Handball

HSVH-Trainer Jansen tobt nach Niederlage beim Tabellenführer

Torsten Jansen haderte mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft.

Torsten Jansen haderte mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft.

Foto: Witters

Für die dezimierten Hamburger war mehr drin beim Ligaprimus aus Essen. Doch das Jansen-Team ging nur einmal in Führung.

Essen. Nach 47 Spielminuten brach es aus Torsten Jansen heraus. Der Trainer des Handball Sport Vereins Hamburg nahm sich den eingewechselten Kreisläufer Dominik Vogt zur Brust, eine Minute später setzte es für den in der Abwehr schläfrigen Thies Bergemann die Hallo-Wach-Standpauke. Allein es sollte nichts mehr bewirken. Am Ende deutlich mit 28:35 (15:16) verlor der HSVH beim vor 2321 Zuschauern weiterhin in eigener Halle unbesiegten Zweitliga-Tabellenführer. Jansens Ausbruch verriet: Da war mehr drin für dezimierte Hamburger.

„Wir haben uns selbst um die Früchte gebracht“, sagte der Coach. Sein Team habe zu viele Chancen vergeben, „in der Crunchtime nicht genügend Kraftreserven aufbieten können, um dagegenzuhalten“. Müde Beine gleich müder Kopf. Nach den Ausfällen von Tobias Schimmelbauer (Faserriss in der Schulter), Dominik Axmann (Fußbruch) und Finn Wullenweber (Ödem im Rücken) mussten zusätzlich der Rückraumrechte Jens Schöngarth (Schulter) und Abwehroldie Blazenko Lackovic (krank) passen.

Einmal gingen die HSV-Handballer in Führung

Auf 15:10 zogen die Essener bis zur 25. Minute davon. 21 Sekunden später folgte mit der in Halbzeit eins einzigen Parade eines Hamburger Torhüters eine Initialzündung zur Aufholjagd. Aron Edvardsson (nur vier Paraden), der zunächst für Marcel Kokoszka auf die Bank musste, blieb jedoch kein Faktor. Weil auch der TuSEM gegen die offensive 5:1-Abwehr der Hamburger Fehler produzierte, ging der HSVH beim 17:16 (32.) das einzige Mal in Führung.

„Dann haben wir uns im Angriff zu sehr verrannt, auch mir persönlich fehlten eine Viertelstunde vor Schluss zunehmend Kraft und Übersicht“, bekannte Philipp Bauer, mit neun Treffern Hamburgs bester Werfer. Der HSVH verlor damit das vierte Spiel gegen die Top fünf der Tabelle. Am kommenden Sonnabend geht es zum EHV Aue (17 Uhr).

HSV Hamburg: Edvardsson (4 Paraden), van den Beucken (1), Kokoszka – Bauer (9 Tore), Weller (8/1 Siebenmeter), Forstbauer (3), Ossenkopp (2/1), Bergemann, Tissier, Gertges (je 2), Kleineidam, Vogt, Fick.