Basketball

Towers feiern fünften Heimsieg der Saison

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Alexander Berthold und Rainer Grünberg
Justus Hollatz und  Johannes Richter von den Towers kämpfen mit Konstantin Konga und Kamari Murphyum den Ball.

Justus Hollatz und Johannes Richter von den Towers kämpfen mit Konstantin Konga und Kamari Murphyum den Ball.

Foto: Witters

Die Towers taten sich gegen die Frankfurt Skyliners zuerst in der Verteidigung schwer. Zum Ende des ersten Viertels lief es rund.

Hamburg. Die Freude war groß bei den Profis der Hamburg Towers, als sie am späten Sonnabend ein letztes Mal auf dem Court zusammen kamen, und nach dem ungefährdeten 98:70 (31:18, 22:20, 21:14, 24:18)-Sieg gegen die Frankfurt Skyliners ihren Schlachtruf „Yes, Sir!!!!“ riefen. Mit dem neunten Saisonsieg untermauerte die Mannschaft von Trainer Pedro Calles die Play-off-Ambitionen in der Basketball-Bundesliga (BBL). Die erfolgreichsten Werfer gegen die Hessen waren Kameron Taylor mit 20 Punkten und Terry Allen (19). „Das war ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben uns schnell eine Führung erspielt und diese weiter ausbauen. Deshalb können wir sehr zufrieden sein“, lobte Allen.

Mehr Zugriff in der Verteidigung zum Ende des ersten Viertels

Personell konnten die Towers nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die langzeitverletzten Hendrik Drescher (20, Reha nach Kreuzbandriss) sowie der in der vergangenen Woche am Knie operierte Hans Brase (27) fehlten im Aufgebot. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem zunächst die defensiven Mechanismen nicht greifen wollten. Erst zum Ende des ersten Viertels bekamen die Towers mehr Zugriff in der Verteidigung. Und das führte dazu, dass die Hamburger ihren offensiven Rhythmus fanden.

Vor allem von jenseits der Dreipunktelinie lieferten die Gastgeber ein Feuerwerk ab. In den ersten zehn Minuten trafen die „Türme“ sieben ihrer elf Versuche (64 Prozent) aus der Distanz. Für das Highlight sorgte Forward Jordan Swing, der mit Ablauf der Spielzeit einen „Dreier“ verwandelte. So konnten sich die Hamburger eine komfortable 13-Punkte-Führung (31:18) erspielen.

Die Hamburger dominierten die Partie gegen die Frankfurter nach Belieben

Und das heiße Händchen der Towers-Spieler kühlte nur unwesentlich ab. Die Hamburger dominierten die Partie gegen die Frankfurter nach Belieben. Stark im Rebound, griffig in der Verteidigung und mit kluger Wurfauswahl. Mit der Überlegenheit schlichen sich aber auch immer wieder unnötige Ballverluste ein. Nachdem die Skyliners zu Beginn des zweiten Viertels einen kleinen 6:0-Lauf starteten, nahm der zunehmend unzufrieden wirkende Towers-Trainer Calles eine Auszeit, um mehr Konzentration seiner Profis einzufordern. Und die Spieler hörten offenbar gut zu. Die Hamburger konnten dafür sorgen, dass der Frankfurter Lauf ein Ende fand.

In der Folge entwickelte sich zunehmend eine Partie, die zwischenzeitlich einem Drei-Punkte-Contest bei einem Allstar-Game glich. Allein in der ersten Hälfte nahmen die Towers 20 Würfe aus der Distanz, von denen elf in den Korb flogen (55 Prozent Trefferquote). Das sorgte dafür, dass die Gastgeber mit einer 53:38-Führung in die Kabine gehen konnten.

Die Towers fanden in der Schlussphase wieder ihr heißes Händchen

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Towers die Partie, die nicht mehr so temporeich und wild war, wie noch im ersten Durchgang. Der Play-off-Aspirant, bei dem Center Johannes Richter (27) sein Heimdebüt feierte, baute die Führung gegen die Hessen zu Beginn des dritten Viertels auf 22 Punkte (64:42) aus.

Mit diesem komfortablen Vorsprung ließen es die Towers im Schlussviertel deutlich ruhiger angehen. Die Towers schonten ihre Kräfte, fanden aber in der Schlussphase wieder ihr heißes Händchen. Für den spielerischen Höhepunkt sorgte Center Maik Kotsar, der mit einem krachenden Dunking seine Mitspieler zu Jubelstürmen animierte.

Am Ende feierten die Wilhelmsburger den fünften Heimsieg der Saison.