Fußball-Ticker

Lange Pokalsperre für St.-Pauli-Stürmer Diamantakos

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Doll mit Nikosia im Playoff der Champions League

Thomas Doll hat als neuer Trainer von Apoel Nikosia gleich seine erste Bewährungsprobe bestanden. Der frühere Coach von Bundesliga-Absteiger Hannover 96 gewann mit dem zyprischen Fußball-Traditionsverein das Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League beim aserbaidschanischen Meister FK Karabach am Dienstag mit 2:0 (1:0). Das Hinspiel in Nikosia hatte Apoel 1:2 verloren und sich danach von Trainer Paolo Tramezzani getrennt.

Stuttgart holt Stürmer Wamangituka

Der VfB Stuttgart hat sich im Werben um Stürmer Silas Wamangituka durchgesetzt. Der 19 Jahre alte Angreifer kommt vom französischen Zweitligisten Paris FC und unterschrieb bei den Schwaben einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. Das teilte der Zweitligist am Dienstag mit.

Mit dem Transfer reagierte der VfB Stuttgart auch auf die Verletzung des neuen Angreifers Sasa Kalajdzic, der sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Offensivspieler Chadrac Akolo hatte den Verein zuvor verlassen.

Bartels am Knie operiert, Beijmo vor Wechsel

Werder Bremens Mittelfeldspieler Fin Bartels ist am Knie operiert worden. Der Eingriff beim 32-Jährigen verlief nach Angaben des Bundesligisten vom Dienstag nach Plan, der Routinier wird aber einige Wochen ausfallen. Zunächst stehen für Bartels Reha-Maßnahmen an. „Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich damit anfangen kann“, sagte Bartels, der sein letztes Pflichtspiel für die Bremer im März beim 3:1-Sieg in Leverkusen absolvierte.

Keine Zukunft mehr in Bremen hat Außenverteidiger Felix Beijmo. Der Schwede, der in den Plänen von Trainer Florian Kohfeldt keine Rolle spielt, steht vor einer Ausleihe in seine schwedische Heimat zu Malmö FF.

Barcelona arbeitet angeblich doch an Neymar-Rückkehr

Der FC Barcelona hat Medienberichten zufolge eine endgültige Offensive zur erneuten Verpflichtung seines früheren Stürmerstars Neymar begonnen. Eine Delegation des spanischen Erstligisten reise dazu am (heutigen) Dienstag zu Gesprächen mit Paris Saint-Germains Sportdirektor Leonardo in die französische Hauptstadt, meldete der katalanische Rundfunksender RAC1. Auf Barça-Seite seien Sportdirektor Eric Abidal, Brasilien-Scout André Cury sowie Vorstand Javier Bordas dabei.

Der katalanische Club biete für den brasilianischen Torjäger 50 bis 100 Millionen Euro sowie mindestens einen Spieler. Eine weitere Möglichkeit sei eine Ausleihe Neymars mit einer verpflichtenden Kaufoption zum Ende der Saison, hieß es. Unbestätigten Medienberichten zufolge verlangt der französische Club für den 27-Jährigen von den "Blaugrana" 100 Millionen Euro sowie obendrauf den Brasilianer Coutinho, den Portugiesen Nelson Semedo und einen weiteren Spieler. An Coutinho soll auch Bayern München interessiert sein.

Neymar war 2017 für die bisherige Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Sein Vertrag beim Team von Trainer Thomas Tuchel läuft noch bis zum 30. Juni 2022. Aber der Brasilianer will PSG wieder verlassen. Barças Erzrivale Real Madrid soll seinerseits PSG 120 Millionen Euro geboten und dem Verein zusätzlich einen Transfer von Weltfußballer Luka Modric in Aussicht gestellt haben.

Spielt St. Paulis Diamantakos erst 2022 wieder im Pokal?

Dimitrios Diamantakos vom FC St. Pauli ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung für drei Pokalspiele gesperrt worden.

Diamantakos war in der 120. Minute des DFB-Pokal-Spiels beim Regionalligaclub VfB Lübeck am Sonntag von Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) des Feldes verwiesen worden. Die Hamburger haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Im besten Fall wäre Diamantakos im Pokal im Halbfinale wieder spielberechtigt – im schlechtesten Fall erst 2022. St. Pauli hatte sich in Lübeck im Elfmeterschießen durchgesetzt.

Argentinien trauert um WM-Final-Torschütze Brown

Argentinien trauert um den früheren Nationalspieler José Luis „Tata“ Brown. Der Weltmeister von 1986 starb am Montag im Alter von 62 Jahren, wie der argentinische Fußballverband bestätigte. Brown hatte die argentinische Nationalmannschaft im Endspiel der WM 1986 in Mexiko gegen Deutschland mit einem Kopfballtreffer in Führung gebracht.

Medienberichten zufolge war Brown an Alzheimer erkrankt und wurde seit Monaten in einem Krankenhaus in La Plata behandelt. „Wir werden dich vermissen, Tata. Wir, die wir dich einen Freund nennen durften, werden dich niemals vergessen“, schrieb Argentiniens Fußballlegende Diego Maradona bei Instagram. „Ruhe in Frieden.“

Brown bestritt 32 Länderspiele für Argentinien. Sein Treffer im WM-Finale gegen Deutschland (Endstand 3:2 für Argentinien) war das einzige Länderspieltor des Verteidigers. Mit seinem Verein Estudiantes de La Plata gewann er 1983 die argentinische Meisterschaft. In Europa stand er bei Stade Brest und bei Real Murcia unter Vertrag.

Ex-DFB-Boss Zwanziger zeigt Ermittler an

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat im Sommermärchen-Skandal zum Gegenschlag ausgeholt. Der 74-Jährige gab am Dienstag während einer Pressekonferenz in Diez zu Protokoll, dass er Strafanzeigen wegen „falscher Verdächtigungen“ gegen die Ermittlungsführerin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sowie den Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) und dessen Assistentin gestellt hat.

In der vergangenen Woche hatte die BA nach jahrelangen Ermittlungen Anklage gegen die WM-Macher erhoben. Es soll ein Prozess im Schnelldurchgang gegen die frühere Spitzenriege des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden. Die ehemaligen DFB-Präsidenten Niersbach und Zwanziger, der einstige DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie der frühere Fifa-Generalsekretär Urs Linsi haben nach Auffassung der BA „arglistig über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in der Höhe von 6,7 Millionen Euro getäuscht.“ Sie machten sich demnach des „Betrugs der Mittäterschaft“ (Zwanziger, Schmidt, Linsi) bzw. der „Beihilfe zum Betrug“ (Niersbach) schuldig.

Konkret geht es um die 6,7 Millionen Euro, die 2005 vom deutschen WM-Organisationskomitee über den Weltverband Fifa mutmaßlich an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen worden sind. Exakt diese Summe war drei Jahre zuvor offenkundig in Form von Vorleistungen von Beckenbauer und Louis-Dreyfus an den früheren Skandalfunktionär Mohammed Bin Hammam nach Katar geflossen. Für die Überweisung an die Fifa täuschten die WM-Macher 2005 einen Anlass (WM-Kulturprogramm) vor. Weil sich die Zahlung durch die Verschleierung für den DFB allerdings später auch steuermindernd auswirkte, ermittelt auch die deutsche Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Perisic-Wechsel zum FC Bayern perfekt

Der FC Bayern München hat das Leihgeschäft mit dem kroatischen WM-Zweiten Ivan Perisic perfekt gemacht. Der deutsche Rekordmeister holte den 30 Jahre alte Angreifer von Inter Mailand zunächst für eine Saison, hat danach aber die Option, ihn fest zu verpflichten. Das bestätigten die Münchner am Dienstag, nachdem der Stürmer tags zuvor den Medizincheck bestanden hatte.

„Ivan wird uns mit seiner langjährigen Erfahrung auf internationalem Topniveau sofort weiterhelfen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic laut Mitteilung. „Er ist technisch stark und in der Offensive flexibel einsetzbar.“ Weil sich Nationalspieler Leroy Sané von Manchester United als Münchner Wunschtransfer zuletzt schwer am Kreuzband verletzte, sahen sich die Bayern nach Alternativen um.

Finanzielle Details zu Perisic machte der Verein nicht öffentlich. Dem Vernehmen nach kostet der Kroate rund fünf Millionen Euro an Leihgebühr, bei einer fixen Verpflichtung des eigentlich noch bis 2022 an Inter gebundenen Profis würden 20 Millionen Euro dazukommen. Perisic war ein Wunsch von Chefcoach Niko Kovac, der ihn aus seiner Zeit als Nationaltrainer kennt. Der Profi selbst kehrt in die Bundesliga zurück, wo er bereits für Borussia Dortmund (2011–12) und den VfL Wolfsburg (2013–15) spielte.

Folgt jetzt Coutinho?

Der FC Bayern München verhandelt einem spanischen Medienbericht zufolge mit dem FC Barcelona über eine Leihe des brasilianischen Nationalspielers Philippe Coutinho. Im Gespräch sei ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption, meldete der katalanische Radiosender RAC1 am Montagabend unter Berufung auf Vereinsquellen. Die Verhandlungen zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem spanischen Meister sind demnach bereits weit fortgeschritten.

Allerdings habe der FC Barcelona ein erstes Angebot des FC Bayern abgelehnt, schrieb das in Barcelona erscheinende Fachblatt „Mundo Deportivo“ am Dienstag. Weder der katalanische Club noch der Spieler selbst seien bereit, auf die derzeitige Offerte einzugehen. Bis zum Transferschluss hätten die Bayern aber noch Zeit, das Angebot zu verbessern, hieß es.

Laut „Mundo Deportivo“ möchte Bayern München den 27 Jahre alten Nationalspieler für zwei Jahre und mit anschließender freiwilliger Kaufoption ausleihen. Vorbild sei das Transfergeschäft, das der deutsche Rekordmeister seinerzeit mit Real Madrid für den Kolumbianer James Rodríguez abgeschlossen hatte.

Coutinho war Anfang 2018 für geschätzt mehr als 150 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Barcelona gewechselt. Bei den Katalanen konnte er sich keinen Stammplatz erobern, zuletzt stand er wegen mäßiger Leistungen in der Kritik und galt als Wechselkandidat.

Funkel, Veh und Eberl wollen Vergebung für Tönnies

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies von Schalke 04 hat nach seinen rassistischen Aussagen Unterstützung von prominenten Vertretern aus der Bundesliga erhalten. „Clemens hat eine Aussage getätigt, die nicht geht. Er hat sich in der Wortwahl vergriffen. Was jetzt mit ihm gemacht wird, halte ich nicht für in Ordnung. Er wird ja regelrecht geschlachtet“, sagte Trainer Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf beim Fußball-Gipfel der "Rheinischen Post". Tönnies habe einen „schweren Fehler“ gemacht. Diesen Fehler habe er „eingestanden und sich entschuldigt“, so Funkel: „Es bringen Leute mit einem Samurai-Schwert Menschen um. Da wird zwei Tage drüber berichtet, dann ist es vergessen. Wir müssen alle ein bisschen runterkommen.“

Zustimmung erhielt Funkel von Max Eberl, Armin Veh und Simon Rolfes. „Er hat etwas gesagt, was man nicht sagen soll. So etwas sagt man nicht, und das weiß er. Wenn ein Satz sein ganzes Leben kaputt macht und er nicht mehr auftreten kann, dann ist das maßlos übertrieben“, sagte Manager Veh vom 1. FC Köln.

Sportdirektor Eberl von Borussia Mönchengladbach betonte, dass „die Empörung auch bei uns da war“. Man müsse einem Menschen die Möglichkeit geben, „wieder aufzustehen.“ Leverkusens Sportdirektor Rolfes pflichtete ihm bei. „Wenn man Fehler macht, muss es auch weitergehen können“, sagte der Ex-Nationalspieler.

Tönnies hatte bei der Festveranstaltung zum „Tag des Handwerks“ in Paderborn eine Rede zum Thema „Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung“ gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn“s dunkel ist, Kinder zu produzieren." Tönnies entschuldigte sich danach und kündigte an, seinen Posten drei Monate ruhen zu lassen.

Oranje-Rekordspieler Sneijder hört auf

Der niederländische Rekordnationalspieler Wesley Sneijder hat seine Fußball-Karriere beendet. Das bestätigte der 35-Jährige dem Vereinssender des FC Utrecht. Anlass des Interviews war die Aufnahme Sneijders in den Business-Club des Vereins aus seiner Geburtsstadt, für den er nie gespielt hat.

„Da ich jetzt mit dem Fußball aufgehört habe, will ich einen schönen Platz haben, um meine Erinnerungen mit anderen zu teilen“, sagte Sneijder, der 134 Spiele für Oranje bestritt. 2010 wurde er in Südafrika Vizeweltmeister, 2014 in Brasilien WM-Dritter.

Wegen einer Verletzung hatte Sneijder sein letztes Spiel am 6. Dezember 2018 für Al Ghafar aus Katar absolviert. Sein Vertrag im Wüstenstaat lief Ende Juni aus. Begonnen hatte er seine Karriere bei Ajax Amsterdam, später stand er unter anderem bei Real Madrid und Inter Mailand unter Vertrag. Mit den Mailändern gewann er 2010 die Champions League.

Nach sexistischen Anfeindungen: Uefa lädt zwei Schiedsrichterinnen ein

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat zwei italienische Schiedsrichterinnen, die jüngst Opfer sexistischer Anfeindungen geworden waren, zum Supercup zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea am Mittwoch nach Istanbul eingeladen. „Wir verurteilen jegliche Art von Sexismus, Diskriminierung, herabwürdigendem oder missbräuchlichem Verhalten gegenüber weiblichen Unparteiischen auf Schärfste“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin.

Annalisa Moccia und Giulia Nicastro standen als Schiedsrichterassistentin und Schiedsrichterin bei Spielen in der nationalen Liga im Einsatz, als ein Fernsehkommentator und ein Spieler sexistische Verhaltensweisen und Bemerkungen an den Tag gelegt hatten. Den Schiedsrichterinnen gebühre der höchste Respekt „für ihren wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Frauenfußballs sowie zum Wachstum des Fußballs in Europa im Allgemeinen“, betonte Ceferin.

Marseille feuert Weltmeister Rami

Drastische Maßnahme des französischen Erstligisten Olympique Marseille: Der Champions-League-Sieger von 1993 hat am Dienstag überraschend Weltmeister Adil Rami (33) rausgeworfen. Als Grund wurde ein „grobes Fehlverhalten“ nach einem Disziplinarverfahren angegeben.

Näher ins Detail ging „OM“ nicht und schrieb in einer Mitteilung nur davon, dass der Vertrag mit dem Routinier aufgelöst worden sei. Laut "L'Equipe" habe Rami das Training geschwänzt, um stattdessen an den Dreharbeiten für eine TV-Reality-Show teilzunehmen. Rami war einst Lebenspartner von US-TV-Star Pamela Anderson (Baywatch).

Angeblich hatte sich Rami für das Training verletzt abgemeldet, dafür aber an Dreharbeiten teilgenommen und dabei sogar Stunts vollführt. Im Juli hatte Clubpräsident Jacques-Henri Ryraud dem Profi gesagt, dieser „müsse sich seiner Verpflichtungen als Spieler und besonders als Weltmeister“ bewusst sein.

Nur Kohfeldt glaubt an Dortmund

Wunschspieler Leroy Sané ist verletzt, Konkurrent Borussia Dortmund hat mächtig aufgerüstet, doch die große Mehrheit der Trainer der Bundesligisten glaubt trotzdem an die achte Meisterschaft für Bayern München in Serie. In einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes haben 17 der 18 Coaches den deutschen Rekordmeister Bayern München vor der am Freitag beginnenden Saison ganz oben auf der Liste. Einzig der Bremer Florian Kohfeldt glaubt fest an den Titelgewinn von Vizemeister Borussia Dortmund.

„Ich tippe, dass der BVB Meister wird. Denn von außen betrachtet, finde ich die Mischung im Kader sehr spannend“, sagte Kohfeldt. Insgesamt trauen sechs Trainer den Dortmundern (Mehrfachnennungen waren möglich) eine echte Titelchance zu, darunter natürlich auch BVB-Coach Lucien Favre. „Der FC Bayern hat die besten Voraussetzungen. Wir wollen ein starker Herausforderer sein und um den Meistertitel mitspielen“, sagte der Schweizer.

Niko Kovac nimmt die Favoritenrolle vor dem Auftakt gegen Hertha BSC in der heimischen Arena gerne an. „Unsere Ambitionen sind wie immer sehr hoch, wir wollen das Double verteidigen, wissen aber selbst, wie schwierig es werden wird. Die Konkurrenz hat sich gut verstärkt“, sagte der Bayern-Trainer.

Stuttgart leiht Japaner Endo aus

Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat den japanischen Nationalspieler Wataru Endo (26) verpflichtet. Der defensive Mittelfeldspieler, der auch als Rechts- und Innenverteidiger eingesetzt werden kann, wurde bis Saisonende vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden ausgeliehen. Endo spielte bislang 20-mal für die Nationalmannschaft. Bei der WM 2018 sowie bei der Asienmeisterschaft im Januar gehörte er zum Kader der Blauen Samurai.

Fritz von Thurn und Taxis kehrt ans Mikrofon zurück

Fritz von Thurn und Taxis kehrt als Bundesliga-Kommentator ans TV-Mikrofon zurück. Der 69-Jährige wird als Co-Kommentator von Uli Hebel im Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München und Hertha BSC beim Internet-Sender DAZN zu hören sein. Der Reporter hatte nach 24 Jahren bei Premiere und dem Nachfolgesender Sky seine Karriere 2017 beendet. Zuerst hatte die „Bild“ über das „einmalige Comeback“ des Kommentators mit Kultstatus berichtet.

Im Bezahlbereich ist DAZN neuer Bundesliga-Anbieter. Der kostenpflichtige Streamingdienst zeigt als Eurosport-Nachfolger die 30 Erstliga-Spiele am Freitag, darunter auch das Eröffnungsspiel. Im Paket sind zudem fünf Spiele am Sonntag (13.30 Uhr), fünf am Montag (20.30 Uhr) sowie die vier Relegationspartien.

Für das Bundesliga-Eröffnungsspiel am Freitag (20.30 Uhr/DAZN und ZDF) in München bietet der Internetsender eine Tonauswahl an. In der klassischen Option führen Jan Platte als Kommentator und Ralph Gunesch als Experte durch das Spiel. Zum Bundesliga-Auftakt werde es auch eine zweite Tonoption geben. „In dieser führen Uli Hebel als Kommentator und Fritz von Thurn und Taxis als Co-Kommentator durch das Spiel“, teilte ein DAZN-Unternehmenssprecher am Dienstag mit.

Juve-Coach Sarri hält an Khedira fest

Der 2014er-Weltmeister Sami Khedira (32) scheint doch gute Karten zu besitzen, weiter beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin spielen zu können. Dies berichtet die "Gazzetta dello Sport" und schreibt, dass sich Trainer Maurizio Sarri für einen Verbleib des defensiven Mittelfeldspielers ausgesprochen habe.

Zuletzt war Khedira beim 1:2 im Testspiel gegen Atlético Madrid im Testspiel in Stockholm der einzige Treffer für die "Alte Dame" geglückt. Juve hätte sich zwar gern in der neuen Saison Khediras Jahresgehalt von geschätzt sechs Millionen Euro gespart, Sarri bestehe jedoch auf den Verbleib des Weltmeisters, so die Zeitung.

Die Wolverhampton Wanderers und der FC Arsenal hatten in den letzten Wochen um den Mittelfeldspieler, der seit 2015 in Turin unter Vertrag steht und noch einen Zweijahreskontrakt besitzt, gebuhlt, doch die Verhandlungen hatten sich nicht konkretisiert. 127-mal hat Khedira das Juve-Trikot getragen und dabei 21 Tore geschossen.

Olsen sollte 2004 Bundestrainer werden

Morten Olsen hatte vor 15 Jahren ein Angebot als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu arbeiten. Das berichtete der 102-fache dänische Nationalspieler und spätere Coach einen Tag vor seinem 70. Geburtstag in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“. „Nach der EM in Portugal sollte ich Nachfolger von Rudi Völler werden. Franz Beckenbauer hat mich 2004 angesprochen und mir das Angebot unterbreitet“, sagte Olsen. Die deutsche Nationalmannschaft war bei dem Turnier ohne einen Sieg in drei Spielen bereits in der Vorrunde gescheitert.

Doch Olsen lehnte das Amt des Bundestrainers ab. „Ich habe mich entschieden, Nationaltrainer in Dänemark zu bleiben. Wir hatten damals eine gute Generation. Ich wollte in meiner Heimat etwas erreichen“, begründete er seine Entscheidung. Die Dänen waren bei der EM 2004 im Viertelfinale nach einer 0:3-Niederlage gegen Tschechien ausgeschieden.

Tuchel muss länger auf Kehrer verzichten

Nationalspieler Thilo Kehrer fehlt seinem Club Paris Saint-Germain zwei bis drei Wochen wegen einer Fußverletzung. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger habe sich beim 3:0-Sieg zum Liga-Start gegen Olympique Nîmes am Sonntagabend eine Verletzung am rechten Fuß zugezogen, teilte der Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel am Montagabend mit. Der frühere Schalker war in der 75. Minute angeschlagen ausgewechselt worden.

Genauere Angaben zu der Verletzung machte PSG nicht. Der siebenmalige Nationalspieler könnte damit für die EM-Qualifikationsspiele mit der Nationalmannschaft gegen die Niederlande am 6. September in Hamburg und drei Tage später gegen Nordirland wieder rechtzeitig fit sein.