Menschlich gesehen

Ja, er will

Morgen um 15.30 Uhr wird Daniel Westling, 37, die Stockholmer "Storkyrkan" als provinzieller Beamtensohn aus Ockelbo betreten und sie ein Jawort später als verheirateter Prinz Daniel von Västergötland wieder verlassen - an seiner Seite Prinzessin Victoria.

Alter Schwede, was für eine Karriere! Dabei trug Westling in Stockholms exklusivster Muckibude, dem Balance (Jahresbeitrag rund 7000 Euro), als Fitnesstrainer zunächst mal nur ein großes Stück dazu bei, dass aus dem magersüchtigen Sorgenkind der Königs eine lebensfrohe Partie auf dem adeligen europäischen Heiratsmarkt werden konnte. Vater Carl XVI. Gustaf wollte ihn dafür angeblich zum "Königlichen Hantellieferanten" ernennen, musste dann aber begreifen, dass Victoria sich da schon längst für ebendiesen Bürgerlichen entschieden hatte.

Der gesellschaftliche Aufstieg half dem Trainer, binnen weniger Jahre zum Big Boss einer Kette von Fitnessstudios aufzusteigen. Die langen Haare kamen ab, Baseball-Caps setzte er nur noch in Ockelbo auf, statt seiner gelangweilten Miene trug er Designerbrillen. Und Englisch lernte er, neben all den komplizierten Benimmregeln, die ein Prinzgemahl beherrschen muss. Der Lohn nach Jahren harter Schule: Der Schwiegervater hat ihn leidlich akzeptiert. Doch will der König seine Tochter nicht bis an den Altar heran-, sondern nur bis zur Mitte des Kirchenschiffs führen. Von dort soll Daniel Westling seine Braut dann abholen, gefälligst.