Fussball-Ticker

Hoeneß deutet Karriendeende von Schweinsteiger an

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Besuchte als Bayern-Präsident am Sonntag den Fanclub in Wunsiedel

Besuchte als Bayern-Präsident am Sonntag den Fanclub in Wunsiedel

Foto: Nicolas Armer/dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Schweinsteiger: Hoeneß deutet Karriereende an

Bayerns neuer (alter) Präsident Uli Hoeneß hat überraschend ein baldiges Karriereende von Weltmeister Bastian Schweinsteiger angedeutet. "Was ich gehört habe, ist Basti auf dem Absprung aus dem Fußball", sagte Hoeneß bei einem Fanclub-Besuch in Wunsiedel auf die Frage eines Anhängers, ob der FC Bayern seinen bei Manchester United unglücklichen Ex-Spieler nicht zurückholen könne.

Schweinsteiger sei "ein wunderbarer Mensch" und in München überaus populär, betonte Hoeneß, "aber wir tun ihm keinen Gefallen, das Rad zurückzudrehen". Außerdem habe der 32-Jährige in Ana Ivanovic "so eine sympathische und wunderhübsche Frau, dass ich mir vorstellen könnte, dass er sich mit Familienplanung beschäftigt", ergänzte Hoeneß.

Später fügte der 64-Jährige in einem Pressegespräch an, ein Spieler wie Schweinsteiger könne "nicht noch in Amerika rumtingeln mit so einer Riesenkarriere." Schweinsteiger habe ein Abschiedsspiel beim FC Bayern zugesagt, "das würde ich machen und dann aufhören und mit meiner Ana durch den Canal Grande schippern", sagte Hoeneß, der Manchester United für den Umgang mit Schweinsteiger kritisierte. "Ich würde die Leute in Manchester bis zum letzten Tag zahlen lassen und dann sagen: Arriverderci. Das wäre doch schön für diesen Verein für das, was er ihm angetan hat", sagte Hoeneß.

Kurioserweise stand Schweinsteiger beim heutigen Spiel von Manchester United gegen West Ham United (1:1) zum ersten Mal in dieser Saison wieder im Kader. Gemeinsam mit Wayne saß der deutsche Ex-Nationalspieler beim Spie zumindest mal wieder auf der Bank. Zum Einsatz kam Schweinsteiger jedoch nicht.

Karius sorgt für Belustigung

Mit dem vielleicht schlechtesten Abstoß aller Zeiten sorgte Lorius Karius im Tor des FC Liverpool im Netz für große Belustigung. Beim 2:0 seiner Reds gegen Sunderland wollte der ehemalige einen Abstoß von der rechten Seite zu seinem Teamkollegen spielen, der ganz auf der anderen Seite stand, sein Schuss landete jedoch im Toraus. Es gab Ecke für Sunderland, aber sehen Sie selbst.

Boateng vs Rummenigge - Teil II

Jérôme Boateng will sich nicht mehr groß mit der Kritik von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge befassen. „Über die Aussagen kann ich nur lachen. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das nächste Mal kann er es mir persönlich ins Gesicht sagen und dann ist das gut“, sagte der „Fußballer des Jahres“ bei einem Fanclubbesuch in Babenhausen im Allgäu.

Vier Tage zuvor hatte Rummenigge den Bayern-Verteidiger nach der 2:3- Niederlage bei FK Rostow hart gerügt. „Jérôme muss wieder ein bisschen mehr zur Ruhe kommen. Seit dem Sommer ist mir das ein bisschen zu viel“, sagte Rummenigge mit einem unausgesprochenen Verweis auf Boatengs Aktivitäten abseits des Platzes. „Es wäre im Sinne von ihm und dem ganzen Club, wenn er ein bisschen back to earth runterkommt!“

Boateng hatte in Russland einen rundum schlechten Tag erwischt. Beim Gegentor zum 1:1 wurde er ausgetanzt und rutschte weg. Zudem verursachte er den Foulelfmeter zum 1:2. Zu allem Überfluss musste er mit einer Muskelverhärtung im Oberschenkel vorzeitig vom Platz. Deshalb verpasste der 28-Jährige am Samstag das Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (1:2).

Traditionell besuchen die Bayern-Stars und die Verantwortlichen in der Vorweihnachtszeit Fanclubs. Trainer Carlo Ancelotti verschlug es dabei nach Südtirol. Nach Niederbayern zog es Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der dem Fanclub Vilshofen Rot-Weiß einen Besuch abstattete. Präsident Uli Hoeneß wurde als Gast im Fichtelgebirge beim Fanclub Röslau e.V. in Wunsiedel gefeiert.

Schweinsteiger zurück im Kader

Bastian Schweinsteiger steht nach über acht Monaten erstmals wieder im Kader des englischen Rekordmeisters Manchester United. Der frühere Nationalmannschaftskapitän wurde von Trainer José Mourinho als Ersatzspieler in das Aufgebot für das Spiel am Sonntag gegen West Ham United berufen. Neben ihm saßen unter anderem Torjäger Wayne Rooney und der Ex-Dortmunder Henrich Mchitarjan auf der Bank.

Ursprünglich war Schweinsteiger von Mourinho bereits aussortiert worden, nach dem schwachen Saisonstart hatte der portugiesische Coach den Mittelfeldspieler aber zurück ins Mannschaftstraining geholt. Das letzte Spiel für ManUnited hatte der 32-Jährige am 20. März gegen Manchester City bestritten.

FC Arsenal hält Anschluss nach oben

Der FC Arsenal um den deutschen Fußball-Weltmeister Mesut Özil bleibt dem Toptrio in der englischen Premier League weiter auf den Fersen. Die „Gunners“ gewannen am Sonntag mit mehr Mühe als erwartet ihr Heimspiel gegen den AFC Bournemouth mit 3:1 (1:1) und bleiben damit in Schlagdistanz zum FC Chelsea, dem FC Liverpool und Manchester City. Alexis Sanchez mit einem Doppelpack (12./90. Minute) und Theo Walcott (53.) erzielten die Treffer für das Team von Trainer Arsène Wenger. Callum Wilson (23.) hatte zwischenzeitlich per Foulelfmeter für die Gäste ausgeglichen.

Arsenal festigte damit seinen vierten Tabellenplatz und liegt weiter drei Punkte hinter den „Blues“. Sowohl Chelsea (2:1 gegen Tottenham), als auch Liverpool (2:0 gegen Sunderland) und ManCity (2:1 in Burnley) erfüllten bereits am Samstag ihre Pflicht. Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) empfängt Pep Guardiola mit seinen „Citizens“ den FC Chelsea.

2. Liga: Eintracht bleibt vorne

Eintracht Braunschweig hat beim ersten Spiel von 1860-Interimstrainer Daniel Bierofka am Sonntag die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga ausgebaut. Fünf Tage nach der Entlassung des Münchener Coaches Kosta Runjaic gewannen die Braunschweiger 2:1 (1:0) und führen mit vier Punkten vor dem VfB Stuttgart, der am Montag gegen den 1. FC Nürnberg spielt. Die Eintracht blieb im achten Heimspiel ohne Niederlage.

Außerdem gewann am Sonntagnachmittag Union Berlin mit 1:0 beim SV Sandhausen und kletterte damit auf Rang fünf. Im Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC fielen keine Tore.

Ribery: Bayern mein Heimat

Superstar Franck Ribéry erlebt bei Bayern München auch noch eine elfte Saison als Profi. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Sonntag mitteilte, hat sich der kleine, große Franzose mit dem Klub auf eine Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrages um ein weiteres Jahr bis 2018 geeinigt. Ribéry (33) war 2007 von Olympique Marseille an die Isar gewechselt.

"Die großen Erfolge des FC Bayern in den vergangenen Jahren sind eng mit dem Namen Franck Ribéry verbunden. Er ist Leistungsträger und Publikumsliebling zugleich", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Ribéry meinte: "Dieser großartige Klub und die Stadt sind meine Heimat geworden, sowohl sportlich als auch privat." Er freue sich auf "noch viele schöne Momente".

Das dürfte auch für Ribérys kongenialen Offensivpartner Arjen Robben gelten, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft. Auch mit dem Niederländer sei bereits gesprochen worden, sagte Rummenigge am Sonntag, "er will bis Weihnachten warten". Aber: Es spreche "nichts dagegen", auch mit Robben, der seit 2009 für die Münchner spielt, um ein Jahr zu verlängern.

Ribéry bestritt bislang 333 Pflichtspiele für die Bayern, in denen er 108 Tore erzielte und 164 Vorlagen gab - darunter die für Robbens 2:1-Siegtreffer im Endspiel der Champions League 2013 gegen Borussia Dortmund. Im selben Jahr wurde Ribéry zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Mit den Münchnern gewann er sechsmal die deutsche Meisterschaft und fünfmal den DFB-Pokal, außerdem die Klub-WM und den UEFA Super Cup (jeweils 2013).

1860: Wunschkandidat Veh sagt ab

Wunschtrainer Armin Veh hat Fußball-Zweitligist 1860 München abgesagt. "Ich möchte diese Saison Pause machen, und dabei bleibt es", sagte der 55-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Veh galt als Favorit auf die Nachfolge des entlassenen Kosta Runjaic, der derzeit interimsmäßig von Klublegende Daniel Bierofka vertreten wird. Zuletzt war Veh bis März bei Bundesligist Eintracht Frankfurt aktiv.

Neymar übersteht Autounfall unverletzt

Der brasilianische Fußball-Superstar Neymar vom spanischen Meister FC Barcelona war am Sonntagmorgen in einen Autounfall verwickelt. Auf Fotos und Videos in spanischen Medien ist der leicht beschädigte Ferrari des 24-Jährigen an einer Leitplanke zu sehen. Der Unfall soll sich auf einer Autobahn-Ausfahrt ereignet haben.

Neymar blieb unverletzt und kann im Punktspiel am Sonntagabend bei Real Sociedad San Sebastian (20.45 Uhr) auflaufen. Das bestätigte sein Teamkollege Lionel Messi. "Neymar hatte auf dem Weg ins Trainingszentrum einen kleinen Unfall", twitterte der Superstar: "Zum Glück ist er wohlauf und kann spielen."

Bierhoff: Confed Cup zu teuer

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat die hohen Kosten der Teilnehmer für den Confed Cup 2017 in Russland kritisiert. "Es ist schade, dass der sportliche Reiz und die finanzielle Ausstattung für die Teams nicht zusammenpassen", sagte Bierhoff nach der Auslosung in Kasan: "Wirtschaftlich werden wir das Turnier in jedem Fall mit Verlust abschließen, weil die Prämien der FIFA und die vorgesehenen Kapazitäten für das Team und den Betreuerstab bei allen teilnehmenden Ländern nicht ausreichen. Hier würden wir uns wünschen, dass andere Maßstäbe angelegt werden."

Weltmeister Deutschland trifft bei der WM-Generalprobe (17. Juni bis 2. Juli) in der Gruppe B auf Südamerika-Meister Chile, den noch zu ermittelnden Afrikameister und Australien. In der Gruppe A spielen Gastgeber Russland, Europameister Portugal, Mexiko und

Frauen schlagen sich bei einem Kinderfußballturnier

Am Rande eines Kinderfußballturniers haben mehrere Zuschauerinnen aufeinander eingedroschen. Erst die Polizei konnte die acht Frauen auf einem Sportplatz in Kaiserslautern trennen, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Ursprünglich wollten die Frauen einen zehn Jahre alten Spieler anfeuern. Dessen getrennt lebende Eltern brachten am Sonnabend dazu jeweils Unterstützer mit. Anfeuerungsrufe am Spielfeldrand seien in gegenseitige Provokationen und dann in den körperlich ausgetragenen Streit übergegangen. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Körperverletzung ein.

( bark/sid/dpa )