Fußball-Ticker

Gladbach sagt ab – St. Pauli sucht neuen Testspielgegner

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Offiziell: Schuster neuer Trainer in China

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Bernd Schuster (58) ist neuer Cheftrainer des chinesischen Super-League-Klubs Dalian Yifang. Dies bestätigte der Tabellenletzte am Montagabend offiziell. Der Europameister von 1980, der am Montag in Dalian in Nordost-China eintraf, tritt die Nachfolge von Ma Lin an, der nach drei Saisonspielen und drei Niederlagen ohne eigenen Treffer gehen musste. Schuster hatte zuletzt bis Juni 2014 den FC Malaga trainiert.

Chinesischen Medienberichten zufolge bringt der ehemalige Trainer von Real Madrid gleich sechs Assistenten mit zu Yifang, das trotz der Verpflichtung des belgischen Nationalspielers Yannick Carrasco und des Argentiniers Nico Gaitan (beide für zusammen rund 40 Millionen Euro von Atlético Madrid) katastrophal in die Saison gestartet war.

DFB ehrt Rutemöller für Lebenswerk

Erich Rutemöller ist vom DFB als achter Trainer für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der 73-Jährige, in der Bundesliga einst Cheftrainer des 1. FC Köln und von Hansa Rostock, erhielt den Ehrenpreis bei einem Festakt in Gravenbruch anlässlich der Abschlussveranstaltung des 64. Fußballlehrer-Lehrgangs.

"Ich fühle mich sehr geehrt. Ich bin sehr vielen Menschen dankbar, denn ich weiß, dass ich in meinem Leben und in meiner Laufbahn auch abhängig war vom Vertrauen und vom Wohlwollen anderer", sagte Rutemöller, der durch seine legendäre Anweisung "Mach et, Otze" im DFB-Pokalhalbfinale 1991 zwischen Köln und dem MSV Duisburg Berühmtheit erlangt hatte: "Natürlich bin ich auch ein bisschen stolz, vor allem wenn ich mir anschaue, welche Persönlichkeiten vor mir diesen Preis erhalten haben."

Vor Rutemöller hatte der DFB Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld und Bernd Schröder mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Rutemöller hatte den Fußballlehrer-Lehrgang von 2000 bis 2007 geleitet.

"Erich Rutemöller hat über Jahrzehnte an viele Stellen erfolgreich für den deutschen Fußball gewirkt. Sein Anteil am Triumph bei der EM 1996 in England als Assistent von Bundestrainer Berti Vogts lässt sich kaum überschätzen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Im Ausland war er ein herausragender Botschafter Deutschlands, im Inland war und ist er gefragt als Impuls- und Ratgeber."

Alario für drei Spiele gesperrt

Der Argentinier Lucas Alario vom Bundesligisten Bayer Leverkusen ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach seinem Ellbogencheck gegen den Kölner Dominic Maroh mit einer Sperre von drei Spielen belegt worden. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen. Der Südamerikaner war im Rheinderby in der 33. Minute vom Platz geflogen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der siebenmal in dieser Saison in der Bundesliga für Bayer erfolgreiche Alario wird den Rheinländern somit in den Punktspielen gegen den FC Augsburg (31. März), bei RB Leipzig (9. April) sowie gegen Eintracht Frankfurt (14. April) fehlen.

Verhoek wechselt nach Duisburg

John Verhoek hat einen neuen Verein. Zweitligist MSV Duisburg hat den früheren Angreifer des FC St. Pauli zur neuen Saison unter Vertrag genommen und mit einem Kontrakt bis 30. Juni 2021 ausgestattet. Verhoek (28) kommt ablösefrei vom Ligakonkurrenten 1. FC Heidenheim.

"John ist ein gestandener Zweitliga-Stürmer, der nicht nur bei uns auf dem Wunschzettel stand", sagte MSV-Sportdirektor Ivo Grlic über den Neuzugang, "er hat unter Beweis gestellt, dass er in der 2. Liga als Teamplayer auch den Unterschied machen kann – und das ist es, was den MSV stark macht." Der Niederländer Verhoek spielte von 2013 bis 2016 für den FC St. Pauli.

Bierhoff warnt vor Stagnation

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff fordert eine neue Qualitätsoffensive aller Kräfte für den deutschen Fußball. "Es muss den nächsten Masterplan geben wie zuletzt 2000", sagte Bierhoff bei einem Hintergrundgespräch in München: "Das hört sich hochgegriffen an, aber der nächste Schritt muss kommen."

Zuletzt haben die deutschen Vereine Probleme im Europapokal gehabt, Bundestrainer Joachim Löw monierte zudem die spielerischen Defizite in der Bundesliga. "Die Situation ist nicht verheerend, wie sie 2000 war. Aber wir haben ein bisschen nachgelassen, das sieht man auch im U-Bereich oder bei den Frauen", sagte Bierhoff. "Alle Verantwortlichen, auch bei den Vereinen, haben die Zeichen gesehen, dass wir agieren müssen. Das sieht auch die Deutsche Fußball-Liga mit Christian Seifert an der Spitze so, mit dem wir da auf einer Linie liegen. Die Liga ist da absolut offen."

Die Weiterentwicklung des deutschen Fußballs sei eine "Riesenaufgabe, da habe ich Riesenrespekt vor. Wir müssen und wollen das Silo-Denken aufbrechen, agiler und vernetzter denken", forderte Bierhoff. Ende 2020 soll die neue DFB-Akademie in Frankfurt am Main eröffnet werden.

Im Jahr 2000 war die deutsche Nationalmannschaft bei der EM in Belgien und den Niederlanden blamabel in der Vorrunde ausgeschieden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte mit einer Ausbildungsoffensive und nahm die Vereine in die Pflicht, Nachwuchsleistungszentren einzuführen.

Sabitzer droht länger auszufallen

Vizemeister RB Leipzig muss wohl länger auf Außenspieler Marcel Sabitzer verzichten. Wie der Verein mitteilte, zog sich der Österreicher beim 2:1-Sieg der Sachsen gegen Bayern München am Sonntag einen Bänderriss im rechten äußeren Sprunggelenk zu. Es sei jedoch unklar, wie lange der 24-Jährige ausfalle.

In der Partie gegen die Münchner war Sabitzer früh umgeknickt und musste schon in der 10. Minute durch Nationalstürmer Timo Werner ersetzt werden, der ebenfalls sieben Minuten vor dem Ende mit leichten Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde.

Sabitzer fällt durch seine Verletzung für die Länderspiele am Freitag gegen Slowenien und vier Tage später in Luxemburg aus. Für ihn nominierte Österreichs Teamchef Franco Foda am Montag Stefan Hierländer von Sturm Graz nach.

Rheinisches Derby stand vor Absage

Im Vorfeld des brisanten rheinischen Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen (2:0) am Sonntag drohte aufgrund großer Mengen von Pyrotechnik im Stadion zeitweise eine Spielabsage. Das teilte die Polizei in ihrem Abschlussbericht zur Begegnung in Köln-Müngersdorf mit.

Schon kurz nach Öffnung des Stadions sei mittels Überwachungskameras beobachtet worden, dass vermummte "Leverkusener Störer" im Oberrang des Gästeblocks an der Brüstung zum Unterrang "Pyrotechnik präparierten und anschließend verteilten". Der Polizeieinsatzleiter Volker Lange ließ den weiteren Einlass daraufhin zunächst stoppen. Es folgte eine gemeinsame Lagebeurteilung durch Veranstalter, Feuerwehr und Polizei, die Kölner erwogen eine Spielabsage oder eine verspätete Anstoßzeit und berieten sich mit dem Schiedsrichter Harm Osmers.

Der Polizeieinsatzleiter nahm nun persönlich Kontakt zu den Ultras im Oberrang auf und erläuterte die drohende Absage. Vertreter der Leverkusener Anhänger sicherten schließlich zu, keine Böller oder Leuchtraketen einzusetzen und keine Gegenstände auf das Spielfeld zu werfen. Im Laufe des Spiels hielten sich die Fans aus Leverkusen "an alle von ihnen vorgeschlagenen Einschränkungen des Pyrogebrauchs".

Petermann wechselt nach Potsdam

Turbine Potsdam hat zur kommenden Saison Nationalspielerin Lena Petermann von Bundesliga-Konkurrent SC Freiburg verpflichtet. Das teilten die Brandenburger am Montag mit. Die 24 Jahre alte Stürmerin könnte ihre Nationalteamkollegin Tabea Kemme ersetzen, die den sechsfachen deutschen Meister voraussichtlich ins Ausland verlassen wird. „Potsdam ist seit vielen Jahren eines der Topteams der Bundesliga, was den Verein für mich sehr interessant macht“, sagte Petermann. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ darüber berichtet.

Petermann war 2014 nach zwei Collegejahren in den USA nach Deutschland zurückgekehrt und hatte seitdem für Freiburg gespielt. Die U-20-Weltmeisterin bestritt bislang 14 A-Länderspiele, gehörte im vergangenen Sommer zum EM-Kader. Zuletzt stand sie auf Abruf.

US-Fonds will Bordeaux übernehmen

Ein US-Investmentfonds ist an einer Übernahme des französischen Erstligisten Girondins Bordeaux interessiert. Das berichtet die französische Tageszeitung "Sud Ouest". Der Club, früherer Arbeitgeber der Ex-Nationalspieler Klaus Allofs, Manfred Kaltz und Dieter Müller, befindet sich im Augenblick im Besitz der französischen Mediengruppe M6.

Bereits am 25. Februar soll es am Rande des Spiels von Bordeaux gegen OGC Nizza zu einer Zusammenkunft von Girondins-Präsident Nicolas De Tavernost mit den US-Amerikanern gegeben haben. Der US-Investmentfonds ist in Florida beheimatet.

Als Kaufpreis für Girondins sind mindestens 70 Millionen Euro im Gespräch. Der neue Eigner ist allerdings auch dazu verpflichtet, bis 2045 eine jährliche Miete für die Nutzung des Stadions in Höhe von 3,85 Millionen Euro zu zahlen.

Can schwärmt von Klopp

Nationalspieler Emre Can hat seinen Teammanager Jürgen Klopp beim FC Liverpool in höchsten Tönen gelobt. "Von Jürgen Klopp kann man viel lernen. Auch als Mensch. Das ist ein großartiger Trainer, keine Frage. Aber wie er auch als Mensch ist, wie ehrlich, wie eng er an uns Fußballern dran ist", sagte Can im Sport1-Interview.

Unter Klopp habe er sich sehr weiterentwickelt. "Ich bin ihm sehr dankbar und es macht sehr viel Spaß, mit ihm zusammenarbeiten", sagte der 24-Jährige. Die Zusammenarbeit könnte allerdings im Sommer enden. Cans Vertrag in Liverpool läuft Ende Juni aus. Zuletzt wurde der ehemalige Münchner und Leverkusener immer wieder mit dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin in Verbindung gebracht.

Can, der von Bundestrainer Joachim Löw für die Länderspiel-Kracher gegen Spanien am Freitag (20.45 Uhr/ARD) in Düsseldorf und vier Tage später gegen Brasilien in Berlin (20.45 Uhr/ZDF) nominiert wurde, sieht sich noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. "Ich will ein Weltklasse-Spieler werden. Vielleicht einmal in der Weltauswahl stehen. Das wäre schön", sagte Can.

DFB-Pokal der Frauen: Favoriten genießen Heimrecht

Cupverteidiger VfL Wolfsburg und der FC Bayern München genießen Heimrecht im Halbfinale des DFB-Pokals der Frauen. Wie die Auslosung am Montag durch die ehemalige Nationalspielerin Saskia Bartusiak in Frankfurt ergab, empfangen die Wolfsburgerinnen die SGS Essen. In der zweiten Vorschlussrundenpartie haben die Münchnerinen den Bundesliga-Konkurrenten 1. FFC Turbine Potsdam zu Gast. Beide Partien werden am 15. April (15.15 Uhr) ausgetragen und sind in ARD in einer Livekonferenz zu sehen. Das Finale findet am 19. Mai (15 Uhr) im Kölner Rhein-Energie-Stadion statt.

„Wenn man ein Heimspiel und dreimal hintereinander den Pokal gewonnen hat, ist man sicher der Favorit. Es ist aber nur ein Spiel, da ist alles möglich“, sagte Wolfsburgs sportlicher Leiter Ralf Kellermann zum Gegner aus dem Revier.

St. Pauli braucht neuen Testspielgegner

Der FC St. Pauli muss sich kurzfristig einen neuen Gegner suchen. Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat das ursprünglich für Donnerstag (22. März, 15.30 Uhr) geplante Testspiel gegen den Hamburger Zweitligisten abgesagt. Der Grund ist die angespannte Personalsituation bei den "Fohlen". Acht Spieler der Gladbacher sind mit diversen Nationalteams unterwegs, außerdem fallen einige Profis verletzt aus. Am Ostersonntag, 1. April (18 Uhr/Sky), geht es in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 für die Gladbacher weiter.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen neuen Gegner für ein Testspiel während der Länderspielpause zu finden", sagte St. Paulis Sportdirektor Uwe Stöver, "allerdings wird das aufgrund der Kurzfristigkeit nicht leicht werden."

Bayern gibt Lewandowski angeblich nicht frei

Der FC Bayern München würde seinem Weltklassestürmer Robert Lewandowski dem Fachmagazin „Kicker“ zufolge keine Freigabe für einen vorzeitigen Wechsel nach dieser Saison erteilen. Beim deutschen Rekordmeister sei intern „längst“ ein entsprechender Beschluss gefasst worden, hieß es. Die Bosse des FC Bayern könnten wohl höchstens bei einem Mega-Angebot von mehr als 100 Millionen Euro Ablöse für den 29-Jährigen ins Grübeln kommen. Lewandowski hat bei den Münchnern noch einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2021.

Die spanische Zeitung „El Mundo Deportivo“ hatte am Sonnabend berichtet, dass sich Real Madrid mit Lewandowski auf einen vom Sommer an gültigen Zweijahresvertrag geeinigt haben soll. Das Verhältnis zwischen Real und dem FC Bayern gilt aber als konfliktfrei. Der „Kicker“ schrieb, dass die Königlichen allenfalls mit Wissen der Bayern mit dem Spieler konkret verhandeln würden. Nach Informationen des Fachmagazins sei beim FC Bayern allein ein Interesse von Manchester United bekannt, nicht aber von Real Madrid.

Für BVB-Profis bleibt Anschlag ein Trauma

Der Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund belastet auch heute noch die betroffenen Spieler und Betreuer. Das erklärten mehrere Leidtragende bei der Fortsetzung des Prozesses gegen Sergej W. am Montag vor dem Landgericht Dortmund in teilweise sehr persönlichen Aussagen. "Das ist immer noch ein Thema in der Mannschaft. Ich kenne Spieler, die noch immer darunter leiden. Das war ein Anschlag auf das Leben", sagte Torwart Roman Weidenfeller: "Das hat mein Leben verändert." Er selbst nehme seitdem psychologische Hilfe in Anspruch: "Man ist immer noch betroffen, immer noch schreckhaft."

Kapitän Marcel Schmelzer erklärte, er zucke immer noch bei lauten Geräuschen zusammen. "Ich versuche, es wegzuschieben. Aber es gibt immer wieder Momente, in denen man denkt, was für ein Glück wir hatten." Für den ehemaligen Dortmunder Sven Bender waren der Anschlag und der Umgang damit sogar ein Grund für seinen Wechsel zu Bayer Leverkusen. Das traumatische Erlebnis "habe auch Einfluss" darauf gehabt, größtenteils hätten aber sportliche Gründe den Ausschlag gegeben. Bender bezeichnete es im Nachhinein als "Fehler", dass die Mannschaft am Tag nach dem Bus-Attentat zum Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den AS Monaco angetreten sei. "Für mich wurde das Thema schnell abgehakt. Das war schade, deshalb hat man auch nicht so viel drüber gesprochen", sagte Bender.

Neben Weidenfeller, Schmelzer und Bender sagten auch der inzwischen bei 1899 Hoffenheim spielende Felix Passlack sowie mehrere Mitglieder des Betreuerteams aus. Für Montagnachmittag ist Ex-Trainer Thomas Tuchel als Zeuge geladen.

Der Angeklagte Sergej W. hat inzwischen gestanden, vor der Abfahrt des BVB zum Spiel gegen Monaco am 11. April am Teamhotel der Dortmunder drei Sprengsätze gezündet zu haben. Er bestreitet allerdings jegliche Tötungsabsicht. Das Motiv soll Habgier gewesen sein, mutmaßlich wollte Sergej W. mit kreditfinanzierten Put-Optionen nach seiner Tat am sinkenden Kurs der BVB-Aktie verdienen.

Die Staatsanwaltschaft wirft W. versuchten Mord in 28 Fällen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und schwere Körperverletzung in zwei Fällen vor. Der ehemalige BVB-Innenverteidiger Marc Bartra hatte einen Armbruch und Fremdkörpereinsprengungen erlitten, ein begleitender Polizist ein Knalltrauma.

U21 wohl ohne Kehrer und Baumgartl

Die beiden Bundesliga-Profis Thilo Kehrer (Schalke 04) und Timo Baumgartl (VfB Stuttgart) werden der deutschen U-21-Nationalmannschaft in den bevorstehenden Qualifikationsspielen für die EM-Endrunde 2019 möglicherweise fehlen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, wurden beide zu Wochenbeginn noch bei ihren Vereinen behandelt und trafen am Montag deshalb nicht im Teamhotel in Braunschweig ein.

Bis Mittwoch soll entschieden werden, ob Kehrer (21/Augenverletzung) und Baumgartl (22/Gehirnerschütterung) noch nachreisen. Das Team von Trainer Stefan Kuntz empfängt am Donnerstag (19 Uhr/Eurosport) Israel und gastiert am 27. März in Kosovo (18.45 Uhr/Sky Sport News HD). Nach fünf Spielen führt der Europameister die Gruppe 5 mit zwölf Punkten an.

Ronaldo feiert Tor-Jubiläum

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat mit seinem Viererpack am Sonntag beim 6:3-Erfolg von Champions-League-Sieger Real Madrid gegen den FC Girona seine traumhafte Torbilanz in den letzten Wochen weiter ausgebaut. Seit dem 21. Januar erzielte er in elf Spielen in der spanischen Primera División und in der Champions League, in denen er zum Einsatz kam, unglaubliche 21 Treffer für die „Königlichen“.

Zum 50. Mal in seiner Karriere schnürte der portugiesische Superstar zudem einen Dreierpack. Gegen Girona war Ronaldo in der 11., 47., 64. und in der ersten Minute der Nachspielzeit erfolgreich. Für den Europameister waren es im 288. Ligaspiel in Spanien die Tore Nummer 304 bis 307.

Den Treffer von Lucas Vázquez (59.) bereitete der Real-Superstar vor. Außerdem war 100-Millionen-Mann Gareth Bale (86.) für die Madrilenen erfolgreich.

Schweinsteiger ist Papa

Weltmeister Bastian Schweinsteiger (33) und seine Ehefrau Ana Ivanovic (30) sind zum ersten Mal Eltern geworden. Die frühere Tennis-Weltranglistenerste brachte am Wochenende einen Sohn zur Welt, das teilten Schweinsteiger und Ivanovic am frühen Montagmorgen deutscher Zeit über die sozialen Netzwerke mit.

„Willkommen auf der Welt, unser kleiner Junge“, schrieb der Deutsche bei Instagram, seine Ehefrau fügte hinzu: „Die Freude und das Glück, das wir empfinden, lässt sich mit Worten nicht beschreiben.“

Schweinsteiger und Ivanovic hatten 2016 in Venedig geheiratet. Gemeinsam lebt das Paar in den USA, wo Schweinsteiger für Chicago Fire in der nordamerikanischen Profiliga MLS spielt. Ivanovic hatte ihre Karriere nach der Saison 2016 beendet. Ihr größter Erfolg war der Triumph bei den French Open in Paris 2008.

Neapel pirscht sich an Juventus heran

Der SSC Neapel hat in der italienischen Meisterschaft den Rückstand auf Spitzenreiter Juventus Turin auf zwei Punkte verkürzt. Die Süditaliener siegten am Sonntag durch ein Tor von Raúl Albiol (72.) gegen den FC Genua 1:0 (0:0) und weisen nun 73 Punkte auf.

Titelverteidiger Juventus (75) war am Sonnabend ohne den erkrankten Weltmeister Sami Khedira nur zu einem 0:0 gegen Aufsteiger SPAL Ferrara gekommen. Juventus ist aber weiterhin seit 24 Pflichtspielen ungeschlagen und in der Serie A seit zehn Spielen ohne Gegentor.