien bei Dreharbeiten zum Film "Freunde mit gewissen Vorzügen“ entstanden. Eines der Fotos, das Kunis aufgenommen habe, zeige Timberlake mit nacktem Oberkörper auf einem Bett, ein anderes mit einem rosa Schlüpfer über dem Kopf. Zudem kursiere ein Bild von Kunis in der Badewanne, heißt es auf der Website.

Bei Bekanntwerden der ersten Fälle im März meldete das Internet-Portal "The Hacker News“, dass Angreifer oft wenig Mühe hätten, Passwörter von Prominenten herauszufinden . Wenn diese die Empfehlung für die Wahl eines besonders sicheren Passworts missachten, lassen sich Passwort oder Sicherheitsabfrage wegen der ausführlichen Berichterstattung über das Privatleben der Stars oft leicht erraten.

(dpa)