Fußball-Ticker

Länderspiel gegen Italien wegen Corona auf der Kippe

Serge Gnabry ist einer der Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2020.

Serge Gnabry ist einer der Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2020.

Foto: imago / Bernd Müller

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Fifa-Kongress in Addis Abeba könnte ausfallen

Der Fußball-Weltverband Fifa prüft aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus' die Ausrichtung seines Kongresses in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. „Wir beobachten die Situation und werden die als angemessen erachteten Maßnahmen gemäß den Empfehlungen der zuständigen Gesundheitsbehörden ergreifen“, teilte die FIFA am Donnerstag mit. Zudem werde berücksichtigt, dass an dem jährlichen Fifa-Kongress immer möglichst alle 211 Mitgliedsverbände teilnehmen sollen. Bislang ist die Generalversammlung in Äthiopien für Anfang Juni terminiert.

Länderspiel gegen Italien absagen?

Die Stadt Nürnberg hält eine eine Absage des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien nicht für ausgeschlossen. Wenn die Entscheidung heute zu treffen wäre, würde die Stadtverwaltung wegen der zu erwartenden Anreise Tausender Besucher aus Italien eine Absage empfehlen, erklärte Sozialreferent Peter Pluschke am Donnerstag. Die Situation könne sich aber binnen einer Woche signifikant ändern.

Eine Sprecherin der Stadt hatte zuvor auf Anfrage erklärt: „Nach heutigen Erkenntnissen ist die Stadt Nürnberg für eine Absage des Länderspiels. Es wird erwartet, dass viele Fans aus dem Risikogebiet Norditalien anreisen.“ Zuvor hatte „nordbayern.de“ darüber berichtet.

Ex-Profi infiziert

Der frühere Wolfsburger Thomas Kahlenberg hat sich auf einer Reise nach Amsterdam mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Dem 36 Jahre alten Ex-Fußballer gehe es den Umständen entsprechend gut, er befinde sich derzeit in Isolation, teilte sein langjähriger Verein Bröndby IF mit. Mehrere Personen, die mit ihm während eines Stadionsbesuchs am Sonntag Kontakt gehabt hätten, seien nun in Quarantäne, darunter mehrere Vereinsvertreter sowie Verteidiger Joel Kabongo und Co-Trainer Martin Retov.

Mario Götze darf hoffen

Der abwanderungswillige (und womöglich nicht mehr gewollte) Mario Götze darf bei Borussia Dortmund auf mehr Einsatzzeit hoffen. Trainer Lucien Favre sagte über Götze, der im Jahr 2020 erst 14 Spielminuten absolviert hat: „Er trainiert sehr, sehr gut. Es ist alles offen. Im Fußball geht es manchmal sehr schnell.“ In der Liga kam der Weltmeister von 2014 bislang zu 13 Einsätzen, davon fünf in der Startelf, und erzielte dabei drei Treffer.

Den Dortmundern fehlt am Sonnabend in Mönchengladbach Marco Reus. Nach dem Spiel im Borussia-Park steht die Champions-League-Begegnung mit Paris Saint-Germain an, danach das Revier-Derby gegen den FC Schalke 04. Sportchef Michael Zorc sagte: "Wir müssen unsere Leistung im Vergleich zum letzten Spiel deutlich steigern.“

Bei Gladbach kann der zuletzt angeschlagene Torjäger Marcus Thuram vermutlich wieder auflaufen.

Ronaldinho: Falscher Pass

Weltfußballer Ronaldinho (39) und sein Bruder sollen mit gefälschten Pässen nach Paraguay eingereist sein. Nach Angaben von Innenminister Euclides Acevedo sollte Ronaldinho zu den Vorwürfen angehört werden. Der Ex-Star hielt sich in der Hauptstadt Asuncion auf, um Werbung für ein Buch zu betreiben. Während einer Razzia im Hotel wurden demnach die gefälschten Papiere gefunden. „Wir ermitteln zudem die Verantwortlichen, die die Einreise mit den gefälschten Papieren ermöglichten“, sagte Acevedo. Dem früheren Starspieler des FC Barcelona und seinem Bruder waren im November 2018 die Reisepässe entzogen worden, weil sie Strafzahlungen in Höhe von 2,3 Millionen Dollar nicht beglichen hatten.

Hansi Flick auf dem Zettel von Premier-League-Clubs

Mit seiner Erfolgsserie beim FC Bayern hat Trainer Hansi Flick Vereine in England auf sich aufmerksam gemacht. An den 55-Jährigen seien „konkrete Anfragen“ aus der Premier League herangetragen worden, schreibt der "Kicker". Flick war in München Anfang November als Nachfolger von Niko Kovac zum Cheftrainer befördert worden. Der Bayern-Aufsichtsrat soll sich bereits für eine Verlängerung von Flicks Vertrags über die laufende Saison hinaus ausgesprochen haben.

WM 2022 in Katar von Corona betroffen

Die Ausbreitung des Coronavirus hat erste Auswirkungen auf die Fußball-WM 2022 in Katar. Der Weltverband FIifa plant die Verschiebung „bevorstehender Qualifikationsspiele in Asien“. Dieser Vorschlag soll den betreffenden Ländern unterbreitet werden, teilte die Fifa nach einem Treffen mit Vertretern des asiatischen Kontinentalverbands AFC mit.

Wolfsburg verbietet Selfies und lässt gründlicher desinfizieren

Der VfL Wolfsburg kündigt für das Heimspiel gegen RB Leipzig am Sonnabend weitgreifende Maßnahmen gegen Corona an. Die üblichen Autogrammstunden fallen aus. Spieler, Trainer und Mitarbeiter sind angehalten, auf Selfies und Autogramme mit den Fans zu verzichten. Die Reinigungsmitarbeiter sollen Geländer und Türklinken noch häufiger desinfizieren.

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Coronavirus: Drastische Maßnahmen

In Italien wurden drastische Maßnahmen beschlossen, um das Coronavirus nicht auf den Fußball übergreifen zu lassen. Der Sportärzteverband empfahl: kein gemeinsamer Torjubel, keine Autogramme, kein Besuch von Diskotheken, keine Umarmungen, Küsse und Händeschütteln. Zudem sollen Fußballer keine Flaschen, Bademäntel, oder Handtücher tauschen. Kontakte zu den Zuschauern sollen vermieden, Mikrofone bei Interviews desinfiziert werden. Kinder dürfen nicht mehr mit auf das Spielfeld laufen.

Die Mixed-Zonen in den Stadien werden gesperrt. US Palermo hat Reisen seiner Fußballer in Richtung Norditalien verboten, wo die Coronavirus-Epidemie ein Zentrum hat. Bis zum 3. April finden alle Spiele der Serie A unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

BVB-Star Haaland schon wieder vor dem Abflug?

Der Vater von Borussia Dortmunds neuem Star Erling Haaland (19) könnte sich die spanische Primera División als künftige Station für seinen Sohn vorstellen. „Man hat uns mit mehr als 100 Teams in Verbindung gebracht, aber sicherlich wäre die spanische Liga eine sehr gute für meinen Sohn, dort spielen große Mannschaften“, sagte Alf-Inge Haaland der spanischen Sportzeitung „AS“. „Aber es lässt sich nicht vorhersagen, ob er dort irgendwann spielen wird“, fügte der Norweger (47) hinzu, der früher selbst Profi unter anderem bei Manchester City war.

Besonders Real Madrid soll Medienberichten zufolge Interesse an dem jungen Torjäger haben. „Madrid lauert und verfolgt jede seiner Bewegungen“, so „AS“. Erling Haaland war in der Winterpause von RB Salzburg nach Dortmund gewechselt, wo er einen Vertrag bis 2024 hat.

Schmähungen gegen Dietmar Hopp: DFL tagt mit Fans

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) tagt an diesem Donnerstag in einer Sondersitzung mit der AG Fankulturen zum Konflikt mit den Fans. Zu den Teilnehmern gehören nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Vertreter der beiden Dachorganisationen, von Fanprojekten sowie von Bündnissen wie „Unsere Kurve“, „Frauen im Fußball“ und „Queer Football Fans“.

Im Mittelpunkt von Schmähungen stand zuletzt immer wieder Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Weil sie sein Konterfei in einem Fadenkreuz-Plakat gezeigt hatten, waren Anhänger von Borussia Dortmund für die nächsten zwei Jahre vom DFB-Sportgericht von Spielen in Sinsheim ausgeschlossen worden.

Abstieg? Bei Werder Bremen soll es "klick" machen

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt glaubt noch an de Klassenverbleib in der Bundesliga. Trotz des Pokal-Aus bei Eintracht Frankfurt (0:2) sieht er dafür Anzeichen: „In wenigen Monaten werden wir den Klassenerhalt feiern“, sagte Kohfeldt. „Wir sind ja keine Opfer.“ Frank Baumann sagte mit Blick auf die Mannschaft: „Wir sind überzeugt, dass es bald “klick' machen wird." In den vergangenen vier Pflichtspielen haben die Bremer kein Tor geschossen.

Bei Hertha am Sonnabend ist wegen einer Vertragsklausel Davie Selke gesperrt. Das hatten sich die Berliner bei seine Wechsel ausbedungen. Bei Ömer Toprak hatte sich der Verdacht auf einen Wadenbeinbruch nicht bestätigt. Toprak zog sich eine Riss-Quetschwunde an der Wade zu und wird in Berlin fehlen.

5,7 Millionen sehen Frankfurt vs. Werder

Im Durchschnitt 5,70 Millionen Zuschauer haben den 2:0-Sieg von Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen verfolgt. Die ARD verzeichnete mit ihrer meistgesehenen Übertragung des Tages einen Marktanteil von 20,3 Prozent. Die 20-minütige Zusammenfassung der Partie zwischen Bayer Leverkusen und Union Berlin (3:1) sahen um 23 Uhr 3,57 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil betrug 20,0 Prozent. Die Liveübertragung des Leverkusener Spiels (18.30 Uhr) bei Sport1 sahen durchschnittlich 1,0 Millionen Fans, sie erreichte einen Marktanteil von 3,9 Prozent.

Dortmunds Giovanni Reyna (17) spielt für die USA

Borussia Dortmunds Ausnahmetalent Giovanni Reyna wird für die Nationalmannschaft der USA auflaufen. „Für mich ist das ganz klar. Ich werde nur für die USA spielen, das ist meine Heimat“, sagte der 17-Jährige den „Ruhr Nachrichten“.

Auch sein Vater Claudio Reyna, der in der Bundesliga vier Jahre für Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg spielte, hatte sich einst für die USA entschieden und mit dem US-Team an vier Weltmeisterschaften teilgenommen. Da dessen Eltern aus Argentinien und Portugal stammen und Giovanni in England aufgewachsen ist, dürfte sich der junge BVB-Profi für eine von vier Nationalmannschaften entscheiden.

Dier dreht durch – Mourinho hat Verständnis

Eric Dier (Tottenham Hotspur) stürmte nach der Niederlage (2:3 i.E.) gegen Norwich City im Achtelfinale des FA Cups auf die Zuschauertribüne und lieferte sich ein Wortgefecht mit Fans. Grund soll eine Auseinandersetzung eines Anhängers mit Diers Bruder gewesen sein, der auch anwesend war. Tottenhams Teammanager José Mourinho äußerte Verständnis für die Reaktion des Nationalspielers. Dier habe etwas getan, „das Profis nicht machen dürfen, aber wahrscheinlich jeder von uns machen würde.“

PSG: Kehrer schüttelt und brüllt

Nach dem Einzug ins französische Pokalfinale flippte Thilo Kehrer (23) aus. Vor dem Interview mit dem vereinseigenen Sender von Paris Saint-Germain schnappte er den Fragesteller am Oberkörper, schüttelte ihn und brüllte: „Finaleeeeeeee!“ Danach beruhigte sich der deutzsche Nationalspieler und analysierte das 5:1 der Pariser gegen Olympique Lyon. „Wir haben gut gespielt. Wir waren wach, wir haben Chancen erspielt und sie genutzt.“

Trainer Thomas Tuchel kommentierte weniger emotional: „Das ist ein außergewöhnliches Ergebnis. Fünf Tore, und das, nachdem wir zurück lagen.“ Eine Woche vor dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Borussia Dortmund war PSG in Rückstand geraten. Drei Tore von Kylian Mbappé, je ein Treffer von Neymar und Pablo Sarabia und eine Gelb-Rote Karte für Lyons Fernando Marçal entschieden die Partie aber zugunsten des Hauptstadtclubs.