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Trainer Wolf: Wie Thomas Hitzlsperger den HSV bloßstellte

Bald wieder ARD-Experte? Trainer Hannes Wolf (HSV).

Bald wieder ARD-Experte? Trainer Hannes Wolf (HSV).

Foto: TimGroothuis / WITTERS

DFB leitet Verfahren gegen HSV und Wehen Wiesbaden ein. Böse Spitze im ARD-Studio gegen die HSV-Trainerpolitik.

Hwang könnte gegen Köln auflaufen

Hamburg. Der HSV hofft im Heimspiel am Montag gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr bei Sky und bei abendblatt.de) auf Offensivmann Hee-Chan Hwang. Der Südkoreaner hatte wegen muskulärer Probleme den 3:0-Sieg im DFB-Pokal in Wiesbaden verpasst. Wolf sagte am Mittwoch: „Es ist keine strukturelle Verletzung. Wir müssen von Tag zu Tag sehen.“ In der Innenverteidigung wird aller Voraussicht nach Leo Lacroix für den gesperrten David Bates ins Team rücken. Zum Pokalerfolg sagte der neue HSV-Trainer: „Wir überwintern im Pokal. Das hört sich schon einmal gut an.“

Pyrotechnik: DFB leitet Verfahren ein

Das Abbrennen von Pyrotechnik beim DFB-Pokalspiel des HSV bei Wehen Wiesbaden hat Konsequenzen: Der DFB-Kontrollausschuss wird gegen beide Vereine ein Ermittlungsverfahren einleiten. Denn der Veranstalter haftet bei solch massiven Verstößen mit. Das Spiel war minutenlang unterbrochen worden. Lewis Holtby hatte versucht, die Fans zu beschwichtigen.

„Ich finde das Verhalten und die Vorgehensweise von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck vorbildlich. Durch seine Konsequenz hat er erreicht, dass die Situation nicht eskaliert ist. Wegen des eng gebauten Wiesbadener Stadions waren Gesundheitsgefahren gegeben und die große Mehrheit der Fans war mit der Unterbrechung des Spiels auch einverstanden", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel dem Abendblatt.

Doch wie will der Verband in Zukunft mit den Chaoten umgehen? Grindel: "Der DFB wird jetzt auf die Liga zugehen und über geeignete Maßnahmen sprechen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Entsprechende Konzepte müssen gemeinsam von DFB, DFL und Liga getragen und konsequent umgesetzt werden. Ich sehe das nicht allein als ein HSV-Problem, sondern wir beobachten allgemein diese Fälle, in denen Gewalttäter die Plattform des Fußballs für ihre Zwecke missbrauchen.“

St. Paulianer lost HSV-Gegner aus

Der HSV in der Hand eines St. Paulianers: Blindenfußballer und Schütze beim Tor des Monats der Sportschau Serdal Celebi (FC St. Pauli) lost am Sonntag (4. November, 18 Uhr live in der Sportschau) das Achtelfinale des DFB-Pokals aus.

Der 34-Jährige hatte im September Geschichte geschrieben, als sein Treffer im Finale um die deutsche Meisterschaft zum Tor des Monats gewählt worden war. Celebi wurde diese Ehre als erstem Blindenfußballer zuteil. Die Rolle des Ziehungsleiters übernimmt Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch. Die Begegnungen des Achtelfinals werden erst im kommenden Jahr ausgetragen. Am 5./6. Februar 2019 finden jeweils zwei Spiele um 18.30 Uhr und zwei Partien um 20.45 Uhr statt.

Hannes Wolf bald wieder ARD-Experte?

Gut gemeint ist das Gegenteil von? Richtig: gut. Das war mehr als verräterisch, was ARD-Experte Thomas Hitzlsperger da im Studio mit Alexander Bommes im Gespräch mit dem neuen HSV-Trainer Hannes Wolf sagte. Kaum war Wolf ausgeblendet und die Frage stand im Raum, ob Wolf wohl bei den nächsten großen Turnier ähnlich wie zur WM 2018 in Russland wieder ARD-Experte sein könnte, da sagte Bommes: Als aktiver Trainer werde das ja schwierig für Wolf. Er sei aber willkommen. Und Hitzlsperger: Na ja, beim HSV sei die Wahrscheinlichkeit ja nicht gering, dass Wolf bald wieder Zeit habe für den TV-Job...

Er meinte die statistische Wahrscheinlichkeit. 19 Trainer in zehn Jahren – das hieße bei anhaltender Rauswurf-Geschwindigkeit, dass Wolf bei der EM 2020 (die in halb Europa ausgetragen wird) bedenkenlos wieder eine Tagesfreizeit habe. Ein bisschen peinlich, aber so ist halt das nachhaltige Bild vom HSV.

Lasogga als Fußball-Soap

Pierre-Michel Lasogga soll im Mittelpunkt einer neuen Fußball Soap stehen, die die "Bild"-Zeitung auflegt. "Die Lasoggas – eine fast normale Fußball-Familie" sei auf mehrere Teile ausgelegt, so die Zeitung in einer Ankündigung. Lasogga, dessen Mutter Kerstin seine Managerin ist, wird so zitiert: "Meine Familie ist etwas bekloppt, aber herzlich."

HSV siegt im DFB-Pokal: Die besten Bilder

Ralf Becker über die Pyro-Manen

HSV-Sportvorstand Ralf Becker sagte nach dem 3:0-Sieg im DFB-Pokal über den Auftritt der Mannschaft: "In der ersten halben Stunde haben wir das Spiel gut im Griff gehabt: viel Ballbesitz, viel Kontrolle. Wir sind dann auch verdient in Führung gegangen. Dann war ein Bruch drin. Da war es dann eng." Über Pierre-Michel Lasogga sagte Becker: "Ein Torjäger lebt von Selbstvertrauen und Erfolgserlebnissen. Von daher tut es uns gut, dass er getroffen hat und gibt ihm Auftrieb für die nächsten Spiele.“

Die Pyro-Aktionen, bei denen das Spiel vor dem Abbruch stand, nerven ihn: "Ich weiß auch nicht, ob diesen sogenannten Fans eigentlich klar ist, was sie damit dem HSV antun. Unabhängig davon, dass ein Spiel abgebrochen werden kann, kostet so etwas wahnsinnig viel Geld und ist natürlich auch gefährlich für alle anderen. Das müssen wir in den Griff bekommen." Eine Lösung des Problems hat aber auch Becker derzeit nicht zur Hand: "Wir können ja nicht immer nur hoffen, dass alles unter Kontrolle bleibt."

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hatte die Partie in der 52. Minute für fünf Minuten unterbrochen und mit vorzeitigem Abbruch gedroht. HSV-Mittelfeldspieler Lewis Holtby gelang es, durch eine Kontaktaufnahme zum Fanblock die Situation zu deeskalieren.

Trikotverlosung

Das Hamburger Abendblatt verlost fünf Trikots mit einem besonderen Morsecode – alle handsigniert von den HSV-Profis. Hier können Sie mitmachen.

Topspiel gegen den 1. FC Köln

Am Montag kommt es im Volksparkstadion (20.30 live bei Sky und bei abendblatt.de) zum Topspiel der Bundesliga-Absteiger HSV und 1. FC Köln. Seit fünf Spielen (mit zwei Trainern) ist der HSV ungeschlagene. (zwei Siege, drei Unentschieden). Die Kölner waren zuletzt dreimal sieglos.