Hamburg

HSV-Handballer sind reif für den Klassenerhalt

Hamburgs Jan Forstbauer warf drei Tore gegen Coburg (Archiv).

Hamburgs Jan Forstbauer warf drei Tore gegen Coburg (Archiv).

Foto: Witters

Die Zweitligamänner des HSV erreichen mit Überraschungssieg 30-Punkte-Marke. Nun nur noch Spiel gegen die Restzweifel.

Hamburg. Über 4000 Klicks erhielten die im Video festgehaltenen Schlusssekunden des 30:24 (12:13)-Siegs des Handball Sport Vereins Hamburg gegen den HSC Coburg auf der Internetplattform Instagram. Auch Sportsenator Andy Grote, der zeitgleich bei den Meisterfeierlichkeiten der Basketballer der Hamburg Towers in Wilhelmsburg weilte, ließ den Zweitligahandballern online einen Kommentar zukommen. „Klasse!“, hieß es, dazu das Icon eines Arms mit aufgepumpten Bizeps. Motto: Der Aufsteiger lässt im Abstiegskampf die Muskeln spielen, rangiert nach dem Favoritensturz fünf Spieltage vor Saisonschluss als Tabellenelfter sechs Punkte vor der bedrohten Zone der fünf Absteiger.

Spiel gegen die Restzweifel

„Heute können und sollen die Jungs ruhig richtig feiern“, berichtete Trainer Torsten Jansen von seiner Ansprache nach Spielschluss in der Kabine, „aber es ist auch wichtig, richtig mit diesem Sieg umzugehen. Es ist noch gar nichts entschieden, wir brauchen noch Punkte.“ Die 30-Punkte-Marke, die in den vergangenen Saison, als es nur vier Absteiger gab, zum Klassenerhalt auf Rang 15 ausreichte, hat der HSVH durchbrochen. In der aktuellen Verfassung spielt das Team am Sonnabend in Hüttenberg sowie in den Heimspielen gegen die Kellerclubs Hagen (19. Mai) und Großwallstadt (1. Juni) nur noch gegen die Restzweifel.

Im Muskelspiel vor 3081 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg, wo der HSVH seit Februar ungeschlagen ist, bewies der Außenseiter gegen den Aufstiegskandidaten „Steherqualitäten“, wie es Kapitän Lukas Ossenkopp ausdrückte. Immer auf Augenhöhe mühten sich die Hamburger im zweiten Spielabschnitt 24 Minuten lang vergeblich, sich mit zwei Toren abzusetzen. Beim 25:23 (54.) war der Bann aus zuvor frei vergebenen Chancen gebrochen, beim 27:24 (57.) spielte sich das Team endgültig in einen Rausch. Eine erneut starke Abwehr sowie ein fehlerhafter Gegner (zwölf Ballverluste) waren die Grundlage.