Urteil im Rockerprozess

"Hells-Angels"-Mitglied zu elf Jahren Haft verurteilt

Für den Mord an einem Mitglied der rivalisierenden „Bandidos" ist ein "Hell Angel" wegen Totschlags zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Duisburg. Knapp ein Jahr nach den tödlichen Schüssen im Rockermilieu hat das Duisburger Schwurgericht am Montag ein Mitglied des Motorradclubs „Hells Angels“ zu elf Jahren Haft verurteilt. Die Richter bestraften den Angeklagten wegen Totschlags. Er hatte am Abend des 8. Oktober 2009 ein Mitglied der rivalisierenden „Bandidos“ in Duisburg auf offener Straße erschossen. Die Richter werteten die Tat als „individuelles Finale eines Konfliktes zweier Motorradclubs“ . Täter und Opfer hätten sich am Tatabend wie schon häufig zuvor „feindselig gegenüber gestanden“. Weil beide nicht ihr Gesicht hätten verlieren wollen, sei die Auseinandersetzung schließlich eskaliert.