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Handball: Jan Kleineidam feiert, Marius Fuchs muss gehen

Kreisläufer Marius Fuchs (27) kam 2017 aus Bad Schwartau.

Kreisläufer Marius Fuchs (27) kam 2017 aus Bad Schwartau.

Foto: Witters

Der Handball Sport Verein Hamburg trifft vor dem Zweitligaspiel in Coburg eine erste Personalentscheidung.

Hamburg.  Für Jan Kleineidam soll es der Höhepunkt einer Jubelwoche werden: erstes Saisontor beim Heimerfolg gegen Rimpar (28:18), Abschlussprüfung zum Versicherungskaufmann, 21. Geburtstag – und nun geht es zum vermeintlichen Lieblingsgegner nach Oberfranken. „Vergangene Saison habe ich dort mein erstes Zweitligator geworfen. So etwas vergisst man nicht“, sagt der Rückraumlinke des Handball Sport Vereins Hamburg vor dem Duell am Sonnabend (19.30 Uhr/sportdeutschland.tv) beim Tabellenzweiten HSC Coburg.

Damals wie heute findet der Elmshorner nach monatelanger Verletzungs- und Leidenszeit, seiner insgesamt dritten beim HSVH, zurück aufs Spielfeld. „Gegen defensive Abwehrreihen kann ich meine Stärken einbringen“, sagt Kleineidam, der im Stile eines Basketballers dicht an die Deckung herandribbelt, sich dann für die Lücke oder das Abspiel entscheidet. Gegen offensive Abwehrreihen, wie zuletzt bei der 23:24-Niederlage in Aue, blieb der 1,87 Meter große Rechtshänder torlos.

Ergänzungsspieler sind gefragt

Personell treten die Hamburger unverändert an, Finn Wullenweber (22), Jens Schöngarth (30), Dominik Axmann (20/alle Rückraum), Tobias Schimmelbauer (32) und Dominik Vogt (21) fehlen verletzt. Auch deshalb schlägt die Stunde der Ergänzungsspieler. „Unsere Breite ist unsere Stärke. Jeder genießt Vertrauen, gibt sein Bestes. Keiner ist abgehängt“, sagt Kleineidam.

Eine Aussage, die auch Marius Fuchs (27) am Kreis unterstreicht. Dabei ist der Management-Student der Erste, der erfuhr, dass es für ihn in der kommenden Saison nicht beim HSVH weitergeht. Spieler und sportliche Führung haben sich gegen eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus entschieden. Acht weitere Verträge laufen aus, auch Kleineidam, der ein Lehramtsstudium anstrebt, spielt um seinen Verbleib.

Um beim in eigener Halle verlustpunktfreien HSC Coburg (sieben Siege) erfolgreich zu sein, müssten die Hamburger erstmals in dieser Saison gegen ein Top-fünf-Team der Liga punkten, dazu ihre Auswärtsbilanz, zuletzt drei Niederlagen in Serie, aufbessern.