HSV Handball

Vier Matchbälle für den sicheren Klassenerhalt

Dominik Axmann war mit sechs Toren bester Hamburger Werfer.

Dominik Axmann war mit sechs Toren bester Hamburger Werfer.

Foto: EIBNER/Rene Weissvia www.imago-images.de / imago images / Eibner

Nach dem 23:23 in Hüttenberg fehlt Hamburg nur noch ein Punkt zur Rettung. Trainer Jansen findet die Mentalität des Teams "überragend".

Hamburg. Intern existierte beim Handball Sport Verein Hamburg (HSVH) vor dem 34. Spieltag eine Tabelle, die zeigt, wie viele Punkte die Zweitliga-Abstiegskandidaten im Saisonendspurt noch einheimsen könnten. Zahlreiche Direktduelle machten aus dem verzweigten Tableau eine knifflige Denksportaufgabe. Motto: hätte, wäre, wenn. Nach dem 23:23 (11:12) beim TV Hüttenberg, dem Praxistest vier Runden vor Saisonschluss, gehört das Theorieblatt getrost in den Papierkorb.

Jansen will die Matchbälle nutzen

Weil die Kellerclubs im Abstiegskampf allesamt verloren, reicht den Hamburgern ein weiteres Pünktchen zum rechnerisch sicheren Klassenerhalt. Einzig verbliebene Rivalen sind der Tabellen-17. Großwallstadt und -16. Hagen, die Gegner der letzten beiden Saisonheimspiele. „Wir wollen am kommenden Sonntag gewinnen, genauso wie die Woche darauf und darauf“, blieb sich Trainer Torsten Jansen trotz des emotionalen Last-Minute-Erfolgs in Hüttenberg treu.

Die vier Matchbälle solle das Team nutzen, um die Premierenspielzeit im Handballunterhaus positiv abzuschließen. „Das Selbstvertrauen nehmen wir dann mit rüber in die neue Saison“, so Jansen, der am kommenden Wochenende doppelt feiern möchte. „Freitag und Sonnabend Abschlussprüfung, Sonntag Sieg“, fasste der 42-Jährige zusammen, der vor dem Heimspiel gegen Eintracht Hagen (So., 15 Uhr, Sporthalle Hamburg) in Hennef die Trainer-A-Lizenz ablegt.

Rote Karte wird aufgefangen

Beim Erstligaabsteiger Hüttenberg reichte es wegen starker zehn Schlussminuten noch zum Punktgewinn. Im Spiel nie in Führung und beim 16:20 (48.) mit vier Toren in Rückstand gelegen, kämpften sich die Hamburger mit Tempo und Geschick wieder heran (20:21/53.). Als die Abwehr im Verbund mit Torwart Aron Edvardsson (drei Paraden) nicht so griffig wie in den Vorwochen stand, Torjäger Finn Wullenweber offensiv gedeckt aus dem Spiel genommen wurde und Spielmacher Philipp Bauer für ein grobes Foulspiel die Rote Karte (41.) sah, sprangen andere in die Bresche. Etwa Dominik Axmann (6 Tore/5 Siebenmeter), Jan Forstbauer (5) im Rückraum oder Niklas Weller (4) am Kreis. Den letzten Hüttenberger Angriff Sekunden vor dem Abpfiff parierte dann wieder der zwischenzeitlich auf die Bank rotierte Edvardsson.

„Überragend“, wie Jansen befand, „die Mannschaft ist gefestigt, hat mentale Stärke bewiesen.“ Auf dem Feld – und nicht bloß auf dem Papier.