Basketball

Towers-Lizenz: "Aufstieg ist nie in Gefahr gewesen"

Die Hamburg Towers um Cheftrainer Mike Taylor jubeln über die Zweitligameisterschaft.

Die Hamburg Towers um Cheftrainer Mike Taylor jubeln über die Zweitligameisterschaft.

Foto: Witters

Geschäftsführer Fischer sieht keine Probleme bei den Auflagen. Zwei Vereine erhalten dagegen keine Spielgenehmigung für die Bundesliga.

Hamburg. Freude auf der Geschäftsstelle der Hamburg Towers am Wilhelmsburger Kurt-Emmerich-Platz 2: Der Verein erhielt per Post die Lizenz für die Basketball-Bundesliga (BBL) und kann damit den sportlichen Aufstieg als Meister der 2. Bundesliga ProA wahrnehmen. Die „auflösende Bedingung“ unter der die Spielgenehmigung erteilt wurde, werden die Towers in der nächsten Woche erfüllen.

Zum 1. Juni wird der geforderte hauptamtliche Jugendtrainer eingestellt, bei Einreichung der Lizenzunterlagen am 15. April war der Vertrag noch nicht aufgesetzt. Zudem muss ein positives Eigenkapital von 250.000 Euro nachgewiesen werden. Die entsprechenden Dokumente sind inzwischen beglaubigt. "In Kürze haben wir sämtliche Auflagen erfüllt. Der Aufstieg ist zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, und wir freuen uns auf die kommende Saison in der Bundesliga", sagt Geschäftsführer Jan Fischer.

Alle anderen finanziellen und technischen Voraussetzungen wie zum Beispiel einen Mindestetat von drei Millionen Euro und eine eigene Trainingshalle hatten die Towers erfüllt. Die Hamburger hatten einen Budget von 3,5 Millionen Euro bei der BBL eingereicht, streben aber einen Etat von fünf Millionen Euro an, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten.

Zwei Clubs erhalten keine Lizenz – mit Folgen für die Towers

Die BBL erteilte insgesamt 17 Lizenzen, dem Bundesliga-16. Eisbären Bremerhaven (unzureichender Eigenkapitalnachweis) und Mitaufsteiger Nürnberg Falcons (fehlender Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und einer Spielstätte) wurden sie verweigert. Dagegen können die Clubs binnen drei Tagen Berufung einlegen. Bremerhaven hat das umgehend angekündigt.

Stand jetzt würde die nächste Saison mit 16 statt wie bisher mit 18 Teams bestritten werden. Als sportlicher Absteiger aus der BBL steht zwei Spieltage vor Abschluss der Punktrunde Science City Jena bereits fest, den Merlins Crailsheim als Tabellen-17. und Vorletzter droht ebenfalls der Gang in die 2. Bundesliga ProA.

Eine Verkleinerung der Liga hatten die Spitzenclubs um Meister Bayern München wegen der zusätzlichen Belastungen in den europäischen Wettbewerben immer wieder gefordert. Für die Towers würde eine 16er-Liga zwei Heimspiele weniger und damit rund 100.000 Euro weniger Einnahmen bedeuten. Das ist in etwa die Summe, die ein durchschnittlicher Bundesligaspieler kostet.