Fussball-Ticker

Horst Heldt rastet im TV wegen Videoschiedsrichter aus

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Gladbach zieht wieder an Bayern vorbei

Borussia Mönchengladbach bleibt erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund. Die Elf von Trainer Dieter Hecking bezwang am Sonntag zum Abschluss des 14. Spieltages in der Fußball-Bundesliga den VfB Stuttgart mit 3:0 (0:0). Die eingewechselten Raffael (69. Minute) und Florian Neuhaus (77.) sowie VfB-Weltmeister Benjamin Pavrad per Eigentor (84.) sorgten für die Treffer. Raffael und Neuhaus waren erst in der 60. Minute ins Spiel gekommen. Die Borussia hat nun 29 Punkte, der VfB bleibt mit elf Zählern in großer Abstiegsnot.

Heldt schimpft über Videoschiedsrichter

Hannover 96 und Trainer André Breitenreiter haben nach einem fragwürdigen Elfmeter den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Die Niedersachsen kamen in Mainz nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Vor 23.305 Zuschauern sorgte Hendrik Weydandt (12. Minute) für den Führungstreffer der Gäste. Doch Daniel Brosinski gelang mit einem umstrittenen Strafstoß noch der Ausgleich (86.). Jean-Philippe Mateta war im Strafraum zu Boden gegangen, obwohl ihn der Mainzer Matthias Ostrzolek kaum oder gar nicht berührt hatte. Dennoch entschied Schiedsrichter Robert Hartmann ohne das Einschreiten des Videoassistenten auf Elfmeter.

„Das ist ja ein Witz, das war der Wahnsinn an Schwalbe“, schimpfte Hannovers Sportchef Horst Heldt im Interview bei Sky und sprach von einer „glasklaren Fehlentscheidung“. Seine Kritik galt vor allem dem Videoschiedsrichter. „Wieso mischt er sich da nicht ein und sagt, das ist eine klare Schwalbe? Ich verstehe es nicht mehr. Es ist nicht mehr akzeptabel, der ganze Scheiß“, wetterte Heldt.

In der vierten Minute der Nachspielzeit köpfte Anthony Ujah den Ball ins Netz – doch der Mainzer Stürmer stand dabei im Abseits. Hannovers Oliver Sorg sah in der Schlussphase Gelb-Rot (90.+7). Weil die Partie kurz nach dem Wiederanpfiff wegen des Zündens von Pyrotechnik und großer Rauchentwicklung für mehrere Minuten unterbrochen werden musste, ließ Hartmann acht Minuten nachspielen.

Messi führt Barca zum Sieg

Mit zwei sehenswerten Freistoßtreffern hat der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi den stark aufspielenden spanischen Meister FC Barcelona zum nächsten Sieg geführt. Im Stadtderby bei Espanyol Barcelona gewannen die Katalanen am 15. Spieltag ungefährdet mit 4:0 (3:0) und bauten ihre Tabellenführung aus. Messi (17., 65.), der frühere Dortmunder Ousmane Dembele (26.) sowie Luis Suarez (45.) erzielten die Treffer. Dembélé sorgte allerdings am Sonntag erneut mit seiner Undiszipliniertheit für Unverständnis. Der französische Nationalspieler erschien zwei Stunden zu spät zum Training.

Barcelona liegt mit 31 Zählern nunmehr drei Punkte vor dem FC Sevilla, weil das Team von Trainer Pablo Machin beim FC Valencia nicht über ein 1:1 (0:0) hinauskam. Mouctar Diakhaby (90.+3) glich für die Gastgeber die Führung durch Pablo Sarabia (55.) spät aus.

Ermittlung: Sterling rassistisch beleidigt?

Nach den Rassismusvorwürfen von Nationalspieler Raheem Sterling haben der FC Chelsea und die Londoner Polizei Ermittlungen aufgenommen. Der Stürmer von Manchester City hatte nach der 0:2-Niederlage beim FC Chelsea berichtet, dass er von Zuschauern beleidigt worden sei. In sozialen Medien kursierte ein Video, das die angeblichen Beleidigungen zeigen soll. „Wir werten das Material aus, um festzustellen, ob es ein Vergehen gibt“, sagte die Metropolitan Police dem Sender Sky News.

Am Sonntag äußerte sich Sterling auf Instagram. „Wie man an meiner Reaktion sieht, musste ich lachen, weil ich nichts Besseres erwarte“, sagte er mit Bezug auf das Video. Sterling, der in der Vergangenheit häufiger im Zentrum öffentlicher Kritik und Anfeindungen stand, warf britischen Medien wegen angeblich tendenziöser Berichterstattung eine Mitschuld vor. „Denkt noch einmal über faire Berichterstattung nach und gebt allen Spielern dieselbe Chance“, forderte er.

Özil zu Inter Mailand?

Transfergerücht: Wird Mesut Özil (30) von Arsenal London an Inter Mailand verkauft? Wie die "Sun" berichtet, überlegen die Gunners, Özil im Winter-Transferfenster für umgerechnet 28 Millionen Euro (25 Millionen Pfund) nach Italien zu transferieren. Der 2014er-Weltmeister, der im Juli nach Querelen mit dem DFB um die Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte, gehört bei Arsenal mit umgerechnet 390.000 Euro pro Woche zu den Spitzenverdienern. Angeblich fliegen seine Berater und sein Bruder Mutlu noch in der kommenden Woche nach Italien, um die Weichen für einen Wechsel zu stellen. 2013 war Özil für 50 Millionen Euro von Real Madrid nach London gewechselt.

Mario Baslers Appell für Hartz-IV-Bezieher

Der ehemalige, nun ja: exzentrische Fußball-Profi Mario Basler hat sich überraschend engagiert gezeigt. Er würde gerne einmal in die Rolle eines Politikers schlüpfen. „Dann würden sich einige hier umgucken! Meine erste Entscheidung: Keine Rentner, die zu wenig Geld haben“, sagte Basler (49) dem Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. Das Thema Armut beschäftige ihn. Er kenne auch Menschen, die Hartz IV beziehen. „Es ist traurig zu hören, was die an Geld kriegen, die doch lange Jahre gearbeitet haben.“ Basler ist derzeit mit einer Bühnentour unter dem Titel „Basler ballert“ unterwegs.

Horst Hrubesch will Junioren mehr schonen

Trainer und HSV-Legende Horst Hrubesch (67) warnt vor zu hoher Belastung im Junioren-Fußball. "Manchmal würde ich mir in den Leistungszentren der Bundesliga wünschen: Ist weniger nicht mehr? Dass man sie öfter mal rausnimmt, nicht fünf-, sechsmal die Woche trainiert, sondern dass die Jungs auch selbst mal was unternehmen können", sagte Hrubesch im Deutschlandfunk.

"Wir müssen ihnen die Freiräume geben, dass sie auch mal eine Freundin haben oder ins Kino gehen. Die Kids brauchen auch eine Entwicklung im normalen Leben, nicht nur im Fußball", sagte Hrubesch: "Dann kriegen wir Typen, dann kriegen wir anständige Fußballspieler." Hrubesch ließ sich mit Blick auf seine Karriere ein Hintertürchen offen. "Das weiß ich nicht, ob es das gewesen ist", sagte Hrubesch.

Hasan Salihamidzic über Kandidat Oliver Kahn

Forsch: Hasan Salihamidzic (41) sieht sich in seiner Rolle als Sportdirektor bei Bayern München verkannt und größten Herausforderungen gewachsen. "In meiner bisherigen Arbeit habe ich wahrscheinlich mehr bewegt als meine Vorgänger in ihrer gesamten Amtszeit beim FC Bayern", sagte Salihamidzic der "Welt am Sonntag". Der direkte Vorgänger war Matthias Sammer, vor ihm war Christian Nerlinger Sportchef. Salihamidzic kam ins Amt, weil Philipp Lahm und Max Eberl abgesagt hatten.

Und wenn Oliver Kahn Sportvorstand werden sollte? Salihamidzic: "Für mich kommt es überhaupt nicht infrage, unter einem Sportvorstand zu arbeiten." Wenn überhaupt, werde Kahn als Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge als neuer Vorstandschef kommen.

Zunge abgebissen, aber weitergespielt

Torhüter Andreas Luthe vom FC Augsburg hat sich in Leverkusen bei einem Zusammenprall in der 35. Minute ein Stück Zunge abgebissen, spielte aber durch. Er fühlte sich, „als habe mich ein Auto angefahren“. Luthe sagte weiter: "Ich habe mir auf die Zunge gebissen. Ein Stück ist abgerissen und hängt runter.“ Er habe immer wieder Blut ausgespuckt. Die ganze Saison über spielt der 31-Jährige, der am fünften Spieltag Fabian Giefer ablöste und erstmals in seiner Karriere Stammtorhüter in der ersten Liga ist, wegen eines kaputten Fingers mit einem Spezialhandschuh. Die Ärzte hätten ihn gefragt, "wie ich heiße, wie es steht und so weiter“.

Messi gönnt sich besonderen Privat-Jet

Dieser Privat-Jet kann 10.000 Kilometer am Stück fliegen und ist fast so schnell wie der Schall. Argentiniens Superstar Lionel Messi (FC Barcelona) hat eine Gulfstream V für 13,17 Millionen Euro erworben.

Der 31-Jährige ließ das Flugzeug laut der Zeitung "AS" mit einigen Extras ausstatten: So prangt am Heck-Seitenruder seine Trikotnummer 10. Auf jeder Stufe der ausfahrbaren Treppe sind die Namen seiner engsten Familienangehörigen aufgedruckt. Die Gulfstream stammt aus dem Jahr 2004 und kann bei einer Reisegeschwindigkeit von gut 900 Kilometern pro Stunde 16 Passagiere befördern – in einer Business-Konfiguration.

Mit zwei sehenswerten Freistoßtoren hat Messi den Spitzenreiter FC Barcelona zum nächsten Sieg geführt. 4:0 bei Espanyol Barcelona. Messi (17., 65.), der frühere Dortmunder Ousmane Dembele (26.) sowie Luis Suarez (45.) erzielten die Treffer.

Falsch abgebogen – schwere Krawalle ausgelöst

Heftige-Fan-Randale – und wieder waren Fans von Hansa Rostock beteiligt: Nach dem Drittligaspiel zwischen dem KFC Uerdingen und Hansa Rostock (2:1) ist es zu schweren Krawallen bei der Abreise der Hansa-Fans am Duisburger Hauptbahnhof gekommen. Es gab einen Schwerverletzten. Der Zugverkehr musste eingestellt werden. Erst gegen 18.30 Uhr konnte der Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden. "Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hat die Duisburger Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt, die klären soll, was genau sich auf dem Bahnsteig zugetragen hat und wie es zu dem Verletzten kam", teilte die Polizei mit. Bereits vor Spielbeginn hatte es Auseinandersetzungen von 80 Rostocker und 80 Krefelder Fans gegeben. Zwei Busse mit Rostockern waren offenbar falsch abgebogen und im Eingangsbereich der Heimfans gelandet. Massiver Polizeieinsatz beendete die Krawalle. Es gab mehrere Leichtverletzte, darunter zwei Polizisten.

Neymar-Dementi: PSG greift "L'Equipe" an

Paris St. Germain hat neue Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Superstar Neymar oder Weltmeister Kylian Mbappé zur Verhinderung von Sanktionen wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play der Uefa scharf zurückgewiesen. "L'Equipe" hatte zuvor über entsprechende Informationen berichtet. "L'Equipe wagt zu behaupten, dass PSG kurz davor sei, Kylian Mbappe oder Neymar zu verlieren. PSG dementiert diese völlig abwegigen und lächerlichen Unterstellungen mit größter Entschlossenheit", teilte der Verein von Thomas Tuchel mit. PSG steht wegen seines Finanzgebarens seit geraumer Zeit unter kritischer Beobachtung. PSG muss nach zwischenzeitlich eingestellten Ermittlungen eine Wiederaufnahme von Untersuchungen der Geldflüsse zwischen Katar und Paris fürchten.

Zwei Deutsche US-Meister

Julian Gressel und Kevin Kratz haben mit Atlanta United als erste Deutsche den Meistertitel in der nordamerikanischen Profiliga MLS gewonnen. Atlanta setzte sich im Finale 2:0 (1:0) gegen Portland Timbers durch und gewann bereits im zweiten Jahr des Bestehens erstmals den MLS-Cup. "Ich bin in den letzten zwei Jahren eine bessere Person und ein viel besserer Spieler geworden. Wenn ich später mal zurückschaue, waren das vielleicht die beiden wichtigsten Jahre meiner Fußballkarriere", sagte Mittelfeldspieler Gressel (24). Die Tore vor der MLS-Rekordkulisse von 73.019 Zuschauern im Mercedes Benz Stadium in Atlanta erzielten Rekordtorjäger Josef Martinez (39.) und Franco Escobar (54.). Franz Beckenbauer wurde mit Cosmos New York dreimal Meister: 1977, 1978 und 1980, allerdings noch in der North American Soccer League (NASL).

Australischer Profi in Thailand in Haft

Australien verlangt die sofortige Freilassung des in Thailand inhaftierten bahrainischen Fußballprofis Hakeem Al Oraibi. Ihm droht die Auslieferung an sein Heimatland, wo ein Gericht eine mehrjährige Haftstrafe gegen ihn verhängt hat. Der 2014 aus Bahrain geflüchtete Al Oraibi fürchtet zudem, er könnte dort bei einer Rückkehr gefoltert werden. Auch der Fußball-Weltverband Fifa hatte sich für ihn eingesetzt. Bahrain wirft Al Oraibi vor, in einer Polizeistation randaliert zu haben. Er bestreitet dies und gibt an, nach seiner Inhaftierung 2012 gefoltert worden zu sein. Als Grund dafür vermutet er geäußerte Kritik an einem Mitglied der Königsfamilie.

Löw äußert sich zu Manuel Neuer

Bundestrainer Joachim Löw sieht Manuel Neuer (Bayern München) auch beim weiteren Umbruch in der Nationalmannschaft als Stammtorhüter. „Wenn Manuel seine Form hat, wird er eingeplant sein als Nummer eins bis 2020“, sagte Löw im „ZDF-Sportstudio“. Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) werde zwar im neuen Jahr Einsatzchancen bekommen. Einen offenen Zweikampf im Tor aber will Löw nicht ausrufen. "Ich möchte die Leistung von Marc nicht schmälern. Er hatte am Anfang in der Nationalmannschaft einige Probleme, ist jetzt genauso Weltklasse“, sagte Löw.