Fussball-Ticker

Dubioser Vertrag? Fifa ermittelt gegen Hakan Calhanoglu

Gibt es Ungereimtheiten im Vertrag von Hakan Calhanoglu?

Gibt es Ungereimtheiten im Vertrag von Hakan Calhanoglu?

Foto: Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Hakan Calhanoglu im Visier der Fifa

20.11 Uhr: Der Fußball-Weltverband Fifa ermittelt gegen den Leverkusener und Ex-HSVer Hakan Calhanoglu. Das bestätigte Bayer-Pressesprecher Dirk Mesch dem sid am Mittwoch. Hintergrund sind Unregelmäßigkeiten im einstigen Vertragswerk des Mittelfeldspielers beim Zweitligisten Karlsruher SC. Dort war Calhanoglu 2012 zu den Profis aufgestiegen, ehe er zum Hamburger SV wechselte und gleich wieder nach Karlsruhe verliehen wurde. "Es gibt ein laufendes Verfahren zwischen dem Spieler Hakan Calhanoglu und der Fifa, das sich auf die Zeit vor seinem Engagement bei Bayer Leverkusen bezieht. Da hat es anscheinend Unregelmäßigkeiten in einem Vertragswerk des Spielers gegeben. Dies ist ein laufendes Verfahren, zu dem wir zunächst noch weitere Informationen einholen müssen, ehe wir uns detailliert dazu äußern können", sagte Mesch. Der Verein werde am Donnerstag ausführlich Stellung nehmen.

Franz Beckenbauer stoppt Zusammenarbeit mit Sky

18.27 Uhr: Nach heftiger Kritik an seiner Rolle im WM-Skandal beendet Franz Beckenbauer seine Arbeit als Experte für den Pay-TV-Sender Sky. Der 70-Jährige habe gebeten, die Zusammenarbeit „auf unbestimmte Zeit nicht fortzuführen“, teilte Sky kurz vor dem Champions-League-Achtelfinalrückspiel des FC Bayern gegen Juventus Turin mit. Der Einsatz bei der Partie in München sollte Beckenbauers letzter TV-Auftritt für den Sender sein. Insgesamt hatte der Weltmeister von 1974 rund 25 Jahre für das Bezahlfernsehen gearbeitet. „Ich bin jetzt 70 Jahre alt, stehe seit über 50 Jahren in der Öffentlichkeit und bin für den Fußball - ob als Spieler, Trainer oder Funktionär - zig Mal um die Welt gereist. Nach so langer Zeit möchte ich mir eine Pause gönnen“, wurde Beckenbauer zitiert.

Zuletzt war er wegen seiner Verwicklung in die Sommermärchen-Affäre beim Deutschen Fußball-Bund ins Zwielicht geraten. So hatte Beckenbauer vor der Vergabe der WM 2006 an Deutschland einen dubiosen Vertrag mit dem korrupten Weltverbands-Vizepräsidenten Jack Warner unterzeichnet. Zudem lief eine verdächtige Millionen-Zahlung im Jahr 2002, die letztlich in Katar landete, über eines seiner Konten. Zuletzt hatte Kommentator Marcel Reif seinen Rückzug bei Sky angekündigt.

FC Bayern nimmt mutmaßlichen Nazi-Tweet zurück

17.56 Uhr: Wenige Stunden vor Beginn des Champions-League-Spiels gegen Juventus Turin hat der FC Bayern München um Entschuldigung für einen misslungenen Tweet gebeten. Eine Grafik zum Spiel mit Bahngleisen, die zu einem Prellbock führen, hatte bei einigen Betrachtern Assoziationen zur NS-Zeit hervorgerufen. "Leider hat unsere Spieltagsgrafik unbeabsichtigt missverständliche historische Bezüge geweckt. Sollten wir dadurch die Gefühle speziell von Juventus-Anhängern oder auch anderer User verletzt haben, bitten wir um Entschuldigung", twitterten die Münchner in deutscher und italienischer Sprache. "Mit der Grafik wollten wir allein den sportlichen Charakter des Spiels thematisieren, weil eines der beiden Teams ausscheiden muss." Mediendirektor Markus Hörwick sagte Sport1: "Diese Grafik haben junge Leute gemacht, die keine Ahnung von deutscher Geschichte haben." Der Verein werde das Thema bei den Verantwortlichen der Turiner "natürlich ansprechen".

Gündogan fehlt auch bei Tottenham

16.12 Uhr: Ohne die Fußballprofis Ilkay Gündogan und Sven Bender ist die Mannschaft von Borussia Dortmund am Mittwoch zum Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Tottenham Hotspur nach London geflogen. Gündogan fehlt dem Team von Trainer Thomas Tuchel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky/Sport1) beim Tabellenzweiten der englischen Premier League wegen einer Fußprellung. Bender steht wegen einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung. Der BVB hat nach dem 3:0 im Hinspiel eine sehr gute Ausgangsposition. Sportdirektor Michael Zorc sagte aber, es habe in der Europapokalgeschichte schon viele Überraschungen gegeben.

Leverkusen bangt um Calhanoglu

15.26 Uhr: Bayer Leverkusen bangt vor der Rückpartie im Europa-League-Achtelfinale am Donnerstag gegen den FC Villarreal um Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu. Der frühere HSV-Spieler, der mit einem Club aus der Premier League in Verbindung gebracht wird, verpasste das Abschlusstraining wegen einer Erkältung. „Ich hoffe, dass er für das Spiel zur Verfügung steht“, sagte Trainer Roger Schmidt. Mitwirken kann Christoph Kramer. Der Weltmeister hatte im Hinspiel vor einer Woche ein Schleudertrauma erlitten und zuletzt gegen den HSV (1:0) pausiert.

Viel Aufregung um Bayern-Tweet

14.24 Uhr: Ein Tweet des FC Bayern zum Champions-League-Duell mit Juventus Turin hat in Italien für Aufregung gesorgt. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte einen Eintrag auf Twitter mit der Überschrift „Qui è la fine“ (Hier ist das Ende), darunter war unter anderem ein Bahngleis mit dem durchgestrichenen Juve-Leitspruch „Fino alla Fine“ (Bis zum Ende) abgebildet.

In Italien gab es heftige Kritik an dem Tweet, einige Nutzer in den sozialen Netzwerken fühlten sich an eine Abbildung von einem Konzentrationslager erinnert. „Ein großer Fauxpas, der einem Club wie dem FC Bayern nicht hätte passieren dürfen“, kritisierte der Vize-Präsident der jüdischen Gemeinde Rom, Ruben Della Rocca, laut der Zeitung Tuttosport. „Ich will nicht an böse Absicht glauben, ich denke, es hat sich um ein Versehen gehandelt“, ergänzte er.

Der FC Bayern bat wenig später via Twitter um Entschuldigung. „Leider hat unsere Spieltagsgrafik unbeabsichtigt missverständliche historische Bezüge geweckt“, schrieb der Club. „Mit dieser Grafik wollten wir allein den sportlichen Charakter des Achtelfinales in der Champions League heute Abend thematisieren, weil eines der beiden Teams ausscheiden muss.“ Wenig später twitterte der FC Bayern die Aussage auch noch auf italienisch.

Bayern ohne Robben gegen Juve

13.26 Uhr: Bayern München muss laut übereinstimmenden Medienberichten ohne Superstar Arjen Robben (32) das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Juventus Turin bestreiten. Demnach habe der Niederländer wegen seiner Erkältung beim Anschwitzen am Vormittag gefehlt und sei im Anschluss auch nicht mit ins Tageshotel gefahren. Robben hatte bereits am Dienstag beim Abschlusstraining nicht mitgewirkt und war stattdessen im Leistungszentrum geblieben.

Neuer Trainer für Podolski bei Galatasaray Istanbul

12.55 Uhr: Der Niederländer Jan Olde Riekerink wird neuer Trainer von Lukas Podolski bei Galatasaray Istanbul. Der Verein gab die Beförderung des bisherigen Jugendkoordinators bekannt, er ist damit bereits der vierte Coach des Teams in dieser Saison. Der 53-jährige Holländer war im Februar auf Empfehlung seines Landsmanns Wesley Sneijder an den Bosporus gekommen, mit dem bereits in der Jugend von Ajax Amsterdam zusammengearbeitet hatte. Der türkische Fußball-Meister musste auf der Trainerposition eine kurzfristige Lösung finden. Nach dem Rücktritt von Mustafa Denizli war zunächst der vorherige U23-Coach Orhan Atik als Interimstrainer ins Amt gekommen. Da diesem aber die nötige Lizenz fehlt, durfte er den derzeitigen Tabellenfünften nicht länger als 15 Tage trainieren.

Fifa fordert Millionen von Ex-Funktionären

12.20 Uhr: Unter der Führung des neuen Präsidenten Gianni Infantino ist die Fifa in die Offensive gegangen und fordert von seinen korrupten Ex-Funktionären Schadenersatz in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro. Die Anwälte des Weltverbandes verschickten ein entsprechendes Gesuch kurz vor der letzten Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag und Freitag an die New Yorker Staatsanwaltschaft.

Schalke verhandelt mit „genervtem“ Neustädter

11.49 Uhr: Der FC Schalke 04 sieht sich bei den Vertragsverhandlungen mit Roman Neustädter in einer guten Position. „Wir sind in einem konstruktiven Austausch über die Zukunftsplanungen des Clubs und des Spielers“, erklärte der Schalker Sportvorstand Horst Heldt. Neustädter fühlt sich laut Heldt „auf Schalke wohl und identifiziert sich mit den Zielen und Werten des Vereins“.

Mit diesen Aussagen reagierte Heldt auf einen Bericht der Bild-Zeitung. „Ich wäre im Sommer ablösefrei, bin 28 und habe viele Jahre in der Bundesliga gespielt. Da macht man sich natürlich Gedanken, mal was Neues zu erleben“, wurde Neustädter zitiert. Er absolvierte seit 2012 153 Pflichtpartien für die Gelsenkirchener.

Neustädter bestritt auf seiner Facebook-Homepage, dass er wegen des künftigen Schalke-Managers Christian Heidel an einen Vereinswechsel denke, wie die Bild spekulierte. Heidel habe Neustädters Vater Peter im Frühjahr 2010 als Coach der zweiten Mainzer Mannschaft von seinen Aufgaben entbunden. Deshalb wolle der Sohn nun nicht unter Heidels Management bei den Schalkern bleiben, mutmaßte die Zeitung.

Er habe unter Heidel 15 Jahre beim FSV Mainz 05 verbracht und sei 2009 unter ihm in die Bundesliga aufgestiegen. „Er war also maßgeblich an meiner Profikarriere beteiligt. Ich habe großen Respekt vor Christian Heidel und seiner Arbeit“, ließ Neustädter wissen. „Keine Ahnung, wieso für Unruhe gesorgt werden muss. Nervt“, ergänzte der Profi.

Bendtner vor endgültigem Aus in Wolfsburg

11.05 Uhr: Nicklas Bendtner steht beim VfL Wolfsburg vor dem endgültigen Aus. Der dänische Nationalspieler fehlte auch am Mittwoch beim Mannschaftstraining der Niedersachsen. Nach Informationen der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung soll der 28 Jahre alte Angreifer nie mehr für den VfL spielen. Der Verein wollte das nicht kommentieren. Hintergrund ist, dass der mehrfach wegen Undiszipliniertheiten aufgefallene Stürmer am Dienstagmorgen rund 45 Minuten zu spät zum Training gekommen war.

Wird Gehalt des italienischen Nationaltrainers halbiert?

10.20 Uhr: Der Coach, der Italiens Nationaltrainer Antonio Conte nach der Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) beerbt, soll nur noch die Hälfte des Gehalts seines Vorgängers erhalten. Der italienische Fußballverband FIGC will den Trainerwechsel nutzen, um Einsparungen durchzusetzen. 3,5 Millionen Euro netto ist der Höchstbetrag, den der neue Trainer der Azzurri beziehen soll. Dies berichtete die Gazzetta dello Sport. „Wir wollen die Kosten reduzieren, wie es die Zeiten erfordern. Es handelt sich jedoch immerhin um einen Betrag von Niveau“, sagte Verbandschef Carlo Tavecchio.

Rom kann mit Rüdiger planen

9.35 Uhr: Der AS Rom kann am Sonnabend im Serie-A-Spitzenspiel gegen Inter Mailand wieder mit dem deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger planen. Nach einer zehntägigen Pause wegen einer Oberschenkelverletzung hat der Ex-Stuttgarter das Training aufgenommen.

Diese Teams stehen im CL-Viertelfinale: