HSV-Transfer

Sakai ist jetzt Kollege von Iniesta und Podolski

Gotoku Sakai darf sich über Pässe von Andrés Iniesta und Lukas Podolski freuen.

Gotoku Sakai darf sich über Pässe von Andrés Iniesta und Lukas Podolski freuen.

Foto: Imago/Philipp Szyza

Für den Wechsel des früheren Kapitäns zu Kobe kassiert der HSV noch eine Ablöse. Vissel-Coach Fink instruiert Sakai vor der Begrüßung.

Hamburg/Kobe. Da wurde wohl jemand zu seinem Glück gezwungen: Der vom HSV aussortierte Japaner Gotoku Sakai ist in seiner Heimat untergekommen und hat dabei ein vergleichsweise großes Los gezogen.

Am Mittwochmittag (Ortszeit) und damit gerade noch vor der Schließung des japanischen Transferfensters hat der 28 Jahre alte Außenverteidiger wie erwartet einen Vertrag bei Vissel Kobe unterschrieben.

Beim Erstligisten spielt Sakai künftig an der Seite der ehemaligen Weltmeister Andrés Iniesta und David Villa (Spanien) sowie Lukas Podolski. Allerdings läuft es bei Kobe derzeit nicht rund, in der J-League kämpft das Team des früheren HSV-Trainers Thorsten Fink gegen den Abstieg.

HSV kassiert noch eine satte Ablöse

Auch für den HSV hat sich das Geschäft offenbar gelohnt – für Sakai, der erst im Mai des ergangenen Jahres seinen Vertrag bis 2020 verlängert hatte, soll der Zweitligist rund 500.000 Euro Ablöse einstreichen.

Sakai war zu Saisonbeginn von Dieter Hecking eröffnet worden, nicht mehr erste Wahl zu sein. Dennoch fand der neue HSV-Trainer noch zu Wochenbeginn lobende Worte für den ehemaligen Kapitän. "Er war immer sehr professionell", sagte Hecking über Sakai.

Boldt lobt Sakais HSV-Identifikation

Ins selbe Horn blies nun noch einmal Jonas Boldt. "Gotoku hat sich stets vorbildlich verhalten, er ist durch und durch Profi und HSVer", wurde der Sportvorstand auf der Homepage zitiert.

"Wir haben seinem Wechselwunsch dennoch entsprochen, auch als Dank für seine große Identifikation mit dem Club und vier Jahre vollen Einsatz für den HSV", sagte Boldt.

Die HSV-Transfers der Saison 2019/20:

Boldt heißt Sakai jederzeit willkommen

Für die Rothosen absolvierte Sakai nach seinem Wechsel aus Stuttgart insgesamt 124 Pflichtspiele in der Ersten (ein Treffer) und Zweiten Liga sowie im DFB-Pokal. Teile der Fans hatten Sakai am Ende der vergangenen Saison allerdings als Sündenbock für den Nicht-Aufstieg ausgemacht.

Auch deshalb setzte Boldt nun noch einmal ein Zeichen und sagte: "Go wird beim HSV stets herzlich willkommen sein und wir wünschen ihm sowohl sportlich als auch privat für die Zukunft nur das Beste."

Fink instruiert Sakai vor Begrüßung

Über die Vertragslaufzeit in Kobe wurde zunächst nichts bekanntgegeben. Dafür zeigte sich Sakais neuer Arbeitgeber rund um die Vorstellung des ehemaligen Nationalspielers und WM-Teilnehmers umso transparenter und veröffentlichte Bewegtbilder von der Begrüßung durch Coach Fink.

"Schön, dass du da bist", sagte Fink in dem entsprechenden Twitter-Video. "Danke, ich freue mich auch", entgegnete Sakai auf Deutsch, ehe der Trainer seinen Schützling auf dessen Grußbotschaft an die Fans einstimmte: "Wir stellen dich vor und du sagst halt 'Ich freue mich, Teammate zu sein und so'."

Sakais erste offizielle Worte im neuen Umfeld lauteten dann schließlich: "Es ist mir eine große Ehre, dieses Mal nach Kobe gekommen zu sein. Ich hoffe, dass ich meine achtjährige Erfahrung in Deutschland in das Team einbringen kann. Ich werde mein Bestes geben."