Basketball

Towers verlieren nach indiskutabler Hälfte gegen den Letzten

Der Mexikaner Jorge Gutierrez (30) feierte gegen Göttingen sein Bundesligadebüt für die Towers.

Der Mexikaner Jorge Gutierrez (30) feierte gegen Göttingen sein Bundesligadebüt für die Towers.

Foto: Witters

Ein starkes Gutierrez-Debüt reicht nicht zum Sieg gegen den Tabellenletzten. Der Neuzugang kam auf 16 Punkte.

Hamburg. Es war ein gewohntes Gefühl, mit dem die Profis der Hamburg Towers vom Court schlichen. Das knappe 87:93 (34:61) gegen den Tabellenletzten BG Göttingen war die sechste Niederlage im siebten Spiel. Eine indiskutable erste Halbzeit kostete den Wilhelmsburger Bundesliga-Aufsteigern am Ende die Partie. Die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit kam letztlich zu spät für die Hamburger. Bester Werfer war der Niederländer Yannick Franke mit 19 Zählern.

Walker fiel wegen Knieprellung aus

Bereits vor dem Spiel gab es schlechte Nachrichten von den Towers. Neben Guard Malik Müller (Außenbandriss im Knöchel) musste kurzfristig auch Tevonn Walker passen. Der Kanadier hatte sich unter der Woche im Training eine Knieprellung zugezogen. Die Augen der 3400 Zuschauer, darunter auch Hamburgs Sportsenator Andy Grote und Ex-HSV-Profi Piotr Trochowski, in der ausverkauften Edel-optics.de Arena waren aber ohnehin auf Jorge Gutierrez gerichtet.

Jorge Gutierrez feierte Bundesliga-Debüt

Der 30 Jahre alte Mexikaner, der vor zwei Wochen verpflichtet wurde, feierte gegen Göttingen sein Bundesliga-Debüt. Und der ehemalige NBA-Star war der einzige Lichtblick bei den Towers. Von Beginn an war Gutierrez das Hirn im Aufbauspiel der Hamburger. Am Ende kam der Neuzugang in 28 Minuten Spielzeit auf 16 Punkte und acht Assists. Es wären womöglich noch mehr hinzugekommen, doch nach einem heftigen Foul von Dominic Lockhardt musste der Neu-Hamburger am Knie behandelt werden und kam im ersten Viertel nicht mehr zum Einsatz. Gut für die Towers: Im zweiten Spielabschnitt konnte der Mexikaner wieder mitwirken.

Die Partie gegen Göttingen, die bis zum Sonnabend auch erst ein Spiel gewinnen konnten, offenbarte, dass allein Gutierrez die Towers nicht zum Klassenerhalt führen kann. Selbst der sonst immer so positive Trainer Taylor wirkte zwischenzeitlich frustriert an der Seitenlinie. Bereits zur Pause lagen die Towers gegen den Tabellenletzten mit 27 Punkten (34:61) zurück. Ein Offenbarungseid. Im ersten Durchgang trafen die Hamburger nur neun ihrer 24 Würfe und waren auch in der Rebound-Statistik deutlich unterlegen (11:21).

Mehr Energie nach Halbzeitpause

In der Halbzeitpause fand Trainer Taylor offensichtlich die richtigen Worte und appellierte an die Ehre seiner Profis. Die Towers kamen mit deutlich mehr Energie und Konzentration aus der Kabine. Ein 16:4-Lauf sorgte im dritten Viertel dafür, dass wieder Leben in der Mannschaft und auf den Rängen herrschte. Den dritten Spielabschnitt konnten die Towers mit 29:9 für sich entscheiden.

Im Schlussviertel stemmten sich die Towers mit Leidenschaft gegen die Niederlage, kamen auf drei Zähler heran (87:90), doch am Ende gingen die Spieler mit der Erkenntnis vom Platz, dass zwei gute Viertel in der Bundesliga nicht ausreicht, um eine Partie zu gewinnen.